Degerschlachter Narren übernehmen das Rathaus

Degerschlachter Narren übernehmen das Rathaus

Degerschlachter Narren übernehmen das Rathaus

Schlüsse her – Krawatte ab

„Schlüssel her – Krawatte ab!“, forderte Lukas Nedele, der seit diesem Jahr bei den Degerschlachter Eulen die Obereule ist: Zusammen mit den Wildsaua stürmten sie am schmotzigen Donnerstag das Rathaus und hatten ein gemeinsames Ziel: Bürgermeister werden.

Er erklärte Ute Dunkl, die normalerweise im Rathaus die Geschicke lenkt, dass sie bis Aschermittwoch erstmal Pause hat. Jetzt übernimmt der Narrenchor. Und bis Aschermittwoch gelten nur noch Narrengesetze.

„Die Kasse ist leer“, wusste er. Und dass Ute überall sucht und guckt, ob man nicht doch irgendwo noch etwas locker machen kann. „Wir Eulen haben scharfe Augen und sehen genau, wo du versuchst, Geld herzuklauben.“

„Wir Schwaben sparen gern“, erklärte er, fand aber gleichzeitig, an Kultur und Festen zu sparen sei keine gute Idee. „Die braucht der Flecken.“

Eulen und Wildsaua – die alle Tiere des Waldes, die zu Degerschlacht gehören, wollen nun den Ort in eine frohe und bunte Narrenwelt verwandeln:

Eule – huhu
Wildsaua – es grunzet.

Eule Huhu – die Degerschlachter Eulen laden zur Fasnet ein

Eule Huhu – die Degerschlachter Eulen laden zur Fasnet ein

Eule Huhu – die Degerschlachter Eulen laden zur Fasnet ein

 

Auch in diesem Jahr haben die Degerschlachter Eulen eine Menge närrischer Veranstaltungen geplant. Am Samstag, dem 14. Februar,  wird in der Auchterthalle gefeiert.  

Kinderfasnet am Nachmittag

Ein buntes Fasnetsprogramm in närrischer Atmosphäre erwartet Familien und Kinder ab 14 Uhr. Wer früher kommt, kann sich ganz in Ruhe sein Plätzchen sichern. Einlass ist um 13:30 Uhr

Einen Vorverkauf gibt’s diesmal nicht – kommt einfach vorbei.

Hallenfasnet am Abend

Am Abend sind dann die Erwachsenen dran. Ab 19:00 Uhr öffnen sich die Türen zur Hallenfasnet, Beginn ist um 20:00 Uhr. Für ausgelassene Stimmung und musikalische Unterhaltung sorgt diesmal DJ Oeler. Der Eintritt kostet 8 Euro, Karten gibt’s ab dem 3. Februar im Vorverkauf bei der Metzgerei Rieck in Degerschlacht.

Schmotziger Donnerstag

Der närrische Start der Eulen beginnt allerdings schon beginnt allerdings schon am Donnerstag davor. Am 12. Februar, dem schotzigen Donnerstag, sind die Eulen im Ort unterwegs und läuten die Hauptfasnet ein. Ich bin sicher, sie werden auch diesmal wieder das Rathaus stürmen. Ob sie das Rathaus-Team wieder so schnell finden wie im vergangenen Jahr?

Da bleibt mir nur noch zu sagen:
Eule – Huhu!

und viel Spaß beim Feiern.

 

Helfer vor Ort in Degerschlacht

Helfer vor Ort in Degerschlacht

Helfer vor Ort in Degerschlacht

Bezirksgemeinderat Degerschlacht: „Helfer vor Ort“ starten in Degerschlacht

In Degerschlacht gibt es künftig ein zusätzliches Angebot für den Notfall: sogenannte „Helfer vor Ort“ des Malteser Hilfsdienst, teilte Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl bei der Ortschaftsratssitzung am vergangenen Mittwoch mit. 

Dabei handelt es sich um ausgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer aus dem Ort, die im Ernstfall schneller vor Ort sein können als der Notarzt. Sie überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und leisten Erste Hilfe.

Die „Helfer vor Ort“ werden sich in einer der nächsten Sitzungen des Bezirksgemeinderat Degerschlacht persönlich vorstellen.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

Defibrilatoren gibt es im Ort ebenfalls. Einer hängt am Rathaus hinter der Bushaltestelle

Schulbus zum BZN: Immer wieder Beschwerden

Schulbus zum BZN: Immer wieder Beschwerden

Schulbus zum BZN: Immer wieder Beschwerden

Schulbus zum BZN: Beschwerden, Gespräche – und wenig konkrete Zusagen

Ein Dauerthema bleibt der Schulbus zum Bildungszentrum Nord. Der Bus kommt immer wieder zu spät, Beschwerden von Eltern häufen sich.

Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl hatte sich deshalb an den Reutlinger Stadtverkehr gewandt. Die erste Rückmeldung fiel wenig hilfreich aus. Daraufhin haben sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Degerschlacht, Rommelsbach und Sickenhausen zusammengeschlossen und ein gemeinsames Schreiben aufgesetzt – inklusive konkreter Angaben, wann und wie oft der Bus verspätet war.

Die Antwort des RSV: Man tue, was möglich sei. Der Lärmaktionsplan mit zahlreichen Tempo-30-Abschnitten erschwere die Einhaltung der Fahrzeiten. Die Linie 62 solle nun nochmals überprüft werden, Ziel sei eine Ankunftszeit gegen 7.35 Uhr. Eine verbindliche Zusage gab es nicht.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
Wer macht so was – zweiter Teil …

Wer macht so was – zweiter Teil …

Wer macht so was – zweiter Teil …

Die Papierkörbe sind inzwischen geleert, Hundekotbeutel entsorgt. Ein aufmerksamer Nachbar hatte die Technische Betriebe Reutlingen per App über die überlaufenden Mülleimer und den daneben abgelegten Abfall informiert – der Missstand wurde umgehend beseitigt. Ein dickes Lob und herzlichen Dank dafür.

Doch offenbar ist das nicht alles, wo man Schaden anrichten kann, wenn man es darauf anlegt.

Diesmal hat es einen Baum getroffen.

Mutwillig?

Falls ja: warum?

Am Sportheim, direkt neben dem geschwungenen Bänkle mit Blick Richtung Betzingen und Albtrauf, wurde ein Baum beschädigt – leider nicht zum ersten Mal an dieser Stelle.

Schade.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

Fotos: Heike Kirschbaum

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Die Mutschel ist ein traditionelles, aus Reutlingen stammendes Gebäck. Sternförmig, mit acht Zacken, aus mürbem Hefeteig – und vermutlich schon seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Um ihre Form ranken sich bis heute Legenden: von der Achalm in der Mitte, von einer goldenen Kette, von den Reutlinger Zünften, die in den Zacken symbolisiert sein sollen. Sicher ist: Die Mutschel gehört zur Reutlinger Identität.

Der erste Donnerstag nach Dreikönig

Traditionell wurde am Mutscheltag – dem ersten Donnerstag nach Dreikönig – um die Mutscheln gewürfelt. Früher offenbar mit besonderer Narrenfreiheit, über mehrere Tage hinweg, in Wirtshäusern und bei den Bäckern. Wikipedia beschreibt diese Bräuche detailliert, von Würfelspielen wie „Große und kleine Hausnummer“, „Nackets Luisle“ oder „Der Wächter bläst vom Turme“.

Bäckereien als Begegnungsstätten

Soweit die überlieferte Tradition. Daneben gibt es Erinnerungen, die sich nicht mehr eindeutig belegen lassen, die aber trotzdem etwas erzählen: dass Mutscheln ursprünglich auch ein Bäckerbrauch waren. Dass Reutlinger Bäckereien früher nicht nur Verkaufsstellen, sondern Begegnungsorte waren. Orte, an denen man nach Feierabend zusammensaß. Um Menschen in die Backstuben zu holen, ließen sich die Bäcker immer wieder besondere Anlässe einfallen – Mutscheln gehörten dazu.

Erinnerungen

An einen Vortrag über das Reutlinger Bäckerhandwerk erinnere ich mich noch vage. Karl Wucherer soll damals darüber gesprochen haben. Sicher bin ich mir nicht mehr in allen Details. Woran ich mich aber gut erinnere: Viele Bäckereien hatten früher tatsächlich kleine Gaststuben. Auch unser Degerschlachter Bäcker Eberhard Ruggaber hatte so eine. Als wir 1993 nach Degerschlacht gezogen sind, gab es die Bäckerei noch. Die Gaststube war da – aber nicht mehr bewirtschaftet. Seine Mutscheln allerdings waren legendär. Die Bäckerei ist inzwischen geschlossen. Was bleibt, sind Erinnerungen.