Gasalarm

Gasalarm

Gasalarm

Eine erhöhte Kohlenstoffmonoxidkonzentration hat in der Nacht zum Sonntag den Einsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Gegen 04.20 Uhr war der Rettungsdienst in einer Wohnung in der Parlerstraße bei einem medizinischen Notfall im Einsatz, als der von den Einsatzkräften getragene CO-Melder auslöste.

Daraufhin wurde die Feuerwehr nachalarmiert, die die Kohlenstoffmonoxidbelastung in der Wohnung durch Belüftung reduzieren konnte. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand muss davon ausgegangen werden, dass der erhöhte Wert von einem auf dem Balkon befindlichen, erst kürzlich benutzten Gasgrill ausgegangen ist.

Ob der einsatzauslösende medizinische Notfall auf das ausströmende Gas zurückzuführen ist, bedarf weiterer Ermittlungen. Am Einsatz waren insgesamt vier Fahrzeuge und 19 Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt. (ots)

Ein ganzes Dorf voller Geschichten

Ein ganzes Dorf voller Geschichten

Ein ganzes Dorf voller Geschichten

Eierlikör 
Eine Kriminalkomödie von Gabriele Lukas 
Erschienen im Verlag R. G. Fischer 
Ein ganzes Dorf voller Geschichten 

*

In Mittenau ist einiges los. Menschen sterben unter merkwürdigen Umständen, die Polizei ermittelt, Rocker und Förster liegen miteinander im Clinch, Klimakleber besuchen einen Swingerclub, eine 87-Jährige bastelt Molotowcocktails, der Staatsschutz bekommt Käsekuchen und irgendwo dazwischen wird immer wieder Eierlikör getrunken.

Eigentlich ist das herrliches Material für einen ziemlich schrägen Dorfkrimi. Und immer wieder zeigt Gabriele Lukas, was darin stecken könnte. Besonders gelungen fand ich beispielsweise die Szene mit Oma Irmtraud, die acht Männer vom Staatsschutz zunächst für Kommilitonen ihres Urenkels hält, sie hereinbittet, mit Käsekuchen versorgt und einen der Beamten kurzerhand zum Tischdecken einteilt. Da entstehen Figuren, Situationskomik und Bilder im Kopf. An Einfällen mangelt es dem Roman wahrlich nicht.

Mein Problem war vielmehr: Es sind zu viele.

Vor allem sind es zu viele Menschen. Sehr viele Menschen. Sie werden mit Vor- und Nachnamen eingeführt, häufig mit Alter, Beruf, Aussehen, verwandtschaftlichen Beziehungen und Vereinszugehörigkeit. Manche verschwinden danach wieder, andere tauchen viele Seiten später erneut auf. Dann werden sie vorsichtshalber noch einmal vorgestellt. Bei einer Vorstellungsrunde lässt die Autorin eine Figur schließlich selbst sagen: „Ich glaube, das waren erstmal genug Namen …“

Dem konnte ich mich nur anschließen.

Irgendwann fühlte ich mich weniger wie eine Krimileserin als bei einer Partie „Wo ist Walter? – Mittenau-Ausgabe“. Wer sitzt im Biergarten? Wer steht an der Bushaltestelle? Wer gehört zur Feuerwehr, zum Rockerclub, zum Chor, zum Klöppelkreis? Und wer war jetzt noch einmal mit wem verwandt, liiert oder nur gelegentlich liiert?

Dabei zeigt der Roman immer wieder, dass es auch anders geht. Ein einziger Satz wie Trudis Beschreibung des gutaussehenden, aber nicht übermäßig intelligenten Gerrit – er sei „blond bis zur Fußsohle“ – zeichnet eine Figur besser als eine halbe Seite biografischer Daten. Davon hätte ich gern mehr gehabt.

Ähnlich geht es mir mit den vielen Einfällen. Wenn Dr. Hilf auf der Suche nach den Paintball-Freunden versehentlich bei Selbsthilfegruppen, einem Töpferkurs, einer Urschrei-Therapie, Blockflötenkindern, einem Literaturkreis, dem Blauen Kreuz und der Yoga-Gruppe „Muße statt Buße“ landet, sind darunter wirklich komische Ideen. Nur stehen so viele davon hintereinander, dass sie sich gegenseitig die Pointe nehmen. Zwei davon als ausgespielte Szenen wären vermutlich sehr viel lustiger gewesen.

Überhaupt hätte ich mir häufiger Szenen statt Berichte gewünscht. Manche dramatischen Ereignisse werden in ein oder zwei Sätzen abgehandelt, während Vereinsplanungen, Speisekarten, Personenaufzählungen oder der Zustand eines Gemüsebeets erheblich mehr Raum bekommen. Manche Dinge erweisen sich später als nicht ganz unwichtig und genau das macht das Lesen zusätzlich schwierig: Man weiß irgendwann nicht mehr, welches der unzähligen Details tatsächlich eine Spur ist und welches einfach nur erzählt wird, weil es eben auch noch da ist. Andererseits – vielleicht möchte die Autorin uns ja auch mit Absicht ein bisschen in die Irre führen?

Die Grundidee des Krimis ist ausgesprochen reizvoll. In Mittenau häufen sich die Leichen, eine Sonderkommission ermittelt dann …

Ich will nicht zu viel verraten. Deshalb behalte ich vielleicht doch lieber für mich, warum die Toten sterben mussten. So viel sei verraten: Was wirklich passierte, ist herrlich absurd und hat für mich das Zeug zu einer richtig guten schwarzen Dorfkomödie.

Im „Eierlikör“ stecken so viele Figuren, Geschichten, schräge Situationen, gute Beobachtungen und komische Einfälle, dass daraus mit mehr Auswahl, mehr Szenen, weniger Personal und einem beherzten Lektorat ein sehr viel stärkerer Roman hätte werden können.

Ich habe mich beim Lesen geärgert, amüsiert, gewundert, Namen gesucht, Verdächtige gewechselt und erstaunlich viel über das Mittenauer Vereinsleben erfahren.

Was aber tatsächlich am Ende hängen blieb:

Die Erinnerung an zwei wirklich kurzweilige Nachmittage in Mittenau.

Regina Störk (70),

Journalistin, Zeichnerin, Mutter von einem erwachsenen Sohn, hat zweieinhalb Katzen, Mitglied im Schwäbischen Albverein, fährt gern Fahrrad, lebt ländlich am Fuß der Schwäbischen Alb in der Hauptstraße gleich gegenüber der Kreissparkasse, der Kirche und dem Bäcker.
Ein Lesergruß von unterwegs

Ein Lesergruß von unterwegs

Ein Lesergruß von unterwegs

Eine Rottweiler Ente, unterwegs auf dem Splügen Pass und auf der Stoßstange steht „Mir g’fälllts z Degerschlacht“.
Vielen Dank für den netten Gruß, den Wilfried Gehr uns geschickt hat.

Ein Wanderwettbewerb – bekommen wir ein Degerschlachter Team zusammen?

Ein Wanderwettbewerb – bekommen wir ein Degerschlachter Team zusammen?

Ein Wanderwettbewerb – bekommen wir ein Degerschlachter Team zusammen?

Die Einladung flatterte mir heute um die Mittagszeit in meinen Posteingangsordner. Ein Wettbewerb. Das klingt immer gut. Ein Wanderwettbewerb. Die zwei Wörter reichen bei mir schon, um mein Interesse zu wecken.

„Rucksack packen, Wanderschuhe schnüren und gemeinsam auf Punktejagd gehen.“

Das passt doch einfach zu uns. Wir haben inzwischen mit Degerschlachter Teams jede Menge Punkte beim Stadtradeln zusammengefahren. Und aktuell sind wir dabei, uns mit dem Team „Schritt für Schritt“ an die Spitze der teilnehmenden Teams zu laufen. Mehr Infos dazu findet ihr hier:

70.000 Punkte bisher Schritt für Schritt – da geht noch mehr

Am Sonntag, 1. November 2026, lädt die Ortsgruppe Mägerkingen-Hausen-Mariaberg des Schwäbischen Albvereins zum Wanderwettbewerb ein. Teilnehmen können alle Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins.

Wenn ihr Lust habt, für die Degerschlachter Ortsgruppe dabei zu sein, meldet euch möglichst schnell unter post@degerschlacht-news.de. Wenn wir es schaffen, bis Samstag, 10. Oktober, ein Team auf die Beine zu stellen, melde ich uns an. Schreibt bitte dazu, mit wie vielen Erwachsenen und Kindern ihr mitkommen möchtet.

Natürlich darf sich bei mir auch melden, wer (noch) nicht Albvereinsmitglied ist. Was nicht ist, kann ja immer noch werden. 😉

Was uns erwartet:
Eine 7,5 km lange Strecke für die ganze Familie.
Die Wanderstrecke ist kinderwagentauglich.
Start und Ziel befinden sich an der Festhalle in Mägerkingen. Parkplätze gibt s genug.
Auf der Strecke gibt es kleine Verpflegungsstationen mit Snacks und Getränken.
Die Mägerkinger versprechen einen „abwechslungsreichen Tag voller Spaß, Spannung, kniffliger Aufgaben und überraschenden Herausforderungen“.

Ich bin gespannt, ob wir ein Team zusammenbekommen.

Ich würde mich freuen.

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

70.000 Punkte bisher Schritt für Schritt – da geht noch mehr

70.000 Punkte bisher Schritt für Schritt – da geht noch mehr

70.000 Punkte bisher Schritt für Schritt – da geht noch mehr

Vom Stadtradeln zur Schritte-Challenge

Anfang letzter Woche hatte ich die Aktion auf Instagram entdeckt und gedacht: Das passt zu uns. Die Degerschlachter mögen Challenges. Nachdem wir inzwischen jedes Jahr mit dem Team „Degerschlacht radelt“ beim Stadtradeln erfolgreich dabei sind, sind wir jetzt auch mal zu Fuß unterwegs. #allesgeht heißt die Schritte-Challenge, zu der das Land Baden-Württemberg aufgerufen hatte.

Ziemlich erfolgreich: Aktuell, Stand 8. Oktober um 16:30 Uhr, liegt Baden-Württemberg auf Platz 1 bei den Bundesländern. Vielleicht wären sie ohne uns nicht so weit gekommen? Wer weiß …

Jedenfalls hatte ich gefragt, wer Lust hat, mitzumachen. Die ersten legten schon vor dem offiziellen Start am 1. Oktober los und sammelten jede Menge Punkte. Inzwischen haben wir 15 Teilnehmer.

Platz 200 – das kann sich sehen lassen!

„Degerschlacht Schritt für Schritt“ ist nach einer aktiven Woche auf Platz 200 von insgesamt 4.008 Teams. Das kann sich doch schon sehen lassen, finde ich.

Jeder Schritt zählt. Und Schritt für Schritt haben wir es inzwischen zusammen auf mehr als 70.000 Punkte gebracht.

Auf Platz 10 steht das Team „Roncalli“ mit 113.682 Punkten. Das sind zwar mehr rund 40.000 Punkte mehr als wir haben. Aber selbst wenn wir es am Ende vielleicht nicht unter die ersten zehn schaffen: Etwas näher dran – das müssten wir doch hinkriegen.

Wer macht noch mit?

Unsere Chancen werden größer, wenn wir noch ein paar mehr Leute bewegen können, dabei zu sein.

Jeder Schritt zählt. Und jeder Schritt trägt dazu bei, uns ein kleines bisschen näher an die ersten zehn Plätze zu bringen.

Alle Infos dazu, wie ihr mitmachen könnt, findet ihr in unserem ersten Artikel

Degerschlacht Schritt für Schritt