Erste Buchmesse auf der Schwäbischen Alb – mit Degerschlachter Autorin

Erste Buchmesse auf der Schwäbischen Alb – mit Degerschlachter Autorin

Erste Buchmesse auf der Schwäbischen Alb – mit Degerschlachter Autorin

Die erste Buchmesse auf der Schwäbischen Alb findet am 14. Juni in der Erpftalhalle in Sonnenbühl‑Erpfingen statt. Und eine Degerschlachter Autorin ist auch dabei. Oder um es genau zu sagen: ich bin dabei.

Messe vor allem für lokale Autorinnen und Autoren

Die „BuchAlb“ schließt eine Lücke zwischen den großen Messen in Frankfurt, Stuttgart und Konstanz und bietet vor allem lokalen Autorinnen und Autoren eine Bühne. Die Messe ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 5 Euro. Die ersten 200 Kinder dürfen dank eines Sponsors kostenlos hinein.

Was ursprünglich als kleines Testprojekt mit rund 20 Autorentischen geplant war, wuchs innerhalb weniger Wochen auf 60 angemeldete Autorinnen und Autoren an – mehr Platz gibt die Erpftalhalle nicht her. Organisiert wird die Messe von einem engagierten Team rund um die Marketingagentur 4zig und Jill Carsten, unterstützt von der Gemeinde Sonnenbühl.

Programm für Leseratten jeden Alters

Die BuchAlb richtet sich ausdrücklich an alle, die gern lesen – egal, welchen Alters. Auf dem Programm stehen unter anderem:

  • Rallyes und Mitmachaktionen für Kinder
  • traditioneller Buchdruck
  • Buch‑Upcycling
  • Taschenbasteln für kleine Bücherfans
  • 17 Lesungen aus verschiedenen Genres
  • Und viele Gelegenheiten, mit Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen

Als Degerschlachter Autorin dabei

Wie viele von euch wissen, erzähle ich gern Geschichten. Manche einfach mit Worten, manche aber auch gezeichnet. Auf der BuchAlb habe ich einen Stand in der Ecke für Kinder- und Jugendbücher und bringe drei meiner Projekte mit:

  • den ersten Band meiner Graphic‑Novel‑Trilogie „Wir hatten ja nichts“, die das Leben von Erich P. zwischen 1910 und 1930 erzählt
  • das Bilderbuch „Der Rabe mit dem Licht“, eine Legende der kanadischen First Nations
  • und „Würmli“, die Geschichte eines Regenwurms – entstanden im Rahmen einer Regenwurm‑Exkursion des Albvereins Degerschlacht

Das Würmli‑Buch vermittelt Wissenswertes über das Leben unter der Erde auf humorvolle Art und ist damit vielleicht vor allem für Familien und Naturinteressierte spannend.

Live‑Zeichnen: Ein Comic entsteht

Am Stand zeige ich außerdem, wie eine Graphic Novel entsteht – vom Storyboard bis zur Kolorierung. Und für Kinder (und alle, die Lust haben) gibt es eine kleine Mitmach‑Aktion: Gemeinsam entwickeln wir eine Figur, aus der ich vor Ort einen 4‑Panel‑Comic zeichne.

Für alle, die Lust auf Bücher und einen schönen Sonntag auf der Alb haben

Die Organisatorinnen und Organisatoren betonen, dass die Messe vor allem durch Freiwillige, Sponsoren und viel Leidenschaft möglich wurde. Deshalb braucht sie vor allem eines: Besucherinnen und Besucher.

Ein Ausflug lohnt sich. Für alle, die Lust auf Bücher haben und einen schönen Sonntag auf der Schwäbischen Alb verbringen möchten.

Ich jedenfalls freu mich drauf!

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Degerschlacht radelt wieder

Degerschlacht radelt wieder

Degerschlacht radelt wieder

 

In die Pedale – fertig – los.  Vom 14. Juni bis 4. Juli beteiligt sich der Landkreis Reutlingen auch in diesem Jahr wieder an der Aktion STADTRADELN, die seit einiger Zeit bundesweit läuft. Ziel dabei ist, möglichst viele Wege mit dem Rad zurückzulegen, CO2 einzusparen und dabei Bewegung, Natur und Umweltschutz ganz praktisch miteinander zu verbinden.

Team Degerschlacht wieder mit dabei

Und auch diesmal wird es wieder ein Team Degerschlacht geben.

Dass das bei uns im Ort gut ankommt, zeigt die Beteiligung der letzten Jahre. In jedem Jahr ist das Team Degerschlacht ein bisschen größer geworden. Auch diesmal ist das Interesse groß. Die ersten haben sich inzwischen schon für unser Team „Degerschlacht radelt“ angemeldet. Die Idee, sich gelegentlich für gemeinsame kleine oder größere Touren – je nach Lust und Fittness – zu treffen, kommt ebenfalls gut an.

Mitmachen kann jeder

Mitmachen kann jeder, der Lust an der Bewegung auf zwei Rädern hat. Die gefahrenen Kilometer können ganz unkompliziert online oder per App eingetragen werden. Wer mag, kann sich einfach online auf der Seite Stadtradeln Reutlingen oder über die App „STADTRADELN“ anmelden. Und hier natürlich am liebsten beim Team „Degerschlacht radelt“. Jeder einzelne Kilometer zählt.

Jeder Kilometer zählt

Ob zur Arbeit, zum Einkaufen, ins Training oder eine Radtour ins Grüne – alles zählt.

 

 

Aktuell stehen wir in der App auf Platz 47 in der Kommune. Diese Platzierung beruht vermutlich noch auf den Zahlen vom letzten Jahr. Vielleicht schaffen wir es ja diesmal sogar noch ein Stück weiter nach oben.

Sternfahrt nach Wannweil zum Auftakt

In diesem Jahr findet die Auftaktveranstaltung am 14. Juni in Wannweil statt. Eine Sternfahrt dahin ist geplant. Wo genau die Strecken verlaufen werden, wird noch bekanntgegeben.

Sie hätten gar nicht so weit fahren müssen …

Sie hätten gar nicht so weit fahren müssen …

Sie hätten gar nicht so weit fahren müssen …

Das war ja wirklich eine tolle Geschichte, die ich heute morgen in meinem WhatsApp-Postfach gefunden hatte. Ausgerechnet heute. Wir haben zur Zeit Besuch von Freunden aus Kanada. Und Chris hat sich einen Besuch im Porschemuseum mit Industrieführung gewünscht. Dahin sind die beiden Männer – also mein Lieblingsehemartin und Chris – heute morgen aufgebrochen.

Sie hätten gar nicht so weit fahren müssen, um automotive Geschichten aus unserer Region zu finden. Die Geschichten in Degerschlacht sind mindestens genau so interessant.

Eine hab ich gerade heute morgen per WhatsApp zugeschickt bekommen.

Ich hatte mir einen Kaffee gemacht und ein bisschen mit dem Handy in der Küche gesessen. Und dann las ich in dem Artikel von Wilfried Gehr wie das war mit einer jungen Männerclique, die sich für Automotoren begeisterten. Dazu gehörten Gottlieb Daimler, Robert Bosch, Wilhelm Maybach und eben die beiden Degerschlachter Brüder Gottlob und Gustav Maier aus dem Entenhof. Die beiden hatten mindestens so gute Ideen wie ihre berühmten Kumpels.

Wie es ihnen erging, könnt ihr in dem Artikel von Wilfried Gehr lesen. Er weiß einfach immer wieder tolle Geschichten aus unserem Ort und ich? Ich hab es ja geahnt: Degerschlacht hat richtig viel zu bieten. Aber dank Wilfried weiß ich es jetzt sogar.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Gottlob und Gustav Maier – zwei verkannte Genies vom Degerschlachter Entenhof

Gottlob und Gustav Maier – zwei verkannte Genies vom Degerschlachter Entenhof

Gottlob und Gustav Maier – zwei verkannte Genies vom Degerschlachter Entenhof

Degerschlacht (wige) In einem kleinen Holzpavilion am Wagner Buckel in Reutlingen haben sie sich gelegentlich getroffen um Most aus Degerschlacht zu trinken. Es waren die jungen Männer Gottlieb Daimler, Robert Bosch, Wilhelm Maybach und die Brüder Gottlob und Gustav Maier aus dem Degerschlachter Entenhof.

Wilhelm Maybach wuchs in Reutlingen auf

Im Pavillon in Reutlingen deshalb, weil der Vollwaise Maibach von Gustav Werner aufgenommen wurde. Maybach wuchs in Reutlingen auf und nutzte die Bildungschance die er von Werner bekam.

Bei den Gesprächen der Automobilpioniere, Technikfreaks und Tüftler ging es wohl meist um das Thema Motor und Technik.

Während Bosch, Daimler und Maybach nicht nur technisch sondern auch wirtschaftlich mehr als erfolgreich wurden, blieb bei den Gebrüder Maier der grosse wirtschaftliche Erfolg aus.

Der kleinste Motor der Welt

Dies, obwohl Gottlob Maier den kleinsten Motor der Welt, welcher kleiner als eine Erbse war, erfunden und sogar patentieren lassen hat. Die auf Grundlage dieses Patents weiterentwickelten Minimotoren sind heute in nahezu jedem technischen Gerät, in der Medizintechnik, in Spielzeug, der Robotechnuk usw. verbaut. Doch Gottlob Maier hatte nicht viel davon. Robert Bosch übernahm von Maier, der auch an der Entwicklung des Bosch Scheibenwischermotors beteiligt war, das Patent.
Dank Bosch hat Gottlob wenigstens einen ordentlichen Industriejob bekommen und deshalb seinen Heimatort Degerschlacht verlassen. Reich und berühmt wurde er aber nicht. (Der Erfinder Gottlob Maier hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen Firma in Reutlingen zu tun.)

Motoren für landwirtschaftliche Maschinen

Auch Gottlobs Bruder Gustav war ein genialer Tüftler, Macher und Erfinder. In seiner technischen Werkstatt im Degerschlachter Entenhof entwickelte er Systeme zum Einbau von Motoren in bis dahin von Pferden und Ochsen gezogene landwirtschaftliche Maschinen. Wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt hat diese Ideen allerdings nicht Maier sondern sein Bekannter, Christian Friedrich Holder aus Metzingen. Auch als Holder später landwirtschaftliche Kleingeräte baute, haben die Metzinger immer wieder Lösungen vom Maiergustav geholt und sein Können und seine Gutmütigkeit genutzt.
Gustav Maier interessierte sich auch für Funktechnik und hat schon 1920 in Degerschlacht Funksignale aus Spanien erhalten.

Das Bild stammt aus dem Degerschlacht-Buch zum Jubiläum 900 Jahre Degerschlacht.
Mit freundlicher Genehmigung aus dem Bezirksamt Degerschlacht.

Die Bürger von Degerschlacht haben ihr wirtschaftlich nicht gerade erfolgreiches Genie unterschätzt und seine Fähigkeiten kaum erkannt. Nur die Kinder und Jugendlichen vom Ort haben den Maiergustav richtig gemocht und verehrt. Dies, weil er immer geholfen hat, wenn es an der Märklin Modelleisenbahn was zu Löten gab oder wenn die 3-Gang Schaltung am Fahrrad nicht funktionierte. Er war so was wie der Daniel Düsentrieb, der alles kann, für sie.

Der „Daniel Düsentrieb“ von Degerschlacht

Unvergesslich für den Verfasser dieser Erinnerung ist, wie ihm der Maiergustav an seinem riesengrossen Trafo spürbar gezeigt hat, wie elektrischer Strom wirkt. Wenn er schwach ist, kribbelt es nur leicht, wenn er stärker wird, tut es ein wenig und dann richtig weh. Dann hat er sehr deutlich und anschaulich erklärt, dass der Strom aus der Steckdose oder vom Hochspannungsmast lebensgefährlich und tödlich ist. Dies hat jedes Kind kapiert und seitdem besteht größer Respekt vor elektrischem Strom.

Wirkungen von elektrischem Strom erklärt

Bei einem seiner letzten Geschäfte vor seinem Tod wurde Gustavs wirtschaftliche Unbeholfenheit und Gutmütigkeit nochmals ausgenutzt. Sein wirklich wertvolles Schütoff Motorrad, das er professionell motor- und elektrisch top aufgemotzt hatte, schwatzte ihm ein Sammler aus Pliezhausen mit der Zusage, dass er ihm jeden Monat eine Flasche Barbarossa Rotwein in den Entenhof bringt, ab.
Mehr als drei Flaschen des billigen Weines musste er nicht mehr bringen

Pflegeheim in Degerschlacht: Projekt gestoppt – Stadt setzt auf Pilotmodell

Pflegeheim in Degerschlacht: Projekt gestoppt – Stadt setzt auf Pilotmodell

Pflegeheim in Degerschlacht: Projekt gestoppt – Stadt setzt auf Pilotmodell

Die Hoffnung auf ein Pflegeheim in Degerschlacht ist vorerst vom Tisch. Obwohl die Stadt Reutlingen das dafür vorgesehene Grundstück bereits 2019 erworben hatte und die Pläne dafür so gut wie fertig waren, wird die Einrichtung nicht gebaut. Das wurde in der jüngsten Ortschaftsratssitzung deutlich und sorgte für spürbare Ernüchterung.

Ursprünglich 60 Pflegeplätze geplant

Geplant waren 60 Pflegeplätze sowie barrierefreie Wohneinheiten oder Mitarbeiterwohnungen im vorderen Teil des Areals. Im hinteren Bereich sollten Grundstücke an Privatpersonen verkauft werden. Die Grundstücke für private Nutzung zumindest bleiben. Das Pflegeheim ist gestrichen.

Als Hauptgrund nennt die Stadtverwaltung den Pflegekräftemangel. Ohne ausreichend Fachkräfte sei ein neues Heim nicht realisierbar. „Wir haben sogar im Ausland gesucht – es gibt einfach niemanden“, so der Leiter der Abteilung für Ältere bei der Stadt Reutlingen, Bernd Opitz. Neben Pflegekräften fehlen auch Hausmeister, Verwaltungspersonal und weitere Mitarbeitende.

Weitere Unsicherheiten kommen hinzu: steigende Baupreise, Änderungen in Pflegekassengesetz und Heimverordnung sowie unklare politische Rahmenbedingungen unter der neuen Landesregierung.

Hohe Eigenanteile schrecken ab

Ein weiterer Punkt: die Kosten. In Baden-Württemberg liegen die Eigenanteile für Pflegeheime bundesweit an der Spitze – im Schnitt rund 5000 Euro monatlich zusätzlich zum Anteil der Pflegekasse. Wer kann diese Kosten tatsächlich aufbringen? Und wer sie aufbringen kann, ist vielleicht kaum bereit, sein ganzes Vermögen für die Pflege auszugeben.

Der Trend gehe zur häuslichen Versorgung, berichtete Opitz: 85 Prozent der Pflegebedürftigen werden derzeit zu Hause betreut.

Was passiert nun mit dem Grundstück?

Das Gelände ist gekauft. Wofür es nun genutzt werden soll, bleibt offen. Die Stadt plant ein „Pilotprojekt Pflege Degerschlacht“, mit dem neue Versorgungsformen erproben werden sollen. Sollte es erfolgreich sein, könnte das auch in anderen Gemeinden umgesetzt werden.

Denkbar sei ein Mix verschiedener Professionen: Räume für Beratungsangebote, Ärzte, ambulante Dienste, Pflege-WGs oder andere Versorgungsstrukturen. Auch die Finanzierbarkeit soll geprüft werden. Ein externer Berater, Dr. Fries, wurde bereits beauftragt; die Finanzierung des Konzeptprozesses zumindest ist gesichert.prochen.

Workshops sollen Ideen liefern

Zwei Workshops sollen nun klären, welche Angebote in Degerschlacht funktionieren könnten.

Der erste Workshop soll bereits am 6. Juli stattfinden. Dann sollen mit Fachleuten aus Pflege und Verwaltung Kriterien und Ideen entwickelt werden. Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl soll ebenfalls dabei sein, da sie die Bedürfnisse der Degerschlachter Bevölkerung am besten kennt.

 

Bei einem zweiten Worksop ist dann der Austausch mit potenziellen Trägern geplant. Einige der bisher angesprochenen hatten bereits signalisiert: „Wenn ihr mit einem neuen Konzept kommt, meldet euch gern wieder.“

Ziel sei, bis Ende des Jahres eine Ausschreibung für mögliche Dienstleister vorzubereiten. Als Bauträger kommen die GWG oder die Firma infrage, die das neue Landratsamt errichtet hat.

Skepsis und Hoffnung im Ortschaftsrat

Opitz zeigte sich zurückhaltend: Er habe „Bauchgrummeln“ und könne nichts versprechen. Ein gutes Konzept brauche Zeit, vielleicht bis 2027.

Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl sprach von einer „blöden Situation“. Mit der Reform der Pflegeversicherung könne sich kaum jemand einen Pflegeplatz leisten. Ein Pilotprojekt sei sinnvoll – „wenn denn etwas dabei herauskommt“.

Über eins waren sich die Ratsmitglieder sicher: Die Degerschlachter möchten im Ort bleiben. Und brauchen dafür wohnortnahe Angebote.

Ideen für oder mit den Bürgern?

Ob in den Workshops Ideen für oder mit den Bürgern entwickelt würden, wollte eine Zuhörerin wissen.

Eine Bürgerbefragung sei nicht vorgesehen, so Opitz. Man könne potenziellen Trägern keine Vorgaben machen. Der Markt sei frei.

Die Bürger könnten ihre Ideen an das Bezirksamt weitergeben, sah Johannes Hägele eine Möglichkeit, dass die Degerschlachter doch ihre eigenen Vorstellungen einbringen könnten. Ute Dunkl könnte die Vorschläge dann zu dem Workshop mitnehmen.

Der Ortschaftsrat wünscht sich jedoch regelmäßige Sachstandsberichte. Ute Dunkl bat darum, spätestens nach dem zweiten Workshop informiert zu werden.

In Ohmenhausen gehe im Sommer ein neues Pflegeheim an den Start, berichtete Opitz. Das sei damit dann erstmal das letzte seiner Art. Ob und falls ja, woher diese Pflegekräfte kommen, darüber wurde nicht ges