Vorsicht: Eichenprozessionsspinner

Vorsicht: Eichenprozessionsspinner

Vorsicht: Eichenprozessionsspinner

Mit dem Frühsommer beginnt auch die Zeit, in der der Eichenprozessionsspinner in unserer Region aktiv wird – und das nicht ohne Risiko. Die unscheinbaren Raupen, die in langen Reihen an Eichenstämmen auf- und abwandern, können ernste gesundheitliche Beschwerden auslösen – nicht nur bei empfindlichen Personen, sondern auch bei Haustieren.

Was ist der Eichenprozessionsspinner?

Der Eichenprozessionsspinner ist ein nachtaktiver Falter, dessen Raupen sich bevorzugt auf Eichenbäumen niederlassen. Besonders in sonnigen, windgeschützten Lagen – wie sie auch in Degerschlacht vorkommen – findet man sie immer häufiger. Ihre auffällige „Prozession“, also das kriechende Wandern in langen Ketten, ist namensgebend.

Warum sind die Raupen gefährlich?

Ab etwa Mai bilden die Raupen winzige Brennhaare, die mit dem Nesselgift Thaumetopein versehen sind. Diese Härchen brechen leicht ab und werden durch den Wind verteilt. Der Kontakt – auch indirekt über Kleidung oder Luft – kann zu folgenden Beschwerden führen:

  • Starker Juckreiz und Hautausschläge

  • Augenentzündungen

  • Atemprobleme, Hustenreiz oder sogar asthmatische Reaktionen

  • In seltenen Fällen: Fieber oder Kreislaufprobleme

Auch Hunde oder andere Haustiere können betroffen sein – etwa durch Schnüffeln am Boden oder durch direkten Kontakt mit Nestern.

 

Wie erkennt man befallene Bäume?

Achten Sie auf:

  • Weiße, watteartige Gespinste an Eichenstämmen oder dicken Ästen

  • Raupen in Gruppen, meist graubraun mit einem dunklen Rückenstreifen

  • Warnschilder oder Absperrungen – diese sollten unbedingt respektiert werden

Was tun bei Sichtung?

  • Halten Sie Abstand zu befallenen Bäumen

  • Informieren Sie bei Sichtung bitte das Ortsamt, das Grünflächenamt oder die Stadt Reutlingen

  • Nicht selbst aktiv werden! Das Entfernen der Nester ist nur durch Fachbetriebe mit Schutzanzug möglich

Im Notfall

Bei Hautkontakt oder Atembeschwerden:

  • Kleidung sofort wechseln und waschen

  • Duschen, Haare gründlich reinigen

  • Bei Beschwerden: Arzt aufsuchen

Bleiben Sie aufmerksam!

Die Stadt Reutlingen und auch wir in Degerschlacht beobachten die Entwicklung sehr genau. Sollte es zu einem größeren Befall im Ort oder in der Nähe von Spielplätzen, Schulwegen oder beliebten Spazierwegen kommen, werden entsprechende Maßnahmen und Hinweise folgen.

Für Fragen oder Hinweise wenden Sie sich bitte umgehend ans Bezirksamt Degerschlacht, Tel. 07121 / 600101

oder per Mail an bza.degerschlacht@reutlingen.de

Der kleine Wasserspielplatz wird saniert

Der kleine Wasserspielplatz wird saniert

Der kleine Wasserspielplatz wird saniert

Um den kleinen Wasserspielplatz in der Arnold-Böcklin-Straße ging es gleich zu Beginn der Ortschaftsratssitzung am vergangenen Mittwoch. Die gute Nachricht: Er wird grundlegend saniert. Die Stadt Reutlingen hat zugesichert, dass die Arbeiten bis Ende der Sommerferien abgeschlossen sein sollen.

Fragen aus der Nachbarschaft

„Marktplatz Degerschlacht“ – so heißt eine Degerschlachter WhatsApp-Gruppe. Hier werden Dinge gesucht oder angeboten, Blitzer gemeldet, Beobachtungen geteilt und Fragen gestellt.

Mitte Mai schrieb eine Nutzerin:

„Weiß irgendjemand, was mit dem kleinen Spielplatz in Degerschlacht passieren soll?“

Das Wasserspiel sei abgebaut, das Klettergerüst verschwunden – und auf Rückfragen beim Bezirksamt habe es keine klare Antwort gegeben.

Ein Ort voller Erinnerungen

Die Frage beschäftigte offensichtlich viele. Der Spielplatz hat Geschichte. Ich erinnere mich auch noch gut daran, wie es war, wenn ich dort früher mit den Kindern war.

Wir liebten diesen Platz: Schatten unter Bäumen, ein Picknicktisch fürs Vesper – und im Sommer: Wasser läppern, bis alle nass und glücklich waren.

Heute sind sie erwachsen – einige haben selbst schon Kinder.

Nachgehakt im Rathaus

Schließlich wollte ich es genau wissen – und fragte nach.

Weil sich bereits eine andere Degerschlachterin im Rathaus erkundigt hatte, hatte eine Mitarbeiterin dort bei der Abteilung Grünwesen nachgehakt. Die erste Antwort war allerdings wenig hilfreich:

„Der wird demnächst geöffnet – Wasserspielplätze sind im Winter geschlossen.“

Eine Standardantwort, die nicht zur Situation vor Ort passte. Denn dort war deutlich mehr passiert: Geräte entfernt, der Platz abgesperrt – ein einfacher Winterschlaf sah anders aus.

Ich bat darum, noch einmal gezielt nachzuhaken – mit dem Hinweis, dass ich die Informationen gerne für Degerschlacht News aufbereiten würde, weil das Thema vielen am Herzen liegt.

Sanierung statt Rückbau

Auf der jüngsten Ortschaftsratssitzung gab es nun unter Punkt 1 der Tagesordnung, „Mitteilungen“, eine klare Antwort – und gute Nachrichten:

Der Spielplatz wird nicht ersatzlos zurückgebaut, sondern komplett saniert. Die Wasserpumpe war defekt, die Geräte stark in die Jahre gekommen. Jetzt wird erneuert, was kaputt oder veraltet ist.

Die Stadt Reutlingen hat zugesichert, dass die Bauarbeiten bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein sollen.

 

Vorfreude auf den Herbst

Das heißt: Rechtzeitig zum Ferienabschluss können wir – und unsere Kinder oder Enkel – dort wieder spielen, klettern, planschen und im Schatten picknicken. So bleibt dieser besondere Ort hoffentlich noch lange ein Platz für schöne Erinnerungen.

Lärmaktionsplan abgelehnt – Was bedeutet das für Degerschlacht?

Lärmaktionsplan abgelehnt – Was bedeutet das für Degerschlacht?

Lärmaktionsplan abgelehnt

Was bedeutet das für Degerschlacht?

Degerschlacht. Die Entscheidung des Reutlinger Gemeinderats zur Fortschreibung des Lärmaktionsplans sorgt auch in Degerschlacht für Unverständnis und Enttäuschung. Trotz intensiver Diskussionen im Degerschlachter Ortschaftsrat und der Hoffnung auf Verbesserungen beim Lärmschutz wurde der Plan vom Gemeinderat überraschend abgelehnt – gegen die Empfehlung der Stadtverwaltung und trotz deutlicher Belastungen in mehreren Straßen unseres Ortes.

„Nein, weil …“ – Degerschlacht fordert mehr Schutz

Bereits im Oktober hatte der Degerschlachter Ortschaftsrat über die geplante Fortschreibung des Lärmaktionsplans diskutiert. Gerhard Lude vom Amt für Stadtentwicklung stellte die Erweiterung der Tempo-30-Zone auf die Osianderstraße und die Jerg-Wurster-Straße vor – beide Straßen überschreiten laut Lärmkartierung gesundheitlich kritische Grenzwerte. 

Doch dem Ortschaftsrat gingen diese Maßnahmen nicht weit genug. Seit Jahren gibt es Forderungen, auch die Martin-Knapp-Straße sowie die Hans-Knecht-Straße bis zu den Ortsschildern mit Tempo 30 zu versehen. Ortsvorsteherin Ute Dunkl betonte: „Die Martin-Knapp-Straße war uns immer ein Anliegen – dort verlaufen Schul- und Kindergartenwege.“ Die Räte kritisierten, dass der Plan ausschließlich den Lärm berücksichtige, nicht aber die Verkehrssicherheit – obwohl beides untrennbar miteinander verknüpft ist. 

Trotz aller Bedenken beschloss der Ortschaftsrat, den Plan mit einem klaren „Nein, weil …“ abzulehnen: nicht gegen Lärmschutz – sondern für mehr davon. Zwei Mitglieder stimmten dennoch zu, aus Sorge, dass sonst gar nichts umgesetzt würde.

Gemeinderat lehnt Fortschreibung komplett ab 

Die Hoffnung, dass der Gemeinderat zumindest die vorgeschlagenen Mindestmaßnahmen genehmigt, wurde enttäuscht: Mit den Stimmen von CDU, AfD, FDP, FWV und WiR wurde die Fortschreibung des Plans insgesamt abgelehnt. Oberbürgermeister Thomas Keck nannte die Entscheidung möglicherweise rechtswidrig und kündigte eine Prüfung durch das Regierungspräsidium an. 

Für Degerschlacht bedeutet das: Keine Ausweitung der Tempo-30-Zone – weder in der Jerg-Wurster- noch in der Osianderstraße. Auch das Ziel einer einheitlichen Regelung auf der gesamten Ortsdurchfahrt, wie sie der Ortschaftsrat einmütig gefordert hatte, bleibt vorerst unerreicht.

 

„Uns fehlen die Worte“

Ortsvorsteherin Ute Dunkl reagierte auf die Entscheidung fassungslos. Gegenüber dem Reutlinger General-Anzeiger erklärte sie: „Mir fehlen die Worte.“ Der Bezirksgemeinderat habe sich intensiv und konstruktiv eingebracht, der Eindruck sei entstanden, dass auf die Bezirksgemeinden gehört werde. „Und jetzt wurde alles gecancelt?“ Die Entscheidung sei eine Enttäuschung, die nicht nur inhaltlich, sondern auch politisch ein schlechtes Signal sei. 

Dabei sei es dem Ortschaftsrat nicht primär um Tempo 30 oder 40 gegangen, sondern um einheitliche Regeln für alle Straßen im Ort – statt eines Flickenteppichs, der für Verwirrung sorgt und keine echten Verbesserungen bringt.

Wie geht es weiter?

Die Stadtverwaltung bleibt dabei: Die gesundheitsschädlichen Lärmwerte machen Maßnahmen erforderlich. Sollte das Regierungspräsidium den Gemeinderatsbeschluss beanstanden, muss der Gemeinderat sich innerhalb von drei Wochen erneut mit dem Plan befassen. 

Degerschlacht wird sich weiterhin für Verbesserungen beim Lärm- und Sicherheitsschutz einsetzen – auch wenn die politischen Hürden aktuell hoch erscheinen. Klar ist: Der Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach klaren, wirksamen Maßnahmen ist da – und verdient Gehör.

 

Umzug und Neuanfang mit neuer Leitung: Das Bildungshaus am Wasserturm

Umzug und Neuanfang mit neuer Leitung: Das Bildungshaus am Wasserturm

Umzug und Neuanfang mit neuer Leitung: Das Bildungshaus am Wasserturm

Nach einer langen Zeit des Umbaus, des Übergangs und der Vorfreude beginnt für das Degerschlachter Bildungshaus nun ein neues Kapitel: Der Umzug zurück an den Wasserturm steht bevor. Mit neuen Räumen, neuen Möglichkeiten – und einem neuen Leiter. In drei kurzen Beiträgen blicken wir auf die besondere Pädagogik des Hauses, auf den geplanten Umzug und auf Benjamin Hempt, der ab sofort die Geschicke des Hauses lenkt.

Umzug zurück nach Degerschlacht: Bald beginnt der Alltag im neuen Bildungshaus

 

Der Termin steht fest

Nun ist es gewiss: Der Termin für den Umzug in das frisch renovierte, um- und ausgebaute Bildungshaus in der Straße Am Wasserturm steht fest. Zwischen dem 16. und 20. Juni packen die Kinder ihre Sachen in der Marie-Curie-Straße zusammen und kehren zurück nach Degerschlacht.
Ab dem 23. Juni beginnt dort der neue Alltag.

Kinder gestalten den Umzug mit

„Die Kinder sind von Anfang an mit einbezogen worden“, berichtet der neue Leiter des Bildungshauses, Benjamin Hempt. Sie haben ihre Ideen eingebracht, überlegt, wie der neue Platz genutzt werden kann – und gemeinsam Kisten gepackt.
„Manche der Kinder kennen das Haus am Wasserturm noch gar nicht“, erklärt Hempt. 40 der aktuell 72 Kinder sind während der Zeit in der Marie-Curie-Straße neu dazugekommen.

Mehr Platz – mehr Möglichkeiten

Bis zu 110 Kinder können künftig im Bildungshaus am Wasserturm betreut werden.
Der neu ausgebaute Standort bietet jetzt viermal so viel Platz wie früher. Das bedeutet eine Menge Organisation und viel Arbeit für Benjamin Hempt: Angebote müssen eingeholt, Bestellungen aufgegeben werden, für Möbel, Spielzeug, pädagogisches Material, aber auch für Geschirr und Besteck. Denn eine eigene Küche gab es bisher noch nicht.

 

Bewegungsraum und Kiss-and-Ride-Zone

Ein Bewegungsraum nach dem Konzept von Elfriede Hengstenberg wurde ebenfalls eingerichtet.
Außerdem steht künftig ein Kiss-and-Ride-Parkplatz für Eltern zur Verfügung, die ihre Kinder mit dem Auto bringen. Doch Hempt rechnet damit, dass viele trotzdem weiterhin zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen. „Viele holen ihre Kinder derzeit an der Schinkelstraße ab“, so Hempt. Dahin sie werden mit dem Bus von der Marie-Curie-Straße gebracht.

Alle helfen mit

Der Umzugswagen ist bestellt. Die pädagogischen Fachkräfte, die Eltern und das Umzugsunternehmen werden gemeinsam anpacken – bis alles an seinem Platz ist. Und auch die Kinder helfen mit, packen Kisten aus und gestalten „ihr“ neues Haus mit.
„In den ersten Tagen wird sich sicher noch einiges verändern“, ist Benjamin Hempt überzeugt.

Einweihung mit Tag der Offenen Tür

Ein Einweihungsfest mit einem Tag der Offenen Tür geplant. Die Vorbereitungen laufen.

Ein Haus fürs Leben: Das Bildungshaus Degerschlacht

 

Bildungsräume, die verbinden

Das Bildungshaus soll Kindern eine durchgängige Bildungsbiografie vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschulzeit ermöglichen. Kindergarten und Grundschule bilden dabei die beiden „Bildungszimmer“ des Hauses.

Vor etwa 10 bis 15 Jahren legten die damalige Leiterin des Kindergartens und der damalige Rektor der Grundschule den Grundstein für diese Idee. „Bildungshäuser gibt es in der Region einige“, erklärt der neue Leiter Benjamin Hempt, „aber keines mit einer so durchgängigen pädagogischen Ausrichtung wie unseres.“

Ein Konzept, das zusammenpasst

Das Prinzip der jahrgangsübergreifenden Klassen der Auchtertschule passe perfekt zu diesem Konzept, so Hempt weiter.
Um die Kinder trotz aller Freiheiten, die die Montessori-Pädagogik der Degerschlachter Grundschule bietet, zum Lernen zu motivieren, sei es entscheidend, ihre Interessen als Brücke zu den Lerninhalten zu nutzen.

Begegnung auf Augenhöhe

Einmal pro Woche besuchen die Grundschulkinder den Kindergarten. Sie lesen vor, halten kleine Präsentationen, basteln, backen oder singen gemeinsam mit den Jüngeren.
Im letzten Kindergartenjahr kommen dann auch die Kindergartenkinder regelmäßig zum Gegenbesuch in die Grundschule.

Das Vorlesen gehört zum Lehrplan. Die Kinder reagieren unterschiedlich darauf. Manche möchten nicht vorlesen, weil sie das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein, um den Jüngeren etwas beizubringen. Andere wiederum genießen die entspannte Atmosphäre. Sie wissen: Auch wenn sie sich mal verhaspeln oder den Faden verlieren – sie geben den Jüngeren trotzdem etwas Wertvolles mit.

Alle pädagogischen Fachkräfte treffen sich einmal im Monat zu einer Teamsitzung auf Augenhöhe.

Das rote und das grüne Zimmer

Im neuen Bildungshaus am Wasserturm gibt es zwei besondere Räume: Das grüne Zimmer ist ausschließlich dem Spiel gewidmet, das rote Zimmer der Vermittlung von Lerninhalten.

„Es gibt Kinder, die wollen partout nicht ins rote Zimmer“, erzählt Hempt aus seiner Erfahrung. Lernen sei für sie negativ belegt. Aber auch im Spielzimmer werde eine Menge gelernt: Mauern werden gebaut, Flaggen gebastelt – ohne Lerneffekt kaum möglich. „Wenn man es richtig angeht und dem Lernen den negativen Touch nimmt, kommen sie irgendwann selbst und fragen: ‚Dürfen wir auch mal ins rote Zimmer gucken?‘“, berichtet Hempt schmunzelnd.

Zusammenwachsen unter einem Dach

Bislang gab es in Degerschlacht drei Einrichtungen: die Kindergärten am Wasserturm und im Container bei der Auchterthalle in der Schinkelstraße sowie die Krippe in der Martin-Knapp-Straße für die ganz Kleinen zwischen einem und drei Jahren.
Seit dem Umzug in das Ausweichquartier in der Marie-Curie-Straße werden die Kinder aus der Schinkelstraße und dem Haus am Wasserturm unter einem Dach betreut. Sie werden auch im neuen Bildungshaus zusammenbleiben.

Trennung, die gut tut

Während der Aufbauphase des Bildungshauses waren zeitweise auch die Krippe und die beiden Kindergärten organisatorisch zusammengelegt – mit einer gemeinsamen Leitung. „Das hat sich auf Dauer jedoch nicht als praktikabel erwiesen“, sagt Hempt. „Die Leitungsperson konnte nicht gleichzeitig in allen drei Häusern präsent sein. Besonders schwierig wurde es, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – ausfiel.“
Deshalb hat die Krippe mittlerweile wieder eine eigene Leitung – und wird diese auch behalten.

Bildungshaus Degerschlacht – auf einen Blick

Ort: Degerschlacht, bei Reutlingen
Konzept: Durchgängige Bildungsbiografie von der Kita bis zum Ende der Grundschule
Pädagogik: Montessori-orientiert, jahrgangsübergreifende Klassen
Besonderheiten:

  • Wöchentliche Besuche zwischen Kindergarten und Grundschule
  • Zwei besondere Lernräume: das grüne Spielzimmer & das rote Lernzimmer
  • Enge Zusammenarbeit aller pädagogischen Fachkräfte
  • Frühzeitige Schulgewöhnung ohne Angst vor dem „Ernst des Lebens“

Leitung: Benjamin Hempt (Grundschule), separate Leitung für die Krippe

Neuer Leiter bringt frischen Wind ins Bildungshaus

Die langjährige Leiterin des Degerschlachter Bildungshauses, Brigitte Frey, hat sich zum Ende des vergangenen Jahres in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolge hat nun Benjamin Hempt übernommen.

Der 38-Jährige lebt in Pfullingen und kommt – wann immer es geht – mit dem Fahrrad ins Bildungshaus. In seiner Patchwork-Familie lebt er mit zwei Kindern im Alter von sechs und elf Jahren. „Da kann ich bei vielen Themen mitsprechen“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Ein erfahrener Pädagoge mit klaren Vorstellungen

Hempt ist staatlich anerkannter Erzieher mit Fachhochschulreife und seit elf Jahren bei der Stadt angestellt. Seine ersten beruflichen Erfahrungen sammelte er als Fachkraft im Kindergarten Planie, der auch einen Schülerhort umfasst. Später übernahm er dort für dreieinhalb Jahre eine Leitungsfunktion.
„Als stellvertretender Leiter hatte ich oft eine Art Sandwich-Position zwischen Team und Leitung“, erzählt er. Auf Dauer sei das unbefriedigend gewesen.

Sieben Jahre und sieben Monate

Sein erstes Ausbildungshaus war das Kinderhaus Jettenburger Straße. 2017 kehrte er dorthin als stellvertretender Leiter zurück. Als die damalige Leiterin schwanger wurde und in Elternzeit ging, übernahm Hempt die Leitung vollständig. Genau sieben Jahre und sieben Monate war er dort verantwortlich.

„Nach so langer Zeit war es an der Zeit, eingefahrene Wege zu verlassen“, sagt er rückblickend. Denn: „Es tut weder der Sache noch den Kindern gut, wenn man nur noch das tut, was ‚wir schon immer so gemacht haben‘.“
Seinen Abschied von den Eltern im Kinderhaus setzte er mit einem Augenzwinkern als  Punkt 7 auf die Tagesordnung.

Mit dem Wechsel nach Degerschlacht will er neue Impulse setzen. Was ihm dabei besonders wichtig ist:

„Die Kinder stehen bei mir immer im Mittelpunkt.“

Die Zuckerhasen von Degerschlacht – Erinnerungen an eine süße Tradition

Die Zuckerhasen von Degerschlacht – Erinnerungen an eine süße Tradition

Die Zuckerhasen von Degerschlacht – Erinnerungen an eine süße Tradition

Eine zufällige Begegnung vor dem Schaufenster der Redaktion hat eine persönliche Erinnerung geweckt – und eine fast vergessene Ostertradition ins Licht gerückt.

Neulich in der Redaktion

Da saß ich – wie so oft – an meinem Schreibtisch und schaute aus dem Fenster. Ich sitze gern hier, mitten im Ort, genau gegenüber der Kreissparkasse und direkt neben der Bushaltestelle. Das heißt: Ich sehe viele Menschen. Und sie sehen mich.

Mir gefällt das. Manchmal bleiben Passanten stehen und schauen in mein Büro. Wobei – meistens wollen sie gar nicht mich sehen. Nein, sie hoffen auf unsere Kätzchen. Die sitzen mitten im Schaufenster und beobachten aufmerksam, was draußen passiert. Sie wissen, dass sie hier sicher sind – und benehmen sich entsprechend.

Kommunikative Kätzchen im Schaufenster

Oft bleiben kleine Kinder mit ihren Eltern stehen. Manchmal auch Senioren mit ihren Betreuern. Und die Kätzchen „sprechen“ mit ihnen. Sie heben die Pfötchen zum Gruß, schauen zurück, zwinkern, schnurren. Das hört man draußen natürlich nicht – aber ich höre es umso besser.

Neulich saß ich also wieder am Schreibtisch und schaute hinaus. Da war ein älterer Herr, die Achtzig hatte er meiner Schätzung nach längst überschritten. Er blieb vor dem Fenster stehen und suchte – diesmal nicht die Katzen, sondern mich.

Ich ging zur Tür und fragte, ob ich ihm helfen könne.
„Wissen Sie, ob es hier im Ort noch echte Zuckerhasen gibt?“, fragte er. „Ich weiß, früher hat es die in Degerschlacht gegeben.“

Echte Zuckerhasen in Degerschlacht?

Ja, das hat es. Ich erinnerte mich sofort an die alte Bäckerei – das Ehepaar Ruggaber. Eberhard Ruggaber war einer der letzten Bäcker, die in einer kleinen Bäckerei noch selbst gebacken haben. Bei ihm habe ich die Zuckerhasen zum ersten Mal gesehen.

Ich komme ja aus dem Norden – da gab es die nicht. Mir waren sie zwar etwas zu süß (obwohl ich eigentlich eine Schwäche für alles Süße habe). Aber sie waren hübsch anzusehen. Und sie haben – oder muss ich sagen: hatten? – hier in der Region Tradition.

Ein Willkommens-Käsekuchen

Ich erinnere mich auch, dass wir von 1996 bis 1998 kurz weggezogen waren. Als wir dann zurückkamen und ich wieder zum Bäcker ging, drückten mir die Ruggabers einen frisch gebackenen Käsekuchen in die Hand.
„Schön, dass Sie wieder zurück in Degerschlacht sind“, sagten sie. Ich war ziemlich überwältigt. Schöner kann man einem nicht sagen, dass man willkommen ist. Dass dies hier Zuhause ist.

Albverein und Eile Degerschlacht

Ich weiß noch, dass die beiden im Radsportverein „Eile“ sehr aktiv waren. Und Eberhard Ruggaber ist auch heute noch Mitglied im Degerschlachter Albverein. Erst vor Kurzem habe ich ihn auf einer Sitzung getroffen.

„Ja, die gab es früher hier“, sagte ich zu meinem Redaktionsgast. „In unserer damaligen kleinen Bäckerei – der Bäckerei Ruggaber. Aber die gibt’s schon seit Jahren nicht mehr.“
„Schade“, sagte der Mann und ging weiter. Vielleicht findet er ja irgendwo noch echte Zuckerhasen.

Eberhard Ruggaber wohnt noch in Degerschlacht. Vielleicht sollte ich ihn wirklich mal besuchen.
Vielleicht verrät er mir sogar sein Rezept für Crêpes.

Was sind eigentlich Zuckerhasen?

Zuckerhasen sind aus reinem Zuckersirup gegossene Osterfiguren – meist in Form eines sitzenden Hasen. Früher wurden sie traditionell in handgemachten Formen gegossen und waren besonders im süddeutschen Raum, vor allem in Schwaben, beliebt.
Der Brauch geht bis ins 19. Jahrhundert zurück und war vor allem bei Kindern sehr beliebt – auch wenn der Zuckerhartguss eher zum Anschauen als zum Essen gedacht war. In kleinen Bäckereien wie der ehemaligen Bäckerei Ruggaber in Degerschlacht wurden sie oft liebevoll von Hand hergestellt. Heute ist die Tradition selten geworden, doch einige regionale Betriebe führen sie bis heute fort.

Gibt es hier noch echte Zuckerhasen?

– eine Kritzelei (zum Ausarbeiten hat die Zeit mal wieder nicht gereicht) – 

Ein Aprilscherz mit Nachklang: Von Fußgänger-Brücken und unerwarteten Verkehrs-Schildern

Ein Aprilscherz mit Nachklang: Von Fußgänger-Brücken und unerwarteten Verkehrs-Schildern

Ein Aprilscherz mit Nachklang: Von Fußgänger-Brücken und unerwarteten Verkehrs-Schildern

Die gestrige Meldung über eine geplante Fußgängerbrücke in Degerschlacht entpuppte sich als gelungener Aprilscherz. Doch am Morgen danach sorgten plötzlich aufgestellte Verkehrsschilder für Verwirrung. Was steckt wirklich dahinter?

Der Aprilscherz: Eine Brücke voller Fantasie

Es begann wie eine typische Nachricht: Der geplante Bau einer Fußgängerbrücke über die Leopoldstraße, finanziert durch 900 Milliarden Euro Sondervermögen, sollte bis zum 1. April 2026 abgeschlossen sein. Mit kreativer Fotomontage und ausgeklügelten Details brachte der Artikel der „Degerschlachter Eule“ zahlreiche Leserinnen und Leser zum Schmunzeln. Die Resonanz war überwältigend, und die Kommentarspalten füllten sich schnell mit Ideen und humorvollen Anmerkungen.

Doch spätestens, als am nächsten Morgen auf der Leopoldstraße alles seinen gewohnten, verkehrsreichen Lauf nahm, war klar: Die Brücke existiert (zum Glück) nur in der Fantasie.

Überraschung am Morgen: Verkehrsschilder und Rätselraten

Die wahre Überraschung folgte kurz darauf. „Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, traute ich meinen Augen nicht“, berichtet eine Anwohnerin. Bauarbeiter begannen, Verkehrsschilder aufzustellen, die jedoch vorerst noch durchgestrichen blieben. Auf den Schildern prangte der Hinweis: „OD Wannweil gesperrt“. Sollte es sich etwa doch um echte Bauarbeiten handeln? Wenn nicht zur Fußgängerbrücke, dann vielleicht zu einer Unterführung oder gar einem Einkaufszentrum?

KI-Kommentar und Ratlosigkeit

Um Antworten zu finden, wandte sich die Anwohnerin an eine KI, die bekanntlich viel weiß – aber auch nicht alles lösen konnte. Die KI erklärte, dass keine Informationen zu der Sperrung vorliegen. Ein möglicher Zusammenhang mit Bauarbeiten oder einer Umleitung wurde zwar vermutet, doch Genaueres ließe sich nur durch die zuständigen Behörden klären.

Leider erwies sich der Mittwoch als ein schlechter Tag für Nachforschungen: Die Rathäuser von Wannweil und Degerschlacht blieben geschlossen, und auch telefonisch war niemand zu erreichen.

Ein Scherz mit großem Echo

Was letztendlich hinter den Verkehrsschildern steckt, bleibt abzuwarten. Doch eines steht fest: Der Aprilscherz rund um die Fußgängerbrücke hat seine Wirkung nicht verfehlt. Mit viel Humor und einem Augenzwinkern sorgte er für reichlich Gesprächsstoff und hat Leserinnen und Leser gleichermaßen unterhalten.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die per Mail, Facebook, WhatsApp oder Instagram ihre Kommentare und Reaktionen geteilt haben – ihr habt den Spaß perfekt gemacht!