Ein Aprilscherz mit Nachklang: Von Fußgänger-Brücken und unerwarteten Verkehrs-Schildern

Ein Aprilscherz mit Nachklang: Von Fußgänger-Brücken und unerwarteten Verkehrs-Schildern

Ein Aprilscherz mit Nachklang: Von Fußgänger-Brücken und unerwarteten Verkehrs-Schildern

Die gestrige Meldung über eine geplante Fußgängerbrücke in Degerschlacht entpuppte sich als gelungener Aprilscherz. Doch am Morgen danach sorgten plötzlich aufgestellte Verkehrsschilder für Verwirrung. Was steckt wirklich dahinter?

Der Aprilscherz: Eine Brücke voller Fantasie

Es begann wie eine typische Nachricht: Der geplante Bau einer Fußgängerbrücke über die Leopoldstraße, finanziert durch 900 Milliarden Euro Sondervermögen, sollte bis zum 1. April 2026 abgeschlossen sein. Mit kreativer Fotomontage und ausgeklügelten Details brachte der Artikel der „Degerschlachter Eule“ zahlreiche Leserinnen und Leser zum Schmunzeln. Die Resonanz war überwältigend, und die Kommentarspalten füllten sich schnell mit Ideen und humorvollen Anmerkungen.

Doch spätestens, als am nächsten Morgen auf der Leopoldstraße alles seinen gewohnten, verkehrsreichen Lauf nahm, war klar: Die Brücke existiert (zum Glück) nur in der Fantasie.

Überraschung am Morgen: Verkehrsschilder und Rätselraten

Die wahre Überraschung folgte kurz darauf. „Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, traute ich meinen Augen nicht“, berichtet eine Anwohnerin. Bauarbeiter begannen, Verkehrsschilder aufzustellen, die jedoch vorerst noch durchgestrichen blieben. Auf den Schildern prangte der Hinweis: „OD Wannweil gesperrt“. Sollte es sich etwa doch um echte Bauarbeiten handeln? Wenn nicht zur Fußgängerbrücke, dann vielleicht zu einer Unterführung oder gar einem Einkaufszentrum?

KI-Kommentar und Ratlosigkeit

Um Antworten zu finden, wandte sich die Anwohnerin an eine KI, die bekanntlich viel weiß – aber auch nicht alles lösen konnte. Die KI erklärte, dass keine Informationen zu der Sperrung vorliegen. Ein möglicher Zusammenhang mit Bauarbeiten oder einer Umleitung wurde zwar vermutet, doch Genaueres ließe sich nur durch die zuständigen Behörden klären.

Leider erwies sich der Mittwoch als ein schlechter Tag für Nachforschungen: Die Rathäuser von Wannweil und Degerschlacht blieben geschlossen, und auch telefonisch war niemand zu erreichen.

Ein Scherz mit großem Echo

Was letztendlich hinter den Verkehrsschildern steckt, bleibt abzuwarten. Doch eines steht fest: Der Aprilscherz rund um die Fußgängerbrücke hat seine Wirkung nicht verfehlt. Mit viel Humor und einem Augenzwinkern sorgte er für reichlich Gesprächsstoff und hat Leserinnen und Leser gleichermaßen unterhalten.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die per Mail, Facebook, WhatsApp oder Instagram ihre Kommentare und Reaktionen geteilt haben – ihr habt den Spaß perfekt gemacht!

Brücke soll Infrastruktur verbessern

Brücke soll Infrastruktur verbessern

Brücke soll Infrastruktur verbessern

Die Verkehrsbelastung in Degerschlacht hat längst ein unerträgliches Maß erreicht. Besonders Fußgänger stehen vor Herausforderungen, wenn sie die stark befahrene Leopoldstraße überqueren möchten, um die lokalen Geschäfte wie die Bäckerei und den Metzger zu erreichen. Doch nun gibt es Licht am Ende des Tunnels: Mit einer spannenden Infrastrukturmaßnahme will die Gemeinde die Verkehrssituation entschärfen und für mehr Barrierefreiheit sorgen.

Bei uns in Degerschlacht ist der Verkehr unerträglich geworden. Den größten Teil der Fahrzeuge macht der Durchgangsverkehr aus. Für Fußgänger, die zum Bankautomaten der Sparkasse wollen, bevor sie zum Bäcker gehen, wird das Überqueren der Straße trotz Ampel immer wieder zu einer großen Herausforderung.

Überqueren der Straße bleibt trotz Ampel Herausforderung

Die Bäckerei akzeptiert inzwischen zwar bargeldlose Zahlungen, selbst bei geringen Beträgen wie beispielsweise für eine Vesper-Brezel, die Eltern ihren Kindern zur Schule oder in den Kindergarten mitgeben möchten. Damit soll den Kunden der Weg über die Leopoldstraße erspart bleiben. Doch wer anschließend noch zum Metzger möchte oder von dort kommt, muss dennoch die Leopoldstraße überqueren.

 

Finanziert aus 900 Milliarden Sondervermögen

Da die Bundesregierung die jüngst freigegebenen 900 Milliarden Euro auch für die Infrastruktur verwenden will, wird auch Degerschlacht hier längst überfällige Baumaßnahmen umsetzen, die es Fußgängern künftig erleichtern sollen, mit den Einwohnern auf der anderen Seite der Leopoldstraße in Kontakt zu treten. Außerdem soll es allen ermöglicht werden, sowohl Bäcker als auch Metzger barrierefrei zu erreichen.

Fertigstellung zum
1. April 2026

Die Bauarbeiten für eine Fußgängerbrücke über die Leopoldstraße sollen noch in diesem Jahr beginnen. Mit der Fertigstellung wird bis zum 1. April 2026 gerechnet. Ursprünglich hatte man über eine Entschärfung des Verkehrs mithilfe eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Leopoldstraße/Martin-Knapp-Straße/Talstraße nachgedacht. Doch diese Idee wurde wieder verworfen, da dafür die Kirche hätte versetzt werden müssen.

Mehr Verkehr durch Degerschlacht?

Mehr Verkehr durch Degerschlacht?

Mehr Verkehr durch Degerschlacht?

In dem Flugblatt, das am vergangenen Wochenende auch in den Degerschlachter Briefkästen landete, geht es um den geplanten Flächennutzungsplan, die Erweiterung des Gewerbegebiets Bol und den damit verbundenen zusätzlichen Verkehr durch Römerschanze, Sickenhausen und Degerschlacht. Vor allem mehr Lkw-Verkehr befürchtet die Pferdepension Eulengarten, die ihren Standort aufgeben müsste, sollte die Erweiterung wie geplant stattfinden.

Deshalb bitten die Betreiber der Pension die Bewohner der betroffenen Gebiete, eine Stellungnahme per E-Mail an beteiligung.stadtentwicklung@reutlingen.de zu senden.

Degerschlacht nicht betroffen

Der Flächennutzungsplan, um den es hier geht, wurde am 30. November 2022 in einer öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrats vorgestellt. Tatsächlich ist Degerschlacht jedoch nicht betroffen, da sich die Flächen für das geplante Gebiet nicht auf Degerschlachter Gemarkung befinden.

Ein Mitarbeiter des Fachamtes erläuterte damals die Situation: Die neue Gewerbefläche würde an das Gewerbegebiet Orschel-Hagen anschließen, sodass die Verkehrsanbindung über die B364 erfolgen könnte.

Auf dem Flugblatt ist ein Auszug der Anlage zum Flächennutzungsplan der Stadt abgedruckt. Daraus geht hervor, wo künftig mit mehr Verkehr zu rechnen ist, sollte die Erweiterung des Gewerbegebiets wie geplant umgesetzt werden.

Mehr Verkehr auf der Sickenhäuser Straße 

Wie ebenfalls ersichtlich ist, wäre Degerschlacht davon kaum betroffen. Der Verkehr würde demnach voraussichtlich eher über die Sickenhäuser Straße zunehmen. Auch in Sickenhausen ist mit mehr Verkehr zu rechnen, da sich ein Teil des geplanten Gebiets auf Sickenhäuser Gemarkung befindet. Damit wird dieser Teilort sicherlich zumindest angehört, bevor der Beschluss gültig wird.

Doch auch wenn Degerschlacht nur geringfügig betroffen scheint, würde eine Umsetzung des Plans auf jeden Fall zu mehr Verkehr führen. Ein durchdachtes Verkehrskonzept wäre in diesem Zusammenhang sicherlich ein wichtiger Bestandteil der Planung.

Wenn Eulen und Wildsaua das Rathaus übernehmen

Wenn Eulen und Wildsaua das Rathaus übernehmen

Wenn Eulen und Wildsaua das Rathaus übernehmen

„Wem g’hört Dr. Flecka?“
„D‘ Narra!“

Ute kann nach Hause gehen.
Am Donnerstag gegen 12 Uhr hat sie sich er- und den Narren den Rathausschlüssel übergeben.

Nein, leicht haben es die Verteidiger des Amtssiegels den Narren wirklich nicht gemacht. Sie haben wie in jedem Jahr auch diesmal wieder alles versucht, um die Herrschaft über „dr Flecka“ zu behalten. Sie haben sich versteckt. Ganz oben im Gebäude. Unterm Dach. Nicht nur, dass sie da in der dunkelsten Ecke nahezu unsichtbar waren, hatten sie vielleicht auch darauf spekuliert, dass Eulen und Wildsaua der Aufstieg womöglich zu beschwerlich sein könnte.

Versteckt. Ganz oben unterm Dach.

Man hörte sie. Die Schellen der Wildsaua machen das Anschleichen unmöglich. Die Musik aus der Boombox beschallte die Martin-Knapp-Straße und die Bushaltestelle am Rathaus.

Die Bürgermeisterin Ute, ihre Stellvertreterin Georg und Sylvia, Christiane und Annemone von der Bürokratenbrigade waren mucksmäuschenstill, als sie unten auf der Treppe die ersten Schritte hörten.
Und dann hörte man sie rufen: „Ute?“ – „Uuuuteeee!!!“

„Ute?“ – „Uuuuteeee!!!“

Aber Ute blieb still.
Und dann ging die Tür auf, und eine Horde tollkühner Wildsaua und Eulen stürmten den Dachboden.
„Ute?“
„Ja.“ Bei so einer Übermacht war es wohl doch besser, sich zu stellen. Schon allein, um Rathaus und Stadtschreiber & Co. zu schützen.
Und dann riefen sie: „Wem g’hört Dr. Flecka?“
„Ute!“
Noch.

„Wem g’hört dr Flecka?“

Doch damit war es dann bald vorbei.
„Ich ergebe mich“, sprach Ute und händigte der Obereule den Rathausschlüssel aus.
Obereule Claudia verschwand Ute heim, und die Narren übernahmen die Herrschaft mit einem kräftigen „Eule – HuHu!“ und „Wie dennt d‘ Wildsaua?“ –  „Se grunzt.“
Die Regierungserklärung war kurz: „Jeder, der uns über den Weg läuft, bekommt einen Stempel.“ Wir genehmigen alles. Die Ländereien werden neu beschickt. Die Beschwerden nehmen dann später andere entgegen.“
Im kommenden Jahr wird Claudia Fäth nicht mehr die Regierungsgeschäfte der Narren übernehmen. Die Eulen haben ihren Nachwuchs großgezogen . Er ist flügge geworden. Nun kann ein anderer die Amtspflichten übernehmen.

„Eule – HuHu!“ und „Wie dennt d‘ Wildsaua?“ –  „Se grunzt.“

Und Ute?
„Ich feiere jetzt Fasnet“, sagt sie und strahlt.

Auch Degerschlacht hat gewählt

Auch Degerschlacht hat gewählt

Auch Degerschlacht hat gewählt

Auch in Degerschlacht spiegelt sich der bundesweite Trend wider. Die Wahlbeteiligung liegt deutschlandweit bei 82,5 %. In Degerschlacht dürfte sie ähnlich hoch sein, auch wenn die Zahlen auf der Webseite von komm.one, die von der Reutlinger Seite verlinkt wird, etwas anderes vermuten lassen.

Auch das Wahlergebnis selbst entspricht weitgehend dem Bundestrend, sodass die Stimmen in Degerschlacht die allgemeine politische Stimmung im Land widerspiegeln.

81,18 % der Reutlinger Wahlberechtigten haben gewählt. Das sind wesentlich mehr als bei der Bundestagswahl 2021. Damals gaben lediglich 74,46 % ihre Stimme ab.

Rund 23.000 der Reutlinger haben sich für die Briefwahl entschieden.

Hohe Wahlbeteiligung in Degerschlacht

In Degerschlacht sah die Wahlbeteiligung sogar noch besser aus.

Die Stuttgarter Firma komm.one ist mit der Datenverarbeitung für das Land Baden-Württemberg im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags beauftragt worden. Ein Link auf der Seite der Stadt Reutlingen verweist darauf.

Alle Ergebnisse, auch der einzelnen Stadtbezirke, können hier eingesehen werden (Bitte hier klicken)

Die angegebene Wahlbeteiligung in Degerschlacht von 55,44 % ist jedoch etwas irreführend. Tatsächlich war auch in Degerschlacht die Wahlbeteiligung sehr viel höher als in den Jahren zuvor. Im Wahllokal des Gemeindehauses der ev. Kirche lag sie über 80 %, in der Turn- und Sporthalle sogar bei fast 90 %.

Viele Briefwähler

Die Differenz zu den auf der offiziellen Seite der Wahlergebnisse für die Bundestagswahl 2025 angegebenen Zahlen entstand dadurch, dass auch in diesem Jahr sehr viele Degerschlachter von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, ihre Stimme per Briefwahl abzugeben, und diese hier nicht aufgeführt sind.

Das bedeutet, dass die Stimmen von rund 500 Degerschlachter Wählern hier leider fehlen. Sie sind bei den rund 23.000 Reutlinger Briefwahl-Stimmen eingeflossen.

Die Ergebnisse derjenigen, die persönlich in den beiden Degerschlachter Wahllokalen – ev. Gemeindehaus und Turn- und Festhalle Degerschlacht – gewählt haben im Einzelnen:

Zweitstimmen (In Klammern die Wahlergebnisse 2021 zum Vergleich – hier lag die Wahlbeteiligung derjenigen Wähler, die ihre Stimmen in den Wahllokalen abgegeben hatten, allerdings nur bei 38,82 %):

Erststimmen:

Flotte Feger gesucht

Flotte Feger gesucht

Flotte Feger gesucht

Am 15. März 2025 wird in der Stadt Reutlingen und allen Bezirksgemeinden wieder eine Markungsputzete durchgeführt. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Feuerwehr, Kirchen und sonstige Institutionen herzlich eingeladen an der Aktion mitzumachen. Um die Menge der Hilfswerkzeuge (Zangen, Müllsäcke, Handschuhe) und das Vesper besser kalkulieren zu können, bittet Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl um tel. Anmeldung (Tel.Nr. 600101) beim Bezirksamt bis spätestens Donnerstag, 06. März 2025.
Die Gemeinde freut sich über zahlreiche Helfer. Bitte kommt ausgestattet mit gutem Schuhwerk und wenn möglich mit einem Eimer!
Treffpunkt: 15. März 2025 um 09.30 Uhr am Rathaus bei den Garagen.