Schulbus zum BZN: Immer wieder Beschwerden

Schulbus zum BZN: Immer wieder Beschwerden

Schulbus zum BZN: Immer wieder Beschwerden

Schulbus zum BZN: Beschwerden, Gespräche – und wenig konkrete Zusagen

Ein Dauerthema bleibt der Schulbus zum Bildungszentrum Nord. Der Bus kommt immer wieder zu spät, Beschwerden von Eltern häufen sich.

Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl hatte sich deshalb an den Reutlinger Stadtverkehr gewandt. Die erste Rückmeldung fiel wenig hilfreich aus. Daraufhin haben sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Degerschlacht, Rommelsbach und Sickenhausen zusammengeschlossen und ein gemeinsames Schreiben aufgesetzt – inklusive konkreter Angaben, wann und wie oft der Bus verspätet war.

Die Antwort des RSV: Man tue, was möglich sei. Der Lärmaktionsplan mit zahlreichen Tempo-30-Abschnitten erschwere die Einhaltung der Fahrzeiten. Die Linie 62 solle nun nochmals überprüft werden, Ziel sei eine Ankunftszeit gegen 7.35 Uhr. Eine verbindliche Zusage gab es nicht.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
Wer macht so was – zweiter Teil …

Wer macht so was – zweiter Teil …

Wer macht so was – zweiter Teil …

Die Papierkörbe sind inzwischen geleert, Hundekotbeutel entsorgt. Ein aufmerksamer Nachbar hatte die Technische Betriebe Reutlingen per App über die überlaufenden Mülleimer und den daneben abgelegten Abfall informiert – der Missstand wurde umgehend beseitigt. Ein dickes Lob und herzlichen Dank dafür.

Doch offenbar ist das nicht alles, wo man Schaden anrichten kann, wenn man es darauf anlegt.

Diesmal hat es einen Baum getroffen.

Mutwillig?

Falls ja: warum?

Am Sportheim, direkt neben dem geschwungenen Bänkle mit Blick Richtung Betzingen und Albtrauf, wurde ein Baum beschädigt – leider nicht zum ersten Mal an dieser Stelle.

Schade.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

Fotos: Heike Kirschbaum

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Die Mutschel ist ein traditionelles, aus Reutlingen stammendes Gebäck. Sternförmig, mit acht Zacken, aus mürbem Hefeteig – und vermutlich schon seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Um ihre Form ranken sich bis heute Legenden: von der Achalm in der Mitte, von einer goldenen Kette, von den Reutlinger Zünften, die in den Zacken symbolisiert sein sollen. Sicher ist: Die Mutschel gehört zur Reutlinger Identität.

Der erste Donnerstag nach Dreikönig

Traditionell wurde am Mutscheltag – dem ersten Donnerstag nach Dreikönig – um die Mutscheln gewürfelt. Früher offenbar mit besonderer Narrenfreiheit, über mehrere Tage hinweg, in Wirtshäusern und bei den Bäckern. Wikipedia beschreibt diese Bräuche detailliert, von Würfelspielen wie „Große und kleine Hausnummer“, „Nackets Luisle“ oder „Der Wächter bläst vom Turme“.

Bäckereien als Begegnungsstätten

Soweit die überlieferte Tradition. Daneben gibt es Erinnerungen, die sich nicht mehr eindeutig belegen lassen, die aber trotzdem etwas erzählen: dass Mutscheln ursprünglich auch ein Bäckerbrauch waren. Dass Reutlinger Bäckereien früher nicht nur Verkaufsstellen, sondern Begegnungsorte waren. Orte, an denen man nach Feierabend zusammensaß. Um Menschen in die Backstuben zu holen, ließen sich die Bäcker immer wieder besondere Anlässe einfallen – Mutscheln gehörten dazu.

Erinnerungen

An einen Vortrag über das Reutlinger Bäckerhandwerk erinnere ich mich noch vage. Karl Wucherer soll damals darüber gesprochen haben. Sicher bin ich mir nicht mehr in allen Details. Woran ich mich aber gut erinnere: Viele Bäckereien hatten früher tatsächlich kleine Gaststuben. Auch unser Degerschlachter Bäcker Eberhard Ruggaber hatte so eine. Als wir 1993 nach Degerschlacht gezogen sind, gab es die Bäckerei noch. Die Gaststube war da – aber nicht mehr bewirtschaftet. Seine Mutscheln allerdings waren legendär. Die Bäckerei ist inzwischen geschlossen. Was bleibt, sind Erinnerungen.

Das war 2025 – ein Rückblick

Das war 2025 – ein Rückblick

Das war 2025

ein Rückblick

2025 ist nun endgültig vorbei.

Wie war es?
Woran erinnere ich mich, wenn ich an dieses Jahr zurückdenke?

Spontan fällt mir eine Menge ein: Wintervögel, Feste, Wanderungen, neue Ideen. Das Bildungshaus mit neuer Leitung, Dorffest, Narren – und ein paar ganz persönliche Highlights.

Hier hab ich einen kleinen Rückblick für euch zusammengestellt.

Januar - Wintervögel und ein Blick aus dem Fenster

Zu Beginn des Jahres stand die Wintervogelzählung des NABU. Einige Leser machten mit, und das Ergebnis war gar nicht so schlecht. Es gab sie, unsere gefiederten Freunde in Degerschlacht: Eulen, Falken, Amseln, Meisen, Rotkehlchen, Elstern, Tauben und Krähen.
Umso besorgter schaue ich jetzt aus dem Fenster. Seit es richtig kalt ist, habe ich genau eine Amsel und eine Meise gesehen. Nicht einmal Krähen oder Tauben lassen sich blicken – dabei waren die sonst immer da.

Februar – Narren, Eulen und das Rathaus im Ausnahmezustand

Am schmotzigen Doschtig übernahmen wie jedes Jahr die Narren das Regiment im Rathaus. Es regierten Spaß, Freude, Eulen und Wildsaua – bis zum Aschermittwoch. Danach mussten Ute und das Rathausteam wieder Ordnung ins Chaos bringen. Auch das gelang ihnen erneut erstaunlich souverän.

März – Vereinssitzungen, Abschied und neue Ideen

Im März fand ich mich plötzlich als Schriftführerin des Albvereins wieder. Ganz so überraschend war es nicht – man hatte mich gefragt, und ich hatte Ja gesagt. Und ich habe es bis heute keinen einzigen Tag bereut.
Der Albverein ist weit mehr, als ich je vermutet hätte. Wir haben Ideen, wir setzen sie um, und das Schönste daran: Die Degerschlachter ziehen mit. Das macht sichtbar Freude – uns und ihnen.

Ebenfalls im März wurde beschlossen, den Männergesangsverein Eintracht Degerschlacht aufzulösen. Ein Verein von 1897 – endgültig Geschichte. Das ist schade. Vor allem, weil sich dabei zeigte: Die Degerschlachter singen eigentlich gern.
Der Verein war immer ein reiner Männerchor. Frauen hatten nur den Kirchenchor – anspruchsvoll, mit Probenpflicht. Für viele war das keine Option.
Die Frage war also: Was machen die, die einfach nur singen wollen?
Antwort: Einfach singen. Ohne Anspruch. Ohne Verpflichtung. Aus Freude.

April – Bildungshaus, Bücher und Geschichten aus Degerschlacht

Im April war es endlich so weit: Das Bildungshaus wurde fertig. Die Kinder konnten aus dem Provisorium in Orschel-Hagen zurück in das neu umgebaute Haus – mit Garten, Küche, Mensa und allem, was dazugehört. Auch eine neue Leitung hat das Bildungshaus seit 2025.
Kurz darauf wurde eine Formaldehydbelastung festgestellt. Einige Räume konnten zunächst nicht genutzt werden. Inzwischen sind die belasteten Einrichtungsteile ausgetauscht, und Haus und Garten können vollständig genutzt werden – so, wie es geplant war.

Ebenfalls im April: Degerschlacht hat einen sehr erfolgreichen Fantasy-Autor. Seine Trilogie „Arrandur“ traf offenbar genau den Nerv vieler Leser.
Und er ist nicht der Einzige hier, der Geschichten erzählt. Am 28. Februar werde ich mit meinen eigenen Buchideen einen Stand auf der Stuttgarter Buchmesse haben. Vielleicht frage ich ihn einfach mal, ob er auch dabei sein möchte.

Mai – Offene Fragen: Lärmaktionsplan und Pflegeheim

Im Mai lehnte der Reutlinger Gemeinderat den Lärmaktionsplan ab – völlig unverständlich für alle, die daran gearbeitet hatten. Der Plan war über Jahre fortgeschrieben, von Ortschaftsräten einstimmig beschlossen und hätte eine Ausweitung der Tempo-30-Zone bedeutet.
Mit einem Beschluss war diese Arbeit plötzlich wertlos. Seitdem herrscht Funkstille. Wie es weitergeht, weiß offenbar niemand – oder es sagt zumindest niemand.

Auch beim geplanten Pflegeheim in Degerschlacht ist die Lage weiter unklar. Grundstück und Investor sind vorhanden, ein Betreiber fehlt. Der Grund: fehlendes Pflegepersonal.

Juni – Stadtradeln und 171 Kilometer rund um Köln

Im Juni war Degerschlacht wieder beim Stadtradeln dabei. 26 Radler fuhren in drei Wochen 5.524 Kilometer und sparten dabei rechnerisch 76 Tonnen CO₂ ein.

Und dann war da natürlich Köln.
171 Kilometer rund um Köln, die Martin in 33 Stunden erwandert ist. Ich war als Support dabei – und habe genauso wenig geschlafen. Es war für ihn ein außergewöhnliches Erlebnis, aber auch für mich.
Daraus entstand meine erste Podcast-Serie. Sie hat mir enormen Spaß gemacht. Leider fehlte oft die Zeit für mehr. Vielleicht gelingt mir 2026 mehr Regelmäßigkeit.

Juli – Dorffest und singende Kinder

Im Juli feierten wir Dorffest. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Kinder aus Kindergarten und Schule mit ihrem Lied:
„Die Eul, die Eul, die Eule tanzt …“

September – Klappstühle, Begegnungen und Wasserspielplatz

Im September fand das erste Klappstuhltreffen im Hof des Kinderhauses statt. Eine Idee des Bezirksgemeinderats – und eine richtig gute. Nachbarn kamen ins Gespräch, auch mit denen, die man sonst kaum trifft.
Ein nächstes Mal muss es geben.

Ebenfalls im Sommer, zwischen Juni und September, wurde der kleine Wasserspielplatz in der Arnold-Böcklin-Straße saniert. Pünktlich zum Ende der Sommerferien war er wieder nutzbar – und wird seitdem intensiv genutzt. Von Kindern. Und auch die Eltern sind begeistert.

Oktober – Tag der Aussicht und Degerschlacht im Fokus

Im Oktober entdeckte die Stadt Reutlingen Degerschlacht als Ort für ihren „Tag der Aussicht“. Rund 40 Menschen aus dem gesamten Kreis liefen mit uns um den Ort und erfuhren viel über seine Geschichte.
Der Regen störte niemanden. Der Abschluss bei Antipasti und Pizza im Sportheim war eine tolle Idee.

November – Offenes Singen und Dämmerungswanderung

Im November setzten Ute und ich schließlich um, was im Frühjahr entstanden war: das Offene Singen.
Die Resonanz war überwältigend. Der erste Abend ein voller Erfolg. Damit ist klar: 2026 wird es vier Offene Singabende geben – unter dem Dach des Albvereins.

Auch die Dämmerungswanderung des Albvereins fiel in diesen Monat. 50 angemeldete Personen, vor allem Familien – wir wurden förmlich überrannt. Gemeinsam suchten wir das Licht auf den Feldern und brachten es zurück nach Degerschlacht. Es war ziemlich nass. Den ganzen Tag hatte es geregnet. Doch das hat niemanden abgeschreckt. Alle, die angemeldet waren, sind gekommen und vermutlich noch ein paar mehr. Es hat einfach Spaß gemacht. Auch uns.

Alle weg? Ob sie Weihnachten feiern?+

Alle weg? Ob sie Weihnachten feiern?+

Alle weg? Ob sie Weihnachten feiern?+

Mein Mann hat mir zum Geburtstag einen Futterspender für Vögel geschenkt, weil ich so gerne Vögel beobachte. Unsere Katzen übrigens auch. Wir saßen oft zusammen am Fenster und schauten zu, wie sie sich an der Futterstelle bedienten, die am Baum direkt vor unserem Fenster hing.

Inzwischn hängt der Futterspender einen Meter weiter, direkt an der Wand unseres Holzhauses. Der Blick darauf ist gut.

Wo sind sie denn?

Was mich wundert: Es kommen keine Vögel mehr.
Gar keine. Nicht an die Futterstelle. Nicht in den Nachbargärten. Keine Meisen, keine Spatzen. Nicht einmal Tauben, Krähen oder Elstern, die sonst immer irgendwo da waren.

Nichmal Tauben, Krähen oder Elstern …

Meine Erklärung dafür:
Sie haben sich an einer besonders üppigen Futterstelle getroffen, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Und weil Weihnachten ist, vertragen sich dort ausnahmsweise alle: Krähen und Meisen, Spatzen und Amseln. Die Tauben sowieso – die sind ja immer umgänglich. Und hören ohnehin nichts.

(Dies Bild ist KI-generiert … ist ja sonst nicht so meine Art. Heute. Ausnahmsweise)

und vielleicht kommen sie ja nächstes Jahr wieder …

Hier vor unserem Fenster ist es dieses Jahr ruhig geblieben.
Aber irgendwo wird gerade gefeiert. Vermutlich mit viel Futter, wenig Streit – und ohne Katzenpublikum.

Traktoren vorm Rathaus

Traktoren vorm Rathaus

Traktoren vorm Rathaus

„Für die meisten, teils historischen Fahrzeuge wäre es fast eine Weltreise, müssten sie zum TÜV nach Reutlingen fahren“, erklärte Christiane Dürr vom Bezirksamt, warum der TÜV in regelmäßigen Abständen auch nach Degerschlacht kommt.

Am Samstagmorgen waren die Degerschlachter deshalb eingeladen, mit Traktoren, Anhängern sowie land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen zum Rathaus zu kommen, um sie auf ihre Verkehrssicherheit prüfen zu lassen. Schließlich sind sie ja auch immer wieder auf öffentlichen Wegen unterwegs, um zu Äckern oder Gütle zu kommen..

„Geprüft wird, was geprüft werden muss“, erklärte die Mitarbeiterin des TÜV Reutlingen,  so zum Beispiel Licht, Bremse, Hupe.

Zwölf Fahrzeuge hatten sich angemeldet und die meisten präsentierten sich tatsächlich im gestandenen Traktorenalter in äußerst gepflegtem Zustand den Prüfern Bei strahlendem Sonnenschein boten sie den Vorbeikommenden ein wirklich schönes Bild.

Nett und äußerst passend war auch die Absperrung des Prüfplatzes mit Reisigbesen.