Die Population hat sich verändert
Doch die Population unserer Vögel hat sich in den vergangenen Jahren tatsächlich verändert.
Langzeitbeobachtungen verschiedener Naturschutzorganisationen haben festgestellt: Es gibt immer weniger Haussperlinge und Amseln. Dafür nimmt die Zahl der Spechte, Tauben und mancher Rabenvögel deutlich zu.
Weniger Spatzen und Amseln – dafür mehr Spechte, Tauben und Rabenvögel
Abgesehen vom Klimawandel sind Faktoren wie Nahrungsmangel die Ursache dafür. Und auch der Lebensraum der Vögel wird immer mehr eingeschränkt.
Dass Krähenvögel wie Elstern und Rabenkrähen mehr werden, kann durchaus auch eine Rolle dabei spielen, dass die Zahl der Singvögel zurückgehen. Doch sie sind bestenfalls nur ein Teil des Problems.
Große Vögel an Futterstellen dominanter
Die großen Vögel sind an den Futterstellen oft dominanter und vertreiben ihre kleineren Artgenossen. Darum sieht man hier dann tatsächlich weniger Meisen oder Spatzen als früher.
Krähen und Elstern finden vor allem auch auf landwirtschaftlichen Flächen ein reichliches Nahrungsangebot vor. Da gibt es Nahrungsreste wie Getreidekörner oder Insekten, die leicht verfügbar sind. Je mehr sie werden, desto häufiger weichen sie dann allerdings auch auf die Wohngebiete aus.
Reiches Nahrungsangebot auf landwirtschaftlichen Flächen
Die größeren Rabenvögel plündern gelegentlich auch Nester, fressen Eier oder Jungvögel. Das führt dann dazu, dass der Nachwuchs der Singvögel zurückgeht. Doch das, so sagt ChatGPT, sei eher ein natürlicher Teil des Ökosystems und werde oft überschätzt. Der Einfluss von Krähenvögeln allein führe nicht zu einem drastischen Rückgang.
Wenn Städte die Nistplätze der Tauben zerstören oder sie sonstwie erfolgreich versuchen, aus der Stadt zu vertreiben, suchen sich die Vögel eine neue Heimat. Und das sind dann eben meist die Randbereiche der Ortschaften wie Dörfer.
Dass Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden das Nahrungsangebot für Singvögel ebenfalls reduzieren, dürfte bei uns in Degerschlacht eher eine untergeordnete Rolle spielen, da auf den meisten Äckern hier Biolandwirtschaft betrieben wird.
Lichtverschmutzung und Klimawandel
Lichtverschmutzung stört die Orientierung und das Verhalten von Singvögeln bei der Futtersuche und beim Brüten.
Schließlich spielt natürlich auch der Klimawandel und damit die Veränderungen der Temperaturen eine Rolle. Sie wirken sich auf Brutzeiten und Nahrungsangebot aus.