Gewürfelt und geteilt: Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Gewürfelt und geteilt: Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Gewürfelt und geteilt: Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Gemutschelt wurde in diesem Jahr fast pünktlich. Eigentlich wäre es am Donnerstag nach dem Dreikönigstag gewesen. Aber der Sonntag war noch ganz nah dran. Da hatte sich nämlich diesmal die Degerschlachter Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins zum Mutscheln verabredet.

Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit für einen Spaziergang vom Parkplatz an der Auchterthalle zur Sportgaststätte Faulbaum nach Kirchentellinsfurt. Der Rest kam mit dem Auto. Schließlich mussten ja auch Mutscheln, Würfel und Würfelbecher irgendwie dorthin transportiert werden.

Kirchenfenster und s‘ nackerte Luisle

In der Gaststätte wurde in vier Gruppen gewürfelt. Gespielt wurden unter anderem:

  • Große und kleine Hausnummer
  • Kirchenfenster
  • Der Wächter bläst vom Turm und natürlich das
  • Nackerte Luisle

Zum Aufschreiben hatte man mich als Schriftführerin des Vereins eingeteilt.  Mich. Dabei habe ich vom Mutscheln eigentlich überhaupt keine Ahnung. Ich bin keine gebürtige Reutlingerin und nicht mit diesem Brauch aufgewachsen. Also bin ich vor jedem Spiel zu den anderen Gruppen gelaufen und habe mir erklären lassen, wie gespielt und gezählt wird.

Anfängerglück

Und eigentlich ist es mir ja ein kleines bisschen peinlich, aber ich hatte ziemlich viel Glück. Die Mutscheln hab ich dann mit meiner Gruppe geteilt. Wir hatten eine Menge Spaß  und die Mutscheln nebenbei vor uns hingeknabbert. Und das, obwohl wir ja eigentlich noch im Faulbaum zu Abend essen wollten. Egal. Das Abendessen hat uns trotzdem noch gut geschmeckt.Die Mutscheln kamen diesmal nicht aus Degerschlacht. Unser früherer Bäcker Eberhard Ruggaber ist längst im Ruhestand. Er ist heute Mitglied im Degerschlachter Albverein – und spielt nun eben selbst um die Mutscheln. Das sei vorweg verraten: Er hat auch eine oder zwei erwürfelt.

 

„Dohocketdiewoimmerdohocket“

25 Personen hatten sich angemeldet, und fast alle waren gekommen. Was ein wenig nachdenklich stimmt: Trotz Werbung über Albvereins-Webseite, Degerschlacht News, Facebook, Instagram und WhatsApp waren es wieder vor allem die, die immer da sind. Die gleiche Gruppe, die sich auch sonst bei den Stammtischen trifft. Menschen, die schon lange Mitglied sind und gemeinsam älter geworden sind.

Auch Kinder und ihre Eltern mögen Mutscheln. Eigentlich.

Es ist aber immer noch ein sympathisches aufgeschlossenes Team. Und sie hätten es verdient, dass auch jüngere Generationen dabei gewesen wären. Ich bin sicher, auch denen hätte es Spaß gemacht. Mutscheln ist nämlich ganz bestimmt nicht nur etwas für Senioren. Ich wette, es würde auch Kindern und ihren Eltern genau so viel Spaß machen. Was ich persönlich schön fände: Wenn es die Generationen zusammenbringen könnte. Vielleicht im nächsten Jahr?

Darüber würde sich freuen 

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

 

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Mutscheln hat auch in Degerschlacht Tradition

Die Mutschel ist ein traditionelles, aus Reutlingen stammendes Gebäck. Sternförmig, mit acht Zacken, aus mürbem Hefeteig – und vermutlich schon seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Um ihre Form ranken sich bis heute Legenden: von der Achalm in der Mitte, von einer goldenen Kette, von den Reutlinger Zünften, die in den Zacken symbolisiert sein sollen. Sicher ist: Die Mutschel gehört zur Reutlinger Identität.

Der erste Donnerstag nach Dreikönig

Traditionell wurde am Mutscheltag – dem ersten Donnerstag nach Dreikönig – um die Mutscheln gewürfelt. Früher offenbar mit besonderer Narrenfreiheit, über mehrere Tage hinweg, in Wirtshäusern und bei den Bäckern. Wikipedia beschreibt diese Bräuche detailliert, von Würfelspielen wie „Große und kleine Hausnummer“, „Nackets Luisle“ oder „Der Wächter bläst vom Turme“.

Bäckereien als Begegnungsstätten

Soweit die überlieferte Tradition. Daneben gibt es Erinnerungen, die sich nicht mehr eindeutig belegen lassen, die aber trotzdem etwas erzählen: dass Mutscheln ursprünglich auch ein Bäckerbrauch waren. Dass Reutlinger Bäckereien früher nicht nur Verkaufsstellen, sondern Begegnungsorte waren. Orte, an denen man nach Feierabend zusammensaß. Um Menschen in die Backstuben zu holen, ließen sich die Bäcker immer wieder besondere Anlässe einfallen – Mutscheln gehörten dazu.

Erinnerungen

An einen Vortrag über das Reutlinger Bäckerhandwerk erinnere ich mich noch vage. Karl Wucherer soll damals darüber gesprochen haben. Sicher bin ich mir nicht mehr in allen Details. Woran ich mich aber gut erinnere: Viele Bäckereien hatten früher tatsächlich kleine Gaststuben. Auch unser Degerschlachter Bäcker Eberhard Ruggaber hatte so eine. Als wir 1993 nach Degerschlacht gezogen sind, gab es die Bäckerei noch. Die Gaststube war da – aber nicht mehr bewirtschaftet. Seine Mutscheln allerdings waren legendär. Die Bäckerei ist inzwischen geschlossen. Was bleibt, sind Erinnerungen.

2026 – ein Ausblick

2026 – ein Ausblick

2026 – ein Ausblick

Das neue Jahr hat gerade erst angefangen, und mein Kopf ist schon wieder voller Ideen. Ob ich sie alle umsetzen kann? Wir werden sehen. Aber es ist immer besser, man hat zu viele Ideen als gar keine.
Nun sitze ich hier und überlege: Was ist interessant für euch? Welche Ideen lassen sich umsetzen? Hat der Tag, eine Woche genügend Stunden für alles?
Hier also ein Überblick über das, was euch in diesem Jahr erwartet.

Unterwegs in Degerschlacht

Ein Format, das ich bereits im Dezember begonnen habe und weiterführen werde, ist der Spaziergang durch Degerschlacht. Ich sehe, was sich verändert, was mir auffällt und worüber es sich zu schreiben lohnt. Und ganz nebenbei tut mir das auch selbst gut: rauskommen, Bewegung, frische Luft – und manchmal ergibt sich daraus unterwegs sogar ein kleines Schwätzchen.

5 Fragen an …

Aus diesen Begegnungen ist gleich die nächste Idee entstanden: „5 Fragen an …“
An Menschen, die mir beim Spazierengehen begegnen – unabhängig davon, ob sie bekannt sind oder einfach Teil des Alltags hier in Degerschlacht.

Menschen, Geschichten, Gespräche

Daneben gibt es natürlich auch viele Persönlichkeiten, die ich euch gerne vorstellen möchte: aus Politik, Kultur, Vereinen oder der Dorfgeschichte. Einige Ideen dafür liegen schon im Notizbuch. Und wer weiß – vielleicht ist der eine oder die andere auch bereit, sich für einen Podcast „Auf einen Kaffee in Degerschlacht“ mit mir zu treffen.

Was sonst noch kommt

Dazu kommen weiterhin Berichte über Dorfgespräche, Veranstaltungen, Vereinsleben und Ortschaftsratssitzungen.

Und wie es weitergeht

Was davon wann erscheint, wird sich zeigen. Nicht alles entsteht gleichzeitig, manches braucht Zeit. Aber eines ist sicher: Ich bleibe dran, gehe raus, höre zu und erzähle weiter. Ich hab Spaß am Erzählen, am Schreiben, daran zu sehen, was passiert, Menschen zu treffen – und hoffentlich habt ihr auch Freude daran, meine Geschichten zu lesen. Oder, falls es zeitlich passt und Gesprächspartner mitmachen, auch zu hören.

Und wenn euch etwas einfällt, worüber ich berichten sollte – sagt mir einfach Bescheid.

Darüber freut sich eure

Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Das war 2025 – ein Rückblick

Das war 2025 – ein Rückblick

Das war 2025

ein Rückblick

2025 ist nun endgültig vorbei.

Wie war es?
Woran erinnere ich mich, wenn ich an dieses Jahr zurückdenke?

Spontan fällt mir eine Menge ein: Wintervögel, Feste, Wanderungen, neue Ideen. Das Bildungshaus mit neuer Leitung, Dorffest, Narren – und ein paar ganz persönliche Highlights.

Hier hab ich einen kleinen Rückblick für euch zusammengestellt.

Januar - Wintervögel und ein Blick aus dem Fenster

Zu Beginn des Jahres stand die Wintervogelzählung des NABU. Einige Leser machten mit, und das Ergebnis war gar nicht so schlecht. Es gab sie, unsere gefiederten Freunde in Degerschlacht: Eulen, Falken, Amseln, Meisen, Rotkehlchen, Elstern, Tauben und Krähen.
Umso besorgter schaue ich jetzt aus dem Fenster. Seit es richtig kalt ist, habe ich genau eine Amsel und eine Meise gesehen. Nicht einmal Krähen oder Tauben lassen sich blicken – dabei waren die sonst immer da.

Februar – Narren, Eulen und das Rathaus im Ausnahmezustand

Am schmotzigen Doschtig übernahmen wie jedes Jahr die Narren das Regiment im Rathaus. Es regierten Spaß, Freude, Eulen und Wildsaua – bis zum Aschermittwoch. Danach mussten Ute und das Rathausteam wieder Ordnung ins Chaos bringen. Auch das gelang ihnen erneut erstaunlich souverän.

März – Vereinssitzungen, Abschied und neue Ideen

Im März fand ich mich plötzlich als Schriftführerin des Albvereins wieder. Ganz so überraschend war es nicht – man hatte mich gefragt, und ich hatte Ja gesagt. Und ich habe es bis heute keinen einzigen Tag bereut.
Der Albverein ist weit mehr, als ich je vermutet hätte. Wir haben Ideen, wir setzen sie um, und das Schönste daran: Die Degerschlachter ziehen mit. Das macht sichtbar Freude – uns und ihnen.

Ebenfalls im März wurde beschlossen, den Männergesangsverein Eintracht Degerschlacht aufzulösen. Ein Verein von 1897 – endgültig Geschichte. Das ist schade. Vor allem, weil sich dabei zeigte: Die Degerschlachter singen eigentlich gern.
Der Verein war immer ein reiner Männerchor. Frauen hatten nur den Kirchenchor – anspruchsvoll, mit Probenpflicht. Für viele war das keine Option.
Die Frage war also: Was machen die, die einfach nur singen wollen?
Antwort: Einfach singen. Ohne Anspruch. Ohne Verpflichtung. Aus Freude.

April – Bildungshaus, Bücher und Geschichten aus Degerschlacht

Im April war es endlich so weit: Das Bildungshaus wurde fertig. Die Kinder konnten aus dem Provisorium in Orschel-Hagen zurück in das neu umgebaute Haus – mit Garten, Küche, Mensa und allem, was dazugehört. Auch eine neue Leitung hat das Bildungshaus seit 2025.
Kurz darauf wurde eine Formaldehydbelastung festgestellt. Einige Räume konnten zunächst nicht genutzt werden. Inzwischen sind die belasteten Einrichtungsteile ausgetauscht, und Haus und Garten können vollständig genutzt werden – so, wie es geplant war.

Ebenfalls im April: Degerschlacht hat einen sehr erfolgreichen Fantasy-Autor. Seine Trilogie „Arrandur“ traf offenbar genau den Nerv vieler Leser.
Und er ist nicht der Einzige hier, der Geschichten erzählt. Am 28. Februar werde ich mit meinen eigenen Buchideen einen Stand auf der Stuttgarter Buchmesse haben. Vielleicht frage ich ihn einfach mal, ob er auch dabei sein möchte.

Mai – Offene Fragen: Lärmaktionsplan und Pflegeheim

Im Mai lehnte der Reutlinger Gemeinderat den Lärmaktionsplan ab – völlig unverständlich für alle, die daran gearbeitet hatten. Der Plan war über Jahre fortgeschrieben, von Ortschaftsräten einstimmig beschlossen und hätte eine Ausweitung der Tempo-30-Zone bedeutet.
Mit einem Beschluss war diese Arbeit plötzlich wertlos. Seitdem herrscht Funkstille. Wie es weitergeht, weiß offenbar niemand – oder es sagt zumindest niemand.

Auch beim geplanten Pflegeheim in Degerschlacht ist die Lage weiter unklar. Grundstück und Investor sind vorhanden, ein Betreiber fehlt. Der Grund: fehlendes Pflegepersonal.

Juni – Stadtradeln und 171 Kilometer rund um Köln

Im Juni war Degerschlacht wieder beim Stadtradeln dabei. 26 Radler fuhren in drei Wochen 5.524 Kilometer und sparten dabei rechnerisch 76 Tonnen CO₂ ein.

Und dann war da natürlich Köln.
171 Kilometer rund um Köln, die Martin in 33 Stunden erwandert ist. Ich war als Support dabei – und habe genauso wenig geschlafen. Es war für ihn ein außergewöhnliches Erlebnis, aber auch für mich.
Daraus entstand meine erste Podcast-Serie. Sie hat mir enormen Spaß gemacht. Leider fehlte oft die Zeit für mehr. Vielleicht gelingt mir 2026 mehr Regelmäßigkeit.

Juli – Dorffest und singende Kinder

Im Juli feierten wir Dorffest. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Kinder aus Kindergarten und Schule mit ihrem Lied:
„Die Eul, die Eul, die Eule tanzt …“

September – Klappstühle, Begegnungen und Wasserspielplatz

Im September fand das erste Klappstuhltreffen im Hof des Kinderhauses statt. Eine Idee des Bezirksgemeinderats – und eine richtig gute. Nachbarn kamen ins Gespräch, auch mit denen, die man sonst kaum trifft.
Ein nächstes Mal muss es geben.

Ebenfalls im Sommer, zwischen Juni und September, wurde der kleine Wasserspielplatz in der Arnold-Böcklin-Straße saniert. Pünktlich zum Ende der Sommerferien war er wieder nutzbar – und wird seitdem intensiv genutzt. Von Kindern. Und auch die Eltern sind begeistert.

Oktober – Tag der Aussicht und Degerschlacht im Fokus

Im Oktober entdeckte die Stadt Reutlingen Degerschlacht als Ort für ihren „Tag der Aussicht“. Rund 40 Menschen aus dem gesamten Kreis liefen mit uns um den Ort und erfuhren viel über seine Geschichte.
Der Regen störte niemanden. Der Abschluss bei Antipasti und Pizza im Sportheim war eine tolle Idee.

November – Offenes Singen und Dämmerungswanderung

Im November setzten Ute und ich schließlich um, was im Frühjahr entstanden war: das Offene Singen.
Die Resonanz war überwältigend. Der erste Abend ein voller Erfolg. Damit ist klar: 2026 wird es vier Offene Singabende geben – unter dem Dach des Albvereins.

Auch die Dämmerungswanderung des Albvereins fiel in diesen Monat. 50 angemeldete Personen, vor allem Familien – wir wurden förmlich überrannt. Gemeinsam suchten wir das Licht auf den Feldern und brachten es zurück nach Degerschlacht. Es war ziemlich nass. Den ganzen Tag hatte es geregnet. Doch das hat niemanden abgeschreckt. Alle, die angemeldet waren, sind gekommen und vermutlich noch ein paar mehr. Es hat einfach Spaß gemacht. Auch uns.

Raus aus dem Sofa – ein Spaziergang durch Degerschlacht

Raus aus dem Sofa – ein Spaziergang durch Degerschlacht

Raus aus dem Sofa – ein Spaziergang durch Degerschlacht

Dieser Artikel kommt diesmal leider nicht ganz ohne Worte aus …

Raus aus dem Sofa

„Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen“, heißt es. Ich hatte nun also lange genug auf Sofas gesessen und mich dort vorwiegend mit Essen beschäftigt.
Ich muss raus, dachte ich. Und als ich heute Morgen in der Küche saß und aus dem Fenster sah, da sah das Wetter einfach traumhaft aus. Knackig kalt. Das Thermometer zeigte –8 Grad.
Aber der Reif auf Bäumen, Sträuchern, Dächern, Wiesen – ich musste einfach raus.

Dick eingepackt

Also zog ich lange Unterwäsche an, den dicksten Pullover, den ich habe, Mütze, Schal, Handschuhe, die warme Winterjacke, gefütterte Schuhe, zog die Kapuze tief ins Gesicht und machte mich auf den Weg. Auf einen Spaziergang durch Degerschlacht.

Alte Wege, alte Erinnerungen

Ich lief los. Alte, vertraute Wege. Und dabei kamen eine Menge Erinnerungen hoch.
Daran, dass die Kinder früher in der Talstraße gespielt haben. Als die Tiergartenstraße ihrem Namen noch alle Ehre gemacht hat. Eigentlich war es nur ein ganz kleiner Weg. Und er führte vorbei an einem Hühnergehege. Ich bin dort regelmäßig mit den Kindern an der Hand vorbeigelaufen. Die Kinder unterhielten sich dann angeregt mit den Hühnern. Mehr als „Gagg“ konnten sie letztendlich aber auch nicht sagen.

Schafe, Schwestern und ein Versprechen

Auf der Wiese an der Seite zu den Feldern hinaus, weiden auch heute manchmal Schafe. Heute waren sie nicht zu sehen. Vielleicht war ihnen zu kalt.

Da, wo heute die Baustelle steht, wohnten damals zwei Schwestern, die peinlich genau darauf achteten, dass die Kinder ja ihren Zaun nicht berührten. Daneben war ein kleines Haus. Ich erinnere mich daran, dass es dort einmal gebrannt hat. Unser Nachbar hatte damals einen Hund und war bei der Feuerwehr.
„Wenn hier bei euch mal etwas passieren sollte, sind wir da“, versprach er. „Wir passen auf euch auf.“

Container, Kunst und kleine Entdeckungen

Der Altmetall-Container ist für viele ein Segen. Egal, ob Altmetall oder Elektroschrott – der Besitzer des Containers freut sich.

Das kleine Kunstgewerbehäuschen gab es früher noch nicht. Aber es ist eine echte Bereicherung, finde ich.

Die Bäume sahen heute einfach zauberhaft aus. Manche waren skurril gewachsen, hatten Vogelhäuschen und Insektenhotels. Die Achalm, die man sonst von der Talstraße aus gut sehen kann, konnte man heute Morgen bestenfalls erahnen.

Friedhofsblick

Der Friedhof mit dem Platz gegenüber, auf dem einmal ein Pflegeheim entstehen soll …
Ich finde den Standort ja ein ganz kleines bisschen makaber. Andererseits: Es gibt dort immerhin auch einen Parkplatz.

Steinlöwen und bellende Erinnerungen

Die Steinlöwen rechts und links der Einfahrt in der Jerg-Wurster-Straße stehen dort schon ewig. Wenn ich vor vielen Jahren mit unserem Hund dort vorbeiging, hat er sie jedes Mal ordentlich verbellt. Ich bin dann später meistens doch lieber einen Umweg gegangen.

Gartenschilder und kleine Scherze

In manchen Gärten wachsen Hufeisen, andere bieten Unkraut an und warnen auf nette Weise vor dem Hund …

Und eigentlich ist in der Käthe-Kollwitz-Straße Tempo 30. Aber irgendeinem Witzbold schien das nicht zu gefallen. Er hat kurzerhand ein Tempo-40-Schild an den Laternenpfahl geklebt.

Die Krone, die keine mehr ist

Das, was früher einmal die Krone war, ist heute ein Wohnhaus. Damals gehörte ein wunderschöner Garten zum Gasthaus. Es hätte wirklich schön sein können. Andreas Dörr hatte mit seinem GEA-Artikel „Es goht halt nemme …“ über die beiden Schwestern, die dort die Wirtschaft geführt hatten, sogar einen Preis gewonnen.

Hühner auf Abwegen

Manchmal musste man auf der Leopoldstraße besonders aufpassen. Früher stand dort an der Ecke, da, wo es nach K’furt runtergeht, ein Bauernhaus. Und auf dem Hof gab es Hühner. Manchmal büxte eines aus, lief aufgeregt die Leopoldstraße auf und ab und blockierte den Verkehr.

Bei uns hinterm Haus waren die Hühner von Frau Schäfer. Ich fütterte sie mit Salatabfällen und Essensresten, und manchmal bekam ich dafür ein paar Eier, wenn die Hennen gut gelegt hatten.

Heute gibt es übrigens manchmal wieder Hühner in der Leopoldstraße. Gut eingezäunt. Heute waren sie nicht zu sehen. Aber bei dem Wetter wäre das für sie wohl auch nicht gut gewesen.

Einfach gut

Der Spaziergang hat mir gutgetan.
Ich denke, ich werde es wieder tun.

Sagt
eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.