Raus aus dem Sofa – ein Spaziergang durch Degerschlacht

Raus aus dem Sofa – ein Spaziergang durch Degerschlacht

Raus aus dem Sofa – ein Spaziergang durch Degerschlacht

Dieser Artikel kommt diesmal leider nicht ganz ohne Worte aus …

Raus aus dem Sofa

„Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen“, heißt es. Ich hatte nun also lange genug auf Sofas gesessen und mich dort vorwiegend mit Essen beschäftigt.
Ich muss raus, dachte ich. Und als ich heute Morgen in der Küche saß und aus dem Fenster sah, da sah das Wetter einfach traumhaft aus. Knackig kalt. Das Thermometer zeigte –8 Grad.
Aber der Reif auf Bäumen, Sträuchern, Dächern, Wiesen – ich musste einfach raus.

Dick eingepackt

Also zog ich lange Unterwäsche an, den dicksten Pullover, den ich habe, Mütze, Schal, Handschuhe, die warme Winterjacke, gefütterte Schuhe, zog die Kapuze tief ins Gesicht und machte mich auf den Weg. Auf einen Spaziergang durch Degerschlacht.

Alte Wege, alte Erinnerungen

Ich lief los. Alte, vertraute Wege. Und dabei kamen eine Menge Erinnerungen hoch.
Daran, dass die Kinder früher in der Talstraße gespielt haben. Als die Tiergartenstraße ihrem Namen noch alle Ehre gemacht hat. Eigentlich war es nur ein ganz kleiner Weg. Und er führte vorbei an einem Hühnergehege. Ich bin dort regelmäßig mit den Kindern an der Hand vorbeigelaufen. Die Kinder unterhielten sich dann angeregt mit den Hühnern. Mehr als „Gagg“ konnten sie letztendlich aber auch nicht sagen.

Schafe, Schwestern und ein Versprechen

Auf der Wiese an der Seite zu den Feldern hinaus, weiden auch heute manchmal Schafe. Heute waren sie nicht zu sehen. Vielleicht war ihnen zu kalt.

Da, wo heute die Baustelle steht, wohnten damals zwei Schwestern, die peinlich genau darauf achteten, dass die Kinder ja ihren Zaun nicht berührten. Daneben war ein kleines Haus. Ich erinnere mich daran, dass es dort einmal gebrannt hat. Unser Nachbar hatte damals einen Hund und war bei der Feuerwehr.
„Wenn hier bei euch mal etwas passieren sollte, sind wir da“, versprach er. „Wir passen auf euch auf.“

Container, Kunst und kleine Entdeckungen

Der Altmetall-Container ist für viele ein Segen. Egal, ob Altmetall oder Elektroschrott – der Besitzer des Containers freut sich.

Das kleine Kunstgewerbehäuschen gab es früher noch nicht. Aber es ist eine echte Bereicherung, finde ich.

Die Bäume sahen heute einfach zauberhaft aus. Manche waren skurril gewachsen, hatten Vogelhäuschen und Insektenhotels. Die Achalm, die man sonst von der Talstraße aus gut sehen kann, konnte man heute Morgen bestenfalls erahnen.

Friedhofsblick

Der Friedhof mit dem Platz gegenüber, auf dem einmal ein Pflegeheim entstehen soll …
Ich finde den Standort ja ein ganz kleines bisschen makaber. Andererseits: Es gibt dort immerhin auch einen Parkplatz.

Steinlöwen und bellende Erinnerungen

Die Steinlöwen rechts und links der Einfahrt in der Jerg-Wurster-Straße stehen dort schon ewig. Wenn ich vor vielen Jahren mit unserem Hund dort vorbeiging, hat er sie jedes Mal ordentlich verbellt. Ich bin dann später meistens doch lieber einen Umweg gegangen.

Gartenschilder und kleine Scherze

In manchen Gärten wachsen Hufeisen, andere bieten Unkraut an und warnen auf nette Weise vor dem Hund …

Und eigentlich ist in der Käthe-Kollwitz-Straße Tempo 30. Aber irgendeinem Witzbold schien das nicht zu gefallen. Er hat kurzerhand ein Tempo-40-Schild an den Laternenpfahl geklebt.

Die Krone, die keine mehr ist

Das, was früher einmal die Krone war, ist heute ein Wohnhaus. Damals gehörte ein wunderschöner Garten zum Gasthaus. Es hätte wirklich schön sein können. Andreas Dörr hatte mit seinem GEA-Artikel „Es goht halt nemme …“ über die beiden Schwestern, die dort die Wirtschaft geführt hatten, sogar einen Preis gewonnen.

Hühner auf Abwegen

Manchmal musste man auf der Leopoldstraße besonders aufpassen. Früher stand dort an der Ecke, da, wo es nach K’furt runtergeht, ein Bauernhaus. Und auf dem Hof gab es Hühner. Manchmal büxte eines aus, lief aufgeregt die Leopoldstraße auf und ab und blockierte den Verkehr.

Bei uns hinterm Haus waren die Hühner von Frau Schäfer. Ich fütterte sie mit Salatabfällen und Essensresten, und manchmal bekam ich dafür ein paar Eier, wenn die Hennen gut gelegt hatten.

Heute gibt es übrigens manchmal wieder Hühner in der Leopoldstraße. Gut eingezäunt. Heute waren sie nicht zu sehen. Aber bei dem Wetter wäre das für sie wohl auch nicht gut gewesen.

Einfach gut

Der Spaziergang hat mir gutgetan.
Ich denke, ich werde es wieder tun.

Sagt
eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Wer macht denn so was?

Wer macht denn so was?

Wer macht denn so was?

Was ist das?
Und vor allem: Warum?

Zum ersten Mal ist mir der Müll an der Bushaltestelle eine Woche vor Weihnachten aufgefallen. Was genau es war – ich hab lieber nicht so genau hingesehen. Und ich glaube, das war gut so. Denn ein Freund von uns hatte war neugieriger als ich (ja, das geht  😉). Und das, was er da vorgefunden hat, war nichts, was ich hier beschreiben möchte.

Lieber nicht so genau hinsehen?

Eigentlich hatte ich mir schon damals vorgenommen, ein paar Zeilen darüber hier zu lassen und zu fragen: Muss das denn sein?
Okay – damals war der Papierkorb an der Bushaltestelle voll. Vielleicht hätte der Mensch, der dort seinen Unrat loswerden wollte, ihn sonst in den Eimer geworfen. Aber der war ja – wie gesagt – schon voll. Also daneben damit?

Am nächsten Tag, noch bevor ich etwas geschrieben hatte, waren die Männer von den Stadtwerken gekommen und hatten die Sauerei im Handumdrehen beseitigt. Na gut, dachte ich, man muss ja vielleicht auch nicht alles breittreten. Ist ja nun auch alles wieder gut.

Problem gelöst – auf Kosten anderer?

Natürlich kann man die Stadtreinigung anrufen. Die kommt dann und räumt das weg. Problem gelöst – auf Kosten anderer. Hat mir jedenfalls jemand erklärt.

Bleibt trotzdem die Frage: Muss das denn wirklich sein?
Muss jemand anrufen, muss jemand anrücken, muss jemand den Dreck anderer wegräumen?

Oder wäre es nicht schlicht besser, wenn der Müll gar nicht erst dort abgeladen würde?

Das fragt sich

Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Die Wildsaua send los

Die Wildsaua send los

Die Wildsaua send los

 

Gehört das hier hin?

Irgendwie schon. Aber nur, weil ich gesehen habe, dass unsere Leser danach suchen. Immer wieder gibt es Zugriffe auf den Fasnetsplan der Wildsaua. Und dann ist es der vom letzten Jahr.

Deshalb denke ich, gehört der neue Fasnetsplan auf die aktuelle Seite. Auch, wenn es eine Weihnachtsseite ist und wir euch damit frohe und besinnliche Tage und was man sich sonst so um diese Zeit wünscht, wünschen möchten.

Dann gibt es die Ankündigung eben beim Ausblick 2026 noch einmal.

Also hier ist er jetzt jedenfalls. Der aktuelle

Fasnetsplan der Wilsaua 2026 zum Download.

Damit ihr nichts verpasst: am 10.  Januar geht’s nämlich schon los. Nachmittags findet die erste Kinderfasnet statt und abends laden die Fasnetsfreunde dann zur großen Narrennacht in der Halle und im angrenzenden Zelt ein. Es gilt Kostümpflicht!

Bis zum nächsten Umzug dauert es dann aber noch ein bisschen. Der ist für den 9. Januar 2027 zum 25-Jährigen Bestehen geplant.

 

Viel Spaß wünscht euch

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Nun werden auch die Tage wieder länger …

Nun werden auch die Tage wieder länger …

Nun werden auch die Tage wieder länger …

Die Sonnenwendfeier im Hof der Auchterthalle war genau so, wie man sie sich wünscht. Peter hatte alles mit viel Gespür vorbereitet: Punsch, Gebäck und eine Feuerschale, in der ein offenes Feuer brannte. Rundherum saßen die Leute, brieten ihre Rote Würste über der Glut und kamen miteinander ins Gespräch.

Der Hof, die Bäume, das ganze Gelände waren adventlich beleuchtet und schufen eine ruhige, warme Stimmung. Viele Degerschlachterinnen und Degerschlachter waren gekommen – mehr, als erwartet. Trotzdem hat alles gereicht. Es war unkompliziert, gemütlich und einfach richtig schön.

Veranstaltet wurde die Sonnenwendfeier vom Schwäbischer Albverein – Ortsgruppe Degerschlacht.