Wandern, Singen, Saft pressen und 70 Jahre treue Mitglieder

Wandern, Singen, Saft pressen und 70 Jahre treue Mitglieder

– Ehrenamt –

Wandern, Singen, Saft pressen und 70 Jahre treue Mitglieder

Es war ein langer, aber schöner Abend. Am 20. Februar trafen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Degerschlacht des Schwäbischen Albvereins zur Jahresversammlung im evangelischen Gemeindehaus – und hatten einiges zu feiern, zu erinnern und zu berichten.

Zu Beginn gedachte die Versammlung der Mitglieder, die nicht mehr dabei sein können: Andreas Reinhard, Heidrun Riehle, Marta Schmid und Robert Eberwein. Sie fehlen.

Ein Steppke als Hilfskassierer

Fünf Mitglieder waren es, die für ihre langjährige Treue vom Vorstand geehrt werden konnten:  Rainer Hägele gehört seit stolzen 70 Jahren zum Verein – und das buchstäblich von Kindesbeinen an. Schon als kleiner Steppke wurde er vom Kassierer losgeschickt, um bei den Mitgliedern die Beiträge einzukassieren. Bar, versteht sich.

Ein kleiner Hilfskassierer, der heute wohl für ziemliche Verwirrung bei den Datenschützern sorgen würde. Ganz zu schweigen davon, ein Kind mit so viel Bargeld in der Tasche auf die Straße zu schicken.

Eberhard Ruggaber ist seit 60 Jahren dabei, und gleich drei Mitglieder feiern ihre 40-jährige Treue: Katharina Kunert, Annemarie Neher und Markus Schanz. Herzlichen Glückwunsch an alle fünf!

Eulen gebastelt und Apfelsaft gepresst

Im vergangenen Jahr war eine Menge los. Familien haben auf der Vereinswiese Eulen gebastelt und Apfelsaft gepresst, der Nikolaus kam auf den Schulhof, und bei der Dämmerungswanderung im November machten sich 50 Menschen bei Regen auf die Suche um das verschwundene Licht zurüch nach Degerschlacht zu bringen . Die Sonnwendfeier hatte erstmals eine richtige Feuerschale, an der man sich aufwärmen und Rote Wurst braten konnte. Und wer singt, war beim neuen Offenen Singen herzlich willkommen – ohne Noten, ohne Verpflichtungen, einfach so.

 268 gewanderte Kilometer

Wanderwart Peter Schweikert ließ das Jahr in Zahlen Revue passieren, und die konnten  sich sehen lassen: 22 Touren, 465 Teilnehmende, darunter 102 Kinder, 268 gewanderte Kilometer – alles gestemmt von Ehrenamtlichen, die dafür zusammen 465 Stunden investiert haben. Vom Brezelmarkt in Altenriet über die Zwei-Tageswanderung auf den Rossberg bis zum Crêpes-Stand beim Dorffest war wirklich für jeden etwas dabei.

Schon als kleiner Steppke im Verein engagiert: Rainer Hägele wurde für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Bei der Jahresversammlung wurden geehrt
für 70 Jahre: Rainer Hägele
für 60 Jahre: Eberhard Ruggaber
für 40 Jahre: Katharina Kunert
für 40 Jahre Annemarie Neher
und Markus Schanz, ebenfalls für 40 Jahre.

Ute Dunkl wurde als Kassenprüferin neu gewählt. Sie tritt die Nachfolge für Andreas Reinhard an.

70-Jähriges Jubiläum am 16. Oktober

Und wer jetzt schon einen Termin vormerken möchte: Am 16. Oktober 2026 feiert die Ortsgruppe ihr 70-jähriges Jubiläum. Wenn jemand noch alte Fotos von früheren gemeinsamen Treffen hat, würde sich der Verein freuen, an dem Abend zeigen zu können. Ein schöner Abend soll es werden. Die Planungen laufen bereits.

Gewürfelt und geteilt: Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Gewürfelt und geteilt: Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Gewürfelt und geteilt: Mutscheln beim Albverein Degerschlacht

Gemutschelt wurde in diesem Jahr fast pünktlich. Eigentlich wäre es am Donnerstag nach dem Dreikönigstag gewesen. Aber der Sonntag war noch ganz nah dran. Da hatte sich nämlich diesmal die Degerschlachter Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins zum Mutscheln verabredet.

Ein Teil der Gruppe nutzte die Gelegenheit für einen Spaziergang vom Parkplatz an der Auchterthalle zur Sportgaststätte Faulbaum nach Kirchentellinsfurt. Der Rest kam mit dem Auto. Schließlich mussten ja auch Mutscheln, Würfel und Würfelbecher irgendwie dorthin transportiert werden.

Kirchenfenster und s‘ nackerte Luisle

In der Gaststätte wurde in vier Gruppen gewürfelt. Gespielt wurden unter anderem:

  • Große und kleine Hausnummer
  • Kirchenfenster
  • Der Wächter bläst vom Turm und natürlich das
  • Nackerte Luisle

Zum Aufschreiben hatte man mich als Schriftführerin des Vereins eingeteilt.  Mich. Dabei habe ich vom Mutscheln eigentlich überhaupt keine Ahnung. Ich bin keine gebürtige Reutlingerin und nicht mit diesem Brauch aufgewachsen. Also bin ich vor jedem Spiel zu den anderen Gruppen gelaufen und habe mir erklären lassen, wie gespielt und gezählt wird.

Anfängerglück

Und eigentlich ist es mir ja ein kleines bisschen peinlich, aber ich hatte ziemlich viel Glück. Die Mutscheln hab ich dann mit meiner Gruppe geteilt. Wir hatten eine Menge Spaß  und die Mutscheln nebenbei vor uns hingeknabbert. Und das, obwohl wir ja eigentlich noch im Faulbaum zu Abend essen wollten. Egal. Das Abendessen hat uns trotzdem noch gut geschmeckt.Die Mutscheln kamen diesmal nicht aus Degerschlacht. Unser früherer Bäcker Eberhard Ruggaber ist längst im Ruhestand. Er ist heute Mitglied im Degerschlachter Albverein – und spielt nun eben selbst um die Mutscheln. Das sei vorweg verraten: Er hat auch eine oder zwei erwürfelt.

 

„Dohocketdiewoimmerdohocket“

25 Personen hatten sich angemeldet, und fast alle waren gekommen. Was ein wenig nachdenklich stimmt: Trotz Werbung über Albvereins-Webseite, Degerschlacht News, Facebook, Instagram und WhatsApp waren es wieder vor allem die, die immer da sind. Die gleiche Gruppe, die sich auch sonst bei den Stammtischen trifft. Menschen, die schon lange Mitglied sind und gemeinsam älter geworden sind.

Auch Kinder und ihre Eltern mögen Mutscheln. Eigentlich.

Es ist aber immer noch ein sympathisches aufgeschlossenes Team. Und sie hätten es verdient, dass auch jüngere Generationen dabei gewesen wären. Ich bin sicher, auch denen hätte es Spaß gemacht. Mutscheln ist nämlich ganz bestimmt nicht nur etwas für Senioren. Ich wette, es würde auch Kindern und ihren Eltern genau so viel Spaß machen. Was ich persönlich schön fände: Wenn es die Generationen zusammenbringen könnte. Vielleicht im nächsten Jahr?

Darüber würde sich freuen 

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

 

Die Wildsaua send los

Die Wildsaua send los

Die Wildsaua send los

 

Gehört das hier hin?

Irgendwie schon. Aber nur, weil ich gesehen habe, dass unsere Leser danach suchen. Immer wieder gibt es Zugriffe auf den Fasnetsplan der Wildsaua. Und dann ist es der vom letzten Jahr.

Deshalb denke ich, gehört der neue Fasnetsplan auf die aktuelle Seite. Auch, wenn es eine Weihnachtsseite ist und wir euch damit frohe und besinnliche Tage und was man sich sonst so um diese Zeit wünscht, wünschen möchten.

Dann gibt es die Ankündigung eben beim Ausblick 2026 noch einmal.

Also hier ist er jetzt jedenfalls. Der aktuelle

Fasnetsplan der Wilsaua 2026 zum Download.

Damit ihr nichts verpasst: am 10.  Januar geht’s nämlich schon los. Nachmittags findet die erste Kinderfasnet statt und abends laden die Fasnetsfreunde dann zur großen Narrennacht in der Halle und im angrenzenden Zelt ein. Es gilt Kostümpflicht!

Bis zum nächsten Umzug dauert es dann aber noch ein bisschen. Der ist für den 9. Januar 2027 zum 25-Jährigen Bestehen geplant.

 

Viel Spaß wünscht euch

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Nun werden auch die Tage wieder länger …

Nun werden auch die Tage wieder länger …

Nun werden auch die Tage wieder länger …

Die Sonnenwendfeier im Hof der Auchterthalle war genau so, wie man sie sich wünscht. Peter hatte alles mit viel Gespür vorbereitet: Punsch, Gebäck und eine Feuerschale, in der ein offenes Feuer brannte. Rundherum saßen die Leute, brieten ihre Rote Würste über der Glut und kamen miteinander ins Gespräch.

Der Hof, die Bäume, das ganze Gelände waren adventlich beleuchtet und schufen eine ruhige, warme Stimmung. Viele Degerschlachterinnen und Degerschlachter waren gekommen – mehr, als erwartet. Trotzdem hat alles gereicht. Es war unkompliziert, gemütlich und einfach richtig schön.

Veranstaltet wurde die Sonnenwendfeier vom Schwäbischer Albverein – Ortsgruppe Degerschlacht.

Dämmerungswanderung – Wenn ein Dorf dem Regen trotzt

Dämmerungswanderung – Wenn ein Dorf dem Regen trotzt

Dämmerungswanderung – Wenn ein Dorf dem Regen trotzt

Mit so vielen Menschen hatte niemand gerechnet. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – rund die Hälfte davon Kinder zwischen vier und zehn Jahren – kamen am Sonntag zur Dämmerungswanderung des Albvereins. Trotz Regen, trotz grauem Himmel. Und vielleicht wurde es gerade deshalb ein besonderer Abend.

Das Licht war verschwunden

Die Geschichte dahinter: In Degerschlacht war das Licht verschwunden. Keine Sonne, kein Mond, keine Sterne, und auch die Laternen waren dunkel. Die Kinder wollten herausfinden, ob Eulen wirklich ganz ohne Licht auskommen – und trafen unterwegs auf Eulalia, die ihnen erklärte, dass auch Eulen ein kleines bisschen Licht brauchen.

Ein kleines bisschen Licht brauchen eben auch Eulen

So machten sich die Kinder auf die Suche nach dem „verlorenen Licht“. An diesem Abend gab es tatsächlich keine Sonne, kein Mond, keine Sterne und sogar die Laternen am Ort leuchteten nicht. Sie wollten Eulalia helfen. 

Und so liefen sie los, das Licht zu suchen. Sie teilten sich in zwei Gruppen auf. Damit waren die Chancen größer das Licht zu finden. Eine Tour war etwas länger die andere kürzer und für Kinderwagen geeigneter.

Erste Spuren

Schon bald fanden die Kinder erste Spuren: kleine Gläschen mit Lichtern, leuchtende Sterne, Reflektoren, Geheimtinte-Botschaften, die sie mit UV-Lampen sichtbar machten. Sie zündeten gemeinsam Wunderkerzen an und sahen, wie das Licht im Regen zerplatzte.

Als sie den hell erleuchteten Baum und die Bank mit dem großen Stern und Leucht-Smilie sahen, war klar: Sie hatten das Licht gefunden.

Tee und Kekse

Zum Aufwärmen gab es warmen Tee und Kekse. Jedes Kind bekam eine Taschenlampe, ein Knicklicht und durfte sich einen der gefundenen Schätze aussuchen. Gemeinsam brachte die Gruppe das Licht dann zurück nach Degerschlacht. Und tatsächlich: Als alle wieder im Ort ankamen, brannten die Laternen.

Offenes Singen in Degerschlacht – Der Termin steht!

Offenes Singen in Degerschlacht – Der Termin steht!

Offenes Singen in Degerschlacht

am 7. November gehts los!

Gerade kam die Zusage: Pfarrerin Stefanie Fritz hat uns das Gemeindehaus für den Abend des

7. November 2025

freigegeben. Damit ist klar – an diesem Tag startet das erste Offene Singen in Degerschlacht!

Die Idee dazu war entstanden, als wir uns bei der Hauptversammlung des Degerschlachter Gesangvereins getroffen hatten. Der Männerchor hatte damals seine Auflösung beschlossen. (wir berichteten)
Irgendwie schade, fanden wir beide. Denn die Degerschlachter singen gern. Warum es mit dem Gesangverein nicht mehr geklappt hat, mag daran liegen, dass die meisten sich heute nicht mehr unbedingt in Vereinen engagieren wollen. Singen ist durchaus im Trend. Aber lieber einfach nur so. Aus Spaß. Ohne, dass man richtig gut singen können muss – sondern einfach, weil es Freude macht. Und auch auf der Basis der Freiwilligkeit. Ohne die Verpflichtung, bei jeder Probe anwesend sein zu müssen.

So etwas mag der Grund gewesen sein. Aber eigentlich ist das nur eine Vermutung. Genau wissen wir es ja nicht.

„Da muss man doch was machen!“

„Da muss man doch was machen“, fand Ute und überlegte. In ihrer Familie spielte Musik immer schon eine große Rolle: Ihr Mann Wolfgang spielt Gitarre, ihre Tochter singt – und Ute selbst geht regelmäßig zum Offenen Singen ins franz K. in Reutlingen oder ins Sudhaus nach Tübingen. „Können wir so was nicht bei uns machen?“, fragte sie mich, als wir nach der Auflösungssitzung des Gesangvereins zusammensaßen.

Sie wusste, dass ich Klavier und Gitarre spiele, früher in Bands gesungen habe, später in Chören – unter anderem auch im Degerschlachter Kirchenchor – und dann eine Chorleiterausbildung abgeschlossen hatte. Ich hatte schon länger den Gedanken, die Degerschlachter irgendwie zum Singen zu bringen. Nicht jeder steht auf Kirchenmusik, und die Eintracht Degerschlacht war ein reiner Männerchor und wollte es auch bleiben.

Wir hatten schließlich einmal ein kleines „Li(k)chörchen“, das sich einmal im Monat bei uns privat zu Hause getroffen hat. Meist waren wir sechs Leute – es hat richtig Spaß gemacht. Dass es nicht mehr wurden, lag daran, dass es keinen öffentlichen Raum für uns gab. Und wer überwindet schon die Hürde, privat bei fremden Leuten zu klingeln und zu fragen, ob er mitsingen darf?

„Ich frag unsere Pfarrerin“

„Ich frag unsere Pfarrerin“, schlug Ute vor. Das Ziel von Stefanie Fritz, die für Degerschlacht und Sickenhausen zuständig ist, sei es ohnehin, das Gemeindehaus viel stärker auch für Veranstaltungen zu öffnen, die keinen kirchlichen Hintergrund haben. Nun hat sie grünes Licht gegeben – und wir dürfen dort am 7. November starten.

Ich hatte vorgeschlagen, unsere Veranstaltung unter das Dach der Ortsgruppe Degerschlacht des Schwäbischen Albvereins zu stellen. So haben wir einen Verein im Hintergrund und müssen nicht alles als Privatpersonen stemmen. Auch der Albvereinsvorstand hat inzwischen zugestimmt.

Wir können los legen

Die Teilnahme, so haben Ute und ich beschlossen, wird zumindest beim ersten Treffen auf jeden Fall kostenlos sein.

🎶 Mach mit beim Offenen Singen!

  • Welche Stücke singen wir?
  • Wie stellen wir Texte und eventuell auch Noten zur Verfügung?
  • Wie gestalten wir den Ablauf?
  • Brauchen wir Playback oder eine Klavierbegleitung?
  • Können wir Getränke und etwas zum Knabbern bereitstellen – und wer übernimmt die Kosten?

Gut zu wissen: Die Teilnahme am ersten Abend ist kostenlos.

👉 Hast du Lust, uns bei den Vorbereitungen oder am Abend selbst zu unterstützen? Dann melde dich gerne bei uns – wir freuen uns über jede Hilfe!

Damit unser erstes Offenes Singen ein voller Erfolg wird, möchten wir wissen, was euch Freude macht. Einfach ausfüllen - alles ist willkommen

Wie alt bist du?

Singst du gerne?

Welche Musikrichtungen singst du am liebsten?

Was wäre dir wichtig beim Offenen Singen?

Würdest du dich einbringen wollen?

Wir freuen uns auf viele Stimmen, Lieblingslieder, neue Begegnungen – und auf ein Singen, das Degerschlacht gut tut!

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Für Rückfragen, Ideen oder Mitmachlust: post@degerschlacht-news.de