Auch Degerschlacht wählt die Grünen in den Landtag

Auch Degerschlacht wählt die Grünen in den Landtag

Auch Degerschlacht wählt die Grünen in den Landtag

Wir haben einen neuen Ministerpräsident: Cem Özdemir. Wenn es auf Landesebene auch ein Kopf-an-Kopf-Rennen war – in Degerschlacht fiel das Votum eindeutig aus. Die Degerschlachter wollte Cem. Und wählten ihn mit 34,6 % der Stimmen.

Bei den Erststimme sah das Verhältnis ein bisschen anders aus: Da lag der Direktkandidat der CDU, Dr. Max Menton mit 37,8%% der Stimmen klar vorn. Vielleicht wollten die Degerschlachter da einfach auf Nummer Sicher gehen und ein Korrektiv im Landtag wissen. Jemand, der ein bisschen aufpasst, was Cem Özdemirs Team macht.

Zum ersten mal ab 16 wahlberechtigt

In Degerschlacht gab es insgesamt 1632 Wahlberechtigte. Diesmal waren es so viele, weil in diesem Jahr auch zum ersten Mal alle Degerschlachter schon ab 16 Jahren wahlberechtigt waren. Unser Wahlkreis gehörte diesmal zu den Wahlkreisen, die für die Statistik ausgewählt wurden. Dazu bekam jeder je nach Jahrgang einen entsprechenden Stimmzettel. Damit kann ausgewertet werden, welche Generation wie gewählt hat, auch aufgeteilt nach Geschlecht.

Auf diese Auswertung bin ich gespannt. Leider muss ich darauf wohl noch etwas warten. Die Zahlen jedenfalls lagen bis zu dem Zeitpunkt, während ich das hier schreibe, leider noch nicht vor.  Ich bin gespannt. Vielleicht kann ich die ja noch nachliefern.

Urnenwahlbeteiligung 49,8%

Von diesen 1632 Wahlberechtigten sind 812 an die Urnen im Gemeindehaus und in der Turn- und Festhalle gegangen. Das ist eine Urnenwahlbeteiligung von 49,8%. Doch dieses Verhältnis spiegelt die Wahlbeteiligung ganz und gar nicht wider. Schließlich werden hier nur die Wähler gezählt, die persönlich an die Urnen gegangen sind. Auch diesmal haben sehr viele von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse der Briefwahlen werden leider nicht nach Wahlbezirken aufgeschlüsselt gezählt, sondern der Ergebnis der Gesamtstadt Reutlingen zugeordnet. Was schade ist. Denn Degerschlacht hatte wirklich viele Briefwähler.

Die Stimmen der Degerschlachter im Einzelnen:

Auch Reutlingen spiegelt damit den Gesamttrend des Landes wider.

Einziger Unterschied: Nach dem Willen der Wähler in unserer Stadt wären auch die Linke in den Landtag eingezogen.

 

Ergebnis Briefwähler nur imErgebnis des Gesamtstadtgebiets

Als ich an der Urne war und meine Wahlbenachrichtigung abgegeben hab, konnte ich sehen, dass viele Wähler in der Liste eine Markierung als Briefwähler hatten.

Die Ergebnisse der Urnenwahl in Degerschlacht entsprechen insgesamt aber dem der Gesamtstadt:

Sie wählten die Grünen in den Landtag und damit Cem Özdemir zum neuen Ministerpräsidenten (34%) und schickten Dr. Max Menton von der CDU mit ihrer Erststimme in den Landtag (32,8%).

Und hier noch die Ergebnisse der Parteien, die unter „Sonstige“ zusammengefasst sind:

 WahlkreisbewerberErststimmenZweitstimmen

FREIE WÄHLER
19
Die PARTEI7
dieBasis0
KlimalisteBW0
ÖDPDietrich, Matthias53
Volt2
Bündnis CMaigler, Joachim42
PdH0
Verjüngungsforschung0
BSWHerbig, Günter1214
Die Gerechtigkeitspartei1
PDR1
PdF1
Tierschutzpartei14
WerteUnion0
Kinder befreit und Rathaus übernommen

Kinder befreit und Rathaus übernommen

Kinder befreit und Rathaus übernommen

Eulen fliegen auch bei Regen. Und den Wildsaua macht so ein bisschen Wasser von oben auch nichts aus. Am schmotzigen Donnerstag waren sie gemeinsam im Ort unterwegs. Sie starteten beim Bäcker – natürlich. Denn ohne einen g’scheiten Kaffee und ordentliche Fasnetsküchle geht an so einem Tag gar nichts.

Eulen und Wildsaua unterwegs im Ort

Und weil es ja bekanntlich auch Kraft kostet, wenn man Schüler und Kindergartenkinder befreien und schließlich das Rathaus übernehmen will, kehrten sie dann nochmal beim Metzger ein, bevor sie sich auf die Socken machten. Die Socken sind allerdings nur symbolisch gemeint, denn weder Eulen noch Wildsauen tragen bekanntlich ja Socken.

Die neue Obereule heißt Lukas Nedele

Nachdem Claudia Fäth 19 Jahre die Degerschlachter Eulen regiert hat, ist nun Lukas Nedele die Obereule.

„Wir hatten bis jetzt viele gute Veranstaltungen in der Region“, erzählt er. Die Eulen seien eine bunte Truppe. Die Altersspanne reicht von einem Jahr bis über 70. Insgesamt sieben Eulen gehören inzwischen zu den weißen Eulen. Sie sind über 50 Jahre alt und tragen als Zeichen ihrer Weisheit ein weißes Häs.

 

Weise Eulen im weißen Häs

Mit dem schmotzigen Donnerstag, der Befreiung der Kinder von Schule und Kindergarten und der Übernahme des Regiments im Rathaus geht es nun zum Endspurt. Am Samstag ist dann hier in Degerschlacht nochmal Kinder- und Hallenfasnet und dann kehrt hier Ruhe ein. Die Narren sind dann an Rosenmontag und Fasnetsdienstag noch auf der Schwäbischen Alb unterwegs, dort wo die Fasnetshochburgen sind und ab Aschermittwoch hat auch sie der Alltag wieder.

Denn wir wissen ja alle:
Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

Unterwegs zur Übernahme

Haushalt 2026/27: Sanierung der Auchterhalle hat Priorität

Haushalt 2026/27: Sanierung der Auchterhalle hat Priorität

Haushalt 2026/27: Sanierung der Auchterhalle hat Priorität

Im Mittelpunkt der Sitzung des Bezirksgemeinderats am vergangenen Mittwoch standen die Haushaltsanträge für den Doppelhaushalt 2026/27. Hier ging es um die Frage, welche Vorhaben im Ort vorrangig angegangen werden sollen. Klar wurde schnell: Die Sanierung der Auchterhalle gilt als überfällig.

Mehrere Ratsmitglieder machten deutlich, dass der Sanierungsbedarf inzwischen sichtbar sei. Auch das Gebäudemanagement der Stadt habe diesen bestätigt. Genannt wurden unter anderem eine häufig ausfallende und zu schwache Heizung, ein klebriger und schwer zu reinigender Hallenboden, eine veraltete Küche, beschädigte Außenverkleidungen sowie schwer schließbare Fenster.

„Wenn wir jetzt nicht sanieren, werden die Kosten weiter steigen“, war ein zentrales Argument. Der Antrag, die Mittel bereitzustellen  wurde einstimmig beschlossen.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht
Auchterthalle Degerschlacht

In die Jahre gekommen: Die Auchterthalle ist seit langem sanierungsbedürftig. Darüber waren sich die Räte in Degerschlacht einig. 

Kunstrasenplatz im Nordraum: Einstimmiges Votum für Jugend- und Vereinsarbeit

Kunstrasenplatz im Nordraum: Einstimmiges Votum für Jugend- und Vereinsarbeit

Kunstrasenplatz im Nordraum: Einstimmiges Votum für Jugend- und Vereinsarbeit

Der Antrag, einen Kunstrasenplatz im Nordraum in den städtischen Haushalt aufzunehmen, war einer der zentralen Punkte der Sitzung des Bezirksgemeinderats Degerschlacht. Dass es dabei ganz und gar nicht nur alleine um Sport geht, sondern vor allem auch um Jugendarbeit, Teilhabe und das Vereinsleben im Ort, darüber waren sich alle einig.

Mit über 300 Kindern die größte Jugendgruppe im Nordraum

Ausgangspunkt ist die Situation der Spielgemeinschaft Degerschlacht-Sickenhausen (SG DeSi) und des SR Degerschlacht. Mit über 300 Kindern und Jugendlichen stellt der Verein die größte Jugendgruppe im Nordraum und die drittgrößte in der Region.

„Im Winter gibt es keine Trainingsmöglichkeiten“, erklärte Johannes Hägele, worum es bei den beantragten Umbaumaßnahmen gehe. „Wir haben hier auch eine soziale Verantwortung“, betonte er.

Keine Trainingsmöglichkeiten im Winter

Viel zu oft müsse der Verein auf andere Plätze ausweichen. „Das ist nicht nur organisatorisch schwierig, sondern kostet auch Geld“, so Peter Weber. UZuschüsse gebe es dafür nicht. Die Folgen seien inzwischen schon spürbar: „Einige Jungen und Mädchen haben wegen schlechter Trainingsmöglichkeiten den Verein gewechselt“, weiß Johannes Hägele.

wegen fehlender Trainingsmöglichkeiten den Verein gewechselt

In anderen Stadtteilen scheine es die Probleme nicht zu geben. Da seien die Kapazitäten scheinbar sogar groß genug, dass Plätze vermietet werden können. Um so unverständlicher sei es, dass der Antrag der Degerschlachter immer wieder zurückgestellt werde, findet Jörg Maurer.

Dass es hier bei den Maßnahmen der soziale Aspekt die Hauptrolle spiele, darüber waren sich alle einig.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

sozialer Aspekt im Vordergrund

„Es geht uns vor allem darum, Jugendliche an Vereine und Ehrenamt heranzuführen“,  Um Gemeinschaft. Damit sie im Flecken bleiben und sich einbringen.“ Nur so sei es möglich, die eine lebendige Dorfgemeinschaft zu erhalten.

Es gehe vor allem darum, die Jugendlichen an Vereine und Ehrenamt heranzuführen, um das Vereinsleben lebendig zu halten, erklärte Peter Weber warum er die Unterstützung der Stadt hier für wichtig hält. Natürlich gehe es auch um sportliche Leistung, aber wichtiger seien die Gemeinschaftsaktionen, der Zusammenhalt,. Nur so sei es möglich, ein lebendiges Dorfleben zu erhalten.

„Hier darf jedes Kind kicken“

Was den Sportverein in Degerschlacht so besonders macht, brachte Robby Breusch auf den Punkt: „Hier darf jedes Kind kicken. Niemand wird abgewiesen.“ Auch Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft seien ganz  selbstverständlich integriert.

Das Ergebnis der Abstimmung schließlich war eindeutig: Der Bezirksgemeinderat stimmte einstimmig dafür, dem Antrag Gelder für den Kunstrasenplatzes im Nordraum im kommenden Doppelhaushalt bereitzustellen, zuzustimmen.

Auchterthalle Degerschlacht
Planungsrate für Vereinszimmer beantragt

Planungsrate für Vereinszimmer beantragt

Planungsrate für Vereinszimmer beantragt

Der geplante Anbau eines Vereinszimmers an der Auchtertschule war ebenfalls Thema der Sitzung des Bezirksgemeinderats. Beantragt wurde zunächst eine Planungsrate von 25.000 Euro, für die spätere Umsetzung werden rund 350.000 Euro veranschlagt.

Alleine 70 Schüler werden in der Kernzeit betreut

Der Bedarf ist unumstritten. Das Vereinszimmer soll unter anderem dem Musikverein für Proben, kleineren Gruppen sowie der Kernzeitbetreuung dienen. Von aktuell 80 Schülerinnen und Schülern werden rund 70 in der Kernzeit betreut. Derzeit muss dafür teilweise auf mobile Lösungen ausgewichen werden.

„Hätte man den Anbau gleich erledigt, wäre es billiger geworden.“

„Hätte man den Anbau gleich mit der Erweiterung des Schulgebäudes in Angriff genommen, hätte man vermutlich eine Menge Geld sparen können“, ist Roland Thron überzeugt, dass der Anbau längst hätte erledigt sein können.

Auchterthalle Degerschlacht

Das neue Vereinszimmer soll an den Erweiterungsbau der Auchtertschule angebaut werden (links im Bikld). Rechts im Bild ein Fenster vom aktuellen Vereinszimmer im Anbau der Auchterthalle.

Alle Anschlüsse sind bereits vorhanden

Zumindes seien damals schon alle notwendigen Anschlüsse gelegt worden, so dass das Vereinszimmer nun ohne größere Eingriffe „angedockt werden könne, wusste Sylvia Kühbauch. Es müsse also  lediglich angebaut werden.

„Karussellfleisch“ – oder „Der erste Döner kam aus Degerschlacht“

„Karussellfleisch“ – oder „Der erste Döner kam aus Degerschlacht“

„Karussellfleisch“ – oder „Der erste Döner kam aus Degerschlacht“

Wo und wie in Reutlingen der erste „Deutsche Döner“ entstand und warum er einst „Karussellfleisch“ hieß

Ein Stück Degerschlachter Geschichte – erzählt von Wilfried Gehr

Wer hat’s erfunden?

Es gibt manche Geschichten um die Entstehung des „Deutschen Döner“.

Berlin behauptet und weist offiziell nach, dass türkische Berliner ihn 1972 erstmals dort angeboten haben. Das mag ja stimmen.

Den ersten Döner gabs 1969 beim Reutlinger Stadtfest

Nachweislich gab es aber schon beim ersten Reutlinger Stadtfest im Jahr 1969 einen Döner in dieser heutigen Form.

Allerdings wurde er beim Stadtfest als „Karussellfleisch“ verkauft, weil die Erfinder dachten, dass die Reutlinger nichts mit den Worten Döner oder Giros anfangen können.

Um die Entstehung und das wer und wo findet man im Internet viele Geschichten und Spekulationen.

Als Zeitzeuge kann ich zur Aufklärung beitragen:“

An den Ausführungen im Netz, dass es ein Grieche war, der den Deutschen Döner erfunden hat, dass Stelios Kantos dabei war, dass Leberkäse mit drin war, dass die Verkaufspremiere beim Stadtfest Reutlingen 1969, also zwei Jahre vor Berlin war, ist was dran!

Die ganze Geschichte:

Als das erste Reutlinger Stadtfest 1969 anstand wollten sich auch die Degerschlachter Vereine und Wirte einbringen.

Gastwirt und Pächter im Sportheim des SV Degerschlacht war damals der pfiffiger Grieche  „Apostolos“.  (Später hatte Apostolos lange eine griechische Gaststätte am Reutlinger Bahnhof).

 Die Idee vom riesigen Fleischspieß wie in der Heimat

Apostolos hatte die Idee von einem riesigen Fleischspieß, wie er ihn ähnlich von seiner Heimat in Erinnerung hatte und das Rezept kannte er nicht mehr.

Einen grossen Spieß hatte er auch nicht. Aber die Leute am Stammtisch im Degerschlachter Sportheim haben geholfen.

Ein dort hängender recht grosser gusseiserner Halter für eine 3-Liter oder 5-Liter Flasche Scharlachberg Meisterbrand wurde als Ständer und Basis für den Spieß auserkoren.

 Flaschenhalter mit Kurbel zum Drehen

Der Schlosser vom Ort, Rudi Lumpp, wurde beauftragt, einen riesigen Spieß zu fertigen und diesen mit einer Kurbel zum Drehen an den Halter zu bauen.

Als Fleischheizung brachte Karl Schelling von der Firma Wagner am Buckel einen alten Elektroofen der dort beim Pförtner stand, ein.

 Elektroofen von der Firma Wagner

In der Zimmerer-Werkstatt von meinem Vater, Wilhelm Gehr, in der heutigen Martin Knapp Straße wurden dann der gusseiserne Ständer und die Heizspiralen aus dem alten Ofen auf ein sehr dickes eichenes Holz, das eigentlich als Treppenstufe vorgesehen war, geschraubt. Für den Anfang wurde der Spieß von Hand gedreht. Später sollte dann noch ein Motorle angebaut werden.

Beim Einschalten flog die Sicherung raus

Weil beim Einschalten der abenteuerlich an die Spießform angepassten Heizspirale aus dem Ofen immer wieder die Stromsicherung raus flog, wurde extra der Elektriker Weber aus Wannweil angefordert. Der hatte eine Lösung gefunden.

Hier fing alles an: Der erste Döner hieß Karussellfleisch und kam aus Degerschlacht

Hier fing alles an: Im Sportheim Degerschlacht gab es schon 1969 den ersten deutschen Döner – zwei Jahre bevor die Berliner ihn entdeckten. 

 Der Spieß auf der Hobelmaschine

Der Testlauf mit Probeessen fand dann auch in der Werkstatt der Zimmerei statt. Apostolos brachte das Fleisch und tatsächlich auch Leberkäse mit. Er und Stelios bestückten den Spieß auf der Hobelmaschine. Was die da reinpacken weiss ich nicht. Alle hatten aber ihren Spaß.

Knoblauch aus Sickenhausen und Weckle vom Degerschlachter Bäcker

Sepp Litter musste extra nach Sickenhausen fahren, weil nur er den benötigten Knoblauch zuhause hatte.  Wilhelm Knapp und ich haben damals erstmals Knoblauch gesehen und ihn kalt gegessen.

Birgit Saur und ich mussten später Weckle vom Degerschlachter Bäcker holen. Dann ging es los.

Testessen und ein flambierter Fleischspieß

Zum Testessen in der Werkstatt waren der frühere Bürgermeister Manfred Saur, Karl Schelling, Heinz Jedele, Hans Vogel, Ernst Weimar, Erich Rist, Kurt Pfanner, Rolf Grauer, Kurt Schmid, Wilhelm Knapp, Ewald Kirschbaum und Richard Schäfer sowie die Kinder Birgit Saur und ich da.

Richard Schäfer brachte eine riesige Flasche Scharlachberg Meisterbrand mit. Irgendwann haben die Feiernden dann sogar den Fleischspieß mit dem Weinbrand flambiert.

Das größte Messer im Dorf für die Griechen

Heinz Jedele hat das große Messer, mit dem die Griechen das Fleisch abschnitten, immer wieder mit einem Wetzstein für die Sense scharf gemacht.

Weil sehr viel Fett auf die Holzplatte getropft ist, wollte Ewald Kirschbaum über seinen Schwager noch eine hygienische Schale aus Nirosta bei der Firma Rieber in Betzingen besorgen.

Fleisch und Joghurtsoße im Weckle ohne Teller

Da nicht genügend Teller da waren, hat Apostolos das Fleisch und die Joghurtsoße mit Gurken, welche die Frau von Apostolos brachte, einfach direkt in die aufgeschnittenen Weckle gesteckt. Flecken in der Kleidung und auf dem Werkstattboden als Folge waren klar.

 Diskussionen um den Namen

Wegen dem Namen für das neue Fleischgericht beim Stadtfest gab es Diskussionen. Die Leute waren der Meinung, dass niemand von den Festbesucheen mit den Bezeichnungen Kebab oder Giros etwas anfangen kann und das zu ausländisch klang.

Es wurden Namen dann Namen wie „Cognacfleisch“, „Griechen-“ oder „Türkenfutter“ genannt.

Am Schluss haben sie sich die sehr lange Feiernden dann auf Karussellfleisch geeinigt. Als solches wurde der Kebab dann auch beim Stadtfest verkauft.

Karussellfleischessen auf dem Marktplatz beim Stadtfest

Beim Stadtfest selbst hatte die Feuerwehr Degerschlacht, bei der ich war, mit einem  Nagelbalken ein gutes Geschäft gemacht. Deshalb haben wir uns selbst zum Karussellfleischessen auf den Marktplatz eingeladen.

Wer hats erfunden? Wir  Degerschlachter!

Es ist also definitiv klar, dass der erste „Deutsche Kebab“ in Reutlingen, genauer gesagt in Reutlingen-Degerschlacht, entstanden ist. Die Antwort auf „wer hat’s erfunden“ ist damit klar!

Wilfried Gehr