Aus dem Bezirksgemeinderat

Aus dem Bezirksgemeinderat

Aus dem Bezirksgemeinderat

Die erste Sitzung des Bezirksgemeinderats Degerschlacht im neuen Jahr hat nun also am vergangenen Mittwoch stattgefunden. 
Die Themen auf der Tagesordnung waren scheinbar sogar so interessant, dass auch der Reutlinger Generalanzeiger eine Mitarbeiterin zu dem Termin geschickt hat. Dabei standen auf der Einladung eigentlich einfach nur die Themen: Mitteilungen – Haushaltsanträge 2026/2027 – Anfragen/Anträge/Sonstiges.

Vielleicht waren es die Haushaltsanträge, die die Redaktion interessiert hat? Wer weiß das schon.

Manchmal ist mehr drin als man meint …

Aber dann war noch sehr viel mehr drin.

Damit es für euch übersichtlicher bleibt, habe ich die Inhalte der Sitzung auf mehrere Artikel verteilt.

  • Berichte
    • Haushalt 2026/27: Sanierung der Auchterhalle hat Priorität
    • Kunstrasen im Nordraum: Einstimmiges Votum für Jugend- und Vereinsarbeit
    • Vereinszimmer an der Auchtertschule: Platz für Musik, Betreuung und Gruppen
Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
  • Aktuelles
    • Schulbus zum BZN: Beschwerden, Gespräche und wenig konkrete Zusagen
    • Helfer vor Ort: Neues Angebot des Malteser Hilfsdienstes in Degerschlacht
  • Kurznachrichten
    • Warum rund um Degerschlacht Bodenproben entnommen werden
    • Müll, Altglascontainer und ein beschädigter Baum: Kurzes aus der Sitzung
    • Baugebiet Leiblstraße und Kindergarten: Informationen aus dem Rathaus

Viel Spaß beim Schmökern
wünscht
Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Baugebiet Leiblstraße und Kindergarten

Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet Leiblstraße seien nicht von der Haushaltssperre betroffen, teilte Bürgermeisterin Ute Dunkl auf Anfrage mit. Sie laufen planmäßig weiter.

Einen Termin für die Einweihung des neuen Bildungshauses gibt es derzeit noch nicht. Inzwischen seien allerdings alle Probleme behoben, die aufgrund der gemessenen Formaldehyd-Werte entstanden waren. Die Einweihung könnte also stattfinden.

Wer macht so was – zweiter Teil …

Wer macht so was – zweiter Teil …

Wer macht so was – zweiter Teil …

Die Papierkörbe sind inzwischen geleert, Hundekotbeutel entsorgt. Ein aufmerksamer Nachbar hatte die Technische Betriebe Reutlingen per App über die überlaufenden Mülleimer und den daneben abgelegten Abfall informiert – der Missstand wurde umgehend beseitigt. Ein dickes Lob und herzlichen Dank dafür.

Doch offenbar ist das nicht alles, wo man Schaden anrichten kann, wenn man es darauf anlegt.

Diesmal hat es einen Baum getroffen.

Mutwillig?

Falls ja: warum?

Am Sportheim, direkt neben dem geschwungenen Bänkle mit Blick Richtung Betzingen und Albtrauf, wurde ein Baum beschädigt – leider nicht zum ersten Mal an dieser Stelle.

Schade.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

Fotos: Heike Kirschbaum

5 Fragen an Heike Geckeler

  1. Wandern oder Radfahren?
    Wandern.

  2. Selber singen oder Musik aus der Konserve?
    Musik aus der Konserve.

  3. Individualist oder Vereinsmensch?
    Vereinsmensch.

  4. Was fehlt hier – deiner Meinung nach?
    Ein Ort für Jugendliche, an dem sie sich treffen können, ohne sofort anzuecken oder Ärger auszulösen.

  5. Hast du hier schon einmal eine Eule gehört oder gesehen?
    Gesehen noch nicht. Vielleicht gehört – oder es war doch eine Taube.

Was Jugendlichen hier fehlt

Was Jugendlichen hier fehlt

Was Jugendlichen hier fehlt

Jugendliche brauchen Orte, an denen sie einfach sein dürfen. Ohne Programm, ohne ständige Kontrolle, ohne sofort als Störung wahrgenommen zu werden. Genau daran fehlt es in Degerschlacht – das wurde im Gespräch mit Heike Geckeler sehr deutlich.

Jugendliche brauchen einen Platz, wo sie niemanden stören

Viele Jugendliche treffen sich notgedrungen privat: bei Freunden zu Hause, im Garten, im Hof. Und fast immer dauert es nicht lange, bis sich jemand gestört fühlt. Dann werden die Eltern angesprochen – selten die Jugendlichen selbst. Dabei wäre ein direktes Gespräch auf Augenhöhe oft der sinnvollere Weg.

Heike Geckeler kennt diese Situation aus eigener Erfahrung. Sie hat Kinder zwischen 13 und 25 Jahren. Wenn deren Freunde zu Besuch kommen, gibt es fast immer jemanden, der sich gestört fühlt. Das eigentliche Problem ist dabei weniger das Verhalten der Jugendlichen als der fehlende Raum für sie.

Privater Bauwagen

Ein Beispiel dafür ist ein privater Bauwagen in der Balthasar-Neumann-Straße. Dort treffen sich regelmäßig Jugendliche im Alter von etwa 16 bis 17 Jahren. Auch dieser Treffpunkt liegt jedoch im Wohngebiet – und auch hier fühlen sich Nachbarn gestört. Das zeigt: Gute Ideen scheitern oft nicht an den Jugendlichen, sondern an der Lage der Orte.

Jugendtreff im Rathaus mit langer Geschichte

Auch der Jugendtreff im Rathaus hat eine lange Geschichte. Entstanden ist er vor vielen Jahren auf Initiative von Jugendlichen aus dem Dorf. Damals war der Ansatz genau richtig: Die Jugendlichen bekamen einen Schlüssel, organisierten sich selbst und übernahmen Verantwortung für ihren Raum. Als sie später für Ausbildung und Studium Degerschlacht verließen, wurde der Raum eine Zeit lang nicht genutzt.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

Im Rathaus gleich hinter der Eule ist der Jugendclub Degerschlacht. Geöffnet ist er jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr für Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren

Lage Konfliktpunkt

Einige Jahre später griffen Eltern aus dem Ort die Idee wieder auf. Ihre Kinder waren damals zwischen 14 und 16 Jahre alt. Auch diese Initiative wurde getragen, unterstützt und begleitet – unter anderem von engagierten Eltern aus dem Dorf. Doch auch damals gab es immer wieder Beschwerden von Anwohnern. Das Rathaus steht mitten im Ort. Die Lage blieb ein Konfliktpunkt.

Inzwischen professionell betreut

Heute gibt es den Jugendtreff weiterhin. Inzwischen wird der Jugendclub professionell betreut – durch einen Diplom-Sozialpädagogen der Jugendarbeit Nordraum. Die Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Geöffnet ist der Treff dienstags von 16 bis 18 Uhr.

Das ist ein wichtiges Angebot. Aber es ist nicht alles.

Platz außerhalb der Wohngebiete wäre schön

Was weiterhin fehlt, ist ein Ort für ältere Jugendliche. Ein Platz außerhalb der Wohngebiete, an dem sie sich treffen können, ohne sofort anzuecken. Ein Ort, den sie selbst verwalten und organisieren dürfen – mit Vertrauen statt Misstrauen. In anderen Gemeinden gibt es solche Lösungen. Für Degerschlacht wäre das ein starkes Signal.

Jugendliche brauchen Räume. Und Erwachsene, die mit ihnen reden – nicht nur über sie.

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