Wir sind dann mal weg …

Wir sind dann mal weg …

Wir sind dann mal weg …

Alle reden von den Sommerferien.

Wir auch.

Deshalb packen wir mit Beginn der Sommerferien unsere Räder auf den VW-Bus und ziehen los. Die Idee: Erstmal Richtung Norden. Richtung Meer. Ich mag Meer. Und Wind. Wind, der einem den Kopf frei pustet.

Hier ist wenig Meer. Und der Wind bläst irgendwie anders als im Norden.

Die Schwäbische Alb ist zwar ganz schön. Aber manchmal fehlt mir die Weite.

Es heißt, im Norden ist es so flach, dass man am Montag schon sieht, wer am Sonntag zu Besuch kommt. Das ist doch eigentlich ganz praktisch. Man ist dann nicht so ganz unvorbereitet, als wenn die Gäste plötzlich einfach vor der Tür stehen.

Andererseits – ich mag auch unverhofften Besuch. Eigentlich sogar noch lieber. Wenn man sich nicht vorbereiten kann, braucht man es auch nicht. Das spart eine Menge Arbeit.

Nächste Woche geht es los.

Richtung Norden. Normandie, Bretagne vielleicht, England, Schottland, Irland? Schaun wir mal, wohin der VW-Bus uns treibt.

Und für die Unken unter Euch, die befürchten, dass uns die Berge der Schwäbischen Alb fehlen könnten: In Schottland und Irland gibt es auch welche.

Wir werden also nichts vermissen.

Höchstens euch ein bisschen.

Degerschlacht News macht Sommerpause

Ok, meine Ankündigung, dass ich jetzt während der Sommerferien auch mit Degerschlacht News Sommerpause mache und es während der Zeit wenig Neues hier geben wird, hätte gut auch in einen einzigen Satz gepasst. Aber ich wollte einfach ein  bisschen plaudern.

Falls ihr mich vermisst.

Aber keine Sorge: Mit Beginn der Schulzeig bin ich auch wieder für euch da.

Schöne Ferien wünscht nun also

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Böse Buben und Mädel in Degerschlacht? Gibt es offensichtlich nicht …

Böse Buben und Mädel in Degerschlacht? Gibt es offensichtlich nicht …

— oder zumindest sehr selten.

Als mich Anfang des Jahres mal jemand nach möglichen Einbrechern gefragt hat, weil er oder sie und andere immer wieder „seltsame Gestalten“ hier in unserem Ort „herumschleichen“ sehen, hab ich mir das Presseportal der Polizei abonniert.

Seitdem bekomme ich durchschnittlich fünf Meldungen für den Raum Reutlingen. Manchmal wirklich Dinge, die man eigentlich gar nicht lesen möchte, manchmal Skurriles. Viele Verkehrsunfälle. Aber seit ich das Portal abonniert habe, ist der Name Degerschlacht nicht einmal in den Meldungen aufgetaucht.

Wir scheinen also tatsächlich auf einer Art „Insel der Seligen“ zu leben.

Aber ich halte weiterhin die Augen auf.

Wenn hier etwas passiert, erfahrt ihr es als erstes. Versprochen. Egal, wo ich gerade bin.

Die Tassen sind da!

Die Tassen sind da!

Die Tassen sind da!

Da sind sie:

Meine Degerschlacht-Tassen sind gestern mit der Post gekommen. Ich freu mich riesig.

Es fing damit an, dass ich euch gebeten hatte, bei meiner Umfrage zum Thema „Ehrenamt“ mitzumachen. Als kleines Dankeschön hatte ich versprochen, eine Degerschlacht-Tasse zu gestalten und unter allen Einsendern zu verlosen. Dass dann tatsächlich so viele von euch mitmachen würden, damit hab ich nicht gerechnet. Umso mehr hab ich mich über jede einzelne Antwort riesig gefreut.

Ja und dann: Versprochen ist versprochen. Ich hab zu Stift und Papier, Tablet und Software gegriffen und meinen Blick aus meinem Fenster auf Degerschlacht gezeichnet. Na ja ungefähr. Mein Blick aus dem Fenster ist tatsächlich ein bisschen weiter links.

Nun sind sie da.

Sie sind so schön geworden, dass ich sicherheitshalber gleich noch ein paar Tassen nachbestellt habe.

Was mach ich nun damit?

Ihr wollt auch eine Tasse? 
So könnt ihr sie bekommen

Ich hab mir überlegt: Ich verschenke Tassen an alle, die sich aktiv bei Degerschlacht-News einbringen – ob mit einem Leserbrief, einem Themenvorschlag, einer Umfrage-Teilnahme oder auf andere Weise. Das ist mein Dankeschön an euch.

Wer nicht so recht weiß, wie er sich einbringen kann, aber trotzdem gerne eine echte Degerschlacht-Tasse haben möchte, kann die Tasse auch einfach kaufen.

Bleibt die Frage nach dem Preis.

Ich mach es mir da einfach: Zahlt, was es euch wert ist, per Paypal (einfach hier klicken). In das Mitteilungsfeld könnt ihr Eure Adresse eingeben und ich schicke euch die Tasse zu.

Zur Orientierung: Herstellung und Versand kosten mich zusammen etwa 10–12 € pro Tasse. Ihr müsst euch daran nicht halten – aber falls ihr nicht wisst, wo ihr ansetzen sollt, ist das eine ehrliche Hausnummer.

Den Erlös verwende ich für alles, was ich zur Pflege der Webseite sowie der Inhalte auf Degerschlacht News brauche: Stifte und Papier für Ideen, Zeichnungen und Mitschriften bei Interviews oder Veranstaltungen. Fürs Fotografieren, die Software, Porto und Verpackung, eventuell mehr Speicherplatz für all den Content. Kurz: für alles, was es braucht, damit Degerschlacht-News weiterhin existiert.

Jetzt lehnt sich zurück und genießt ihren Kaffee aus der neuen Tasse
Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Wo ist das „Wir“ geblieben?

Wo ist das „Wir“ geblieben?

Wo ist das „Wir“ geblieben?

Ein paar Gedanken über Mitmach-Gemeinschaft und Konsumgesellschaft

Gestern Abend kurz nach 19 Uhr. Das Thermometer zeigt immer noch mehr als 30 Grad. Die Luft zwischen den Häusern steht, und ich muss gestehen: Ich konnte es niemandem verdenken, dass er (oder sie) bei den Temperaturen lieber im Schatten zu Hause, vielleicht bei einem kühlen Getränk aufhält als ins Vereinsheim zu kommen.

Ich hatte zu einem Treffen eingeladen. Per Newsletter, rechtzeitig und mit den besten Absichten. Peter und ich haben brav mit dem Schlüssel in der Hand gewartet, aber niemand kam.

Natürlich mag das Wetter ein Grund gewesen sein, aber ich denke, da ist mehr.

Ich hab mir deshalb einfach mal ein paar Gedanken gemacht. Warum ist das so? Warum haben Vereine Nachwuchsprobleme? Nicht nur, Mitglieder zu finden, sondern erst recht auch jemanden zu finden, der sich engagiert, seine Ideen mit einbringt und vielleicht auch bei der Umsetzung mithilft?

Daran, dass die Angebote nicht interessant genug sind, scheint es jedenfalls nicht zu liegen.

Die Angebote kommen an

Seit eineinhalb Jahren engagiere ich mich in der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins für die neu aufgebaute Familiengruppe. Wenn ich etwas anbiete, habe ich manchmal 40 bis 50 Teilnehmer. Und trotzdem stehe ich am Ende immer alleine da. Beim Planen, beim Vorbereiten, beim Aufräumen. Seit zwei Jahren rufe ich auf: „Unterstützt mich!“ Die Resonanz? Ein freundliches Schweigen. Ungefähr nach dem Motto: „Schön, dass wir da sein können, aber wenn wir dafür was tun sollen – och nö. Schade, wenn es das nicht mehr gibt, aber ich kann es halt nicht.“ Aus den bisherigen Teilnehmern ist bisher leider auch niemand Mitglied im Verein geworden.

Ich frage mich in Momenten wie diesem ganz ernsthaft: Warum ist das so? Warum gibt es im Ehrenamt kaum noch echtes Engagement?

Vom Mitmachen zum Konsumieren: Der gesellschaftliche Wandel

Wenn man das Phänomen soziologisch betrachtet, merkt man schnell: Es ist kein exklusives Degerschlachter Problem. Es ist ein fundamentaler gesellschaftlicher Wandel, den viele Vereine spüren. Wir haben uns schleichend von einer Mitmach-Gemeinschaft hin zu einer Konsumgesellschaft entwickelt.

Früher bedeutete Verein, dass man fest dazugehört und wie selbstverständlich mit anpackt. Heute wird das Ehrenamt oft wie ein kostenloser oder günstiger Dienstleister wahrgenommen. Man „konsumiert“ das Angebot der Familiengruppe wie einen Nachmittag im Indoorspielplatz: Man kommt, nutzt das Event, freut sich, dass es schön war, und geht wieder nach Hause. Das Verantwortungsgefühl dafür, dass da überhaupt etwas stattfindet, bleibt völlig auf der Strecke. Sobald das Wort „Mitgliedschaft“ oder „feste Aufgabe“ fällt, schrecken viele zurück. Man will sich nicht verpflichten.

 

(Hinweis: Das obenstehende Bild zeigt einen ersten Entwurf als Symbolbild – die finale Tasse 2.0 ist gerade in Arbeit!)

Die „Rush Hour“ des Lebens oder die Angst vor der großen Aufgabe?

Dazu kommt die sogenannte „Rush Hour“ des Lebens. Gerade die jungen Familien stehen unter Dauerstrom: Beide Elternteile sind oft berufstätig, der Alltag ist komplett durchgetaktet zwischen Job, Schule und der Logistik für die Hobbys der Kinder. Die mentale Erschöpfung ist real. Die Hürde, noch eine weitere feste Verantwortung zu übernehmen, wird verständlicherweise als unüberwindbarer Berg wahrgenommen.

Aber so verständlich die Gründe im Einzelfall sein mögen – für diejenigen, die sich tatsächlich im Verein noch engagieren, verändert sich die Realität dadurch nicht. Die eigene Energie ist endlich. Wenn aus einer Gemeinschaft eine reine Einbahnstraße wird, brennt man irgendwann aus. Und genau an diesem Punkt stehen manche von uns jetzt. Wir möchten nicht aufgeben, denn Degerschlacht und unser Engagement hier liegt uns  am Herzen.

Gestalten statt Verwalten: Wie sieht die Zukunft aus?

Unser Ziel ist es, diese Angebote auf gesunde Beine zu stellen, damit sie uns allen – auch denen, die sich engagieren – dauerhaft Spaß machen und erhalten bleiben. Dafür möchten wir nicht über eure Köpfe hinweg entscheiden, sondern von euch wissen, wo der Schuh drückt.

Deshalb habe ich eine kleine, komplett anonyme Umfrage vorbereitet. Sie dauert weniger als 3 Minuten, hilft uns aber enorm zu verstehen, wie wir die Zukunft in Degerschlacht gemeinsam gestalten können.

[HIER KLICKEN: Zur 3-Minuten-Umfrage für Degerschlacht]

Als kleines Dankeschön für eure Ehrlichkeit:
Unter allen, die am Ende der Umfrage (völlig freiwillig) ihre E-Mail-Adresse für den Lostopf hinterlassen, verlose ich 3 exklusive Degerschlacht-Tassen im neuen Design mit dem Motiv von Rathaus und Kirche!

Ich bin unglaublich gespannt auf eure Gedanken und eure Rückmeldungen. Denn eine lebendige Gemeinschaft funktioniert nur, wenn wir sie gemeinsam gestalten.

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

VERMISST – Katze Finchen aus der Schinkelstraße

VERMISST – Katze Finchen aus der Schinkelstraße

VERMISST – Katze Finchen aus der Schinkelstraße

Seit dem 20. Juni ist das dreifarbige Kätzchen nicht mehr nach Hause gekommen. Es heißt Finchen und wurde zuletzt gin der Schinkelstraße 44 gesehen.

Finchen ist dreifarbig mit weißen Pfoten – ihr rechtes Hinterbein ist überwiegend grau. Sie ist zutraulich: Wer sich bückt und die Hand ausstreckt, dem kommt sie gerne zum Schmusen entgegen.

⚠️ Bei den aktuellen Temperaturen zählt jede Minute! Bitte schaut in euren Garagen, Schuppen, Kellern und Nebengebäuden nach – Finchen könnte neugierig hineingelaufen und versehentlich eingesperrt worden sein.

Hinweise bitte direkt an:
sigi@josidi.de

Die Familie ist für jeden Tipp dankbar.