Kinder befreit und Rathaus übernommen

Kinder befreit und Rathaus übernommen

Kinder befreit und Rathaus übernommen

Eulen fliegen auch bei Regen. Und den Wildsaua macht so ein bisschen Wasser von oben auch nichts aus. Am schmotzigen Donnerstag waren sie gemeinsam im Ort unterwegs. Sie starteten beim Bäcker – natürlich. Denn ohne einen g’scheiten Kaffee und ordentliche Fasnetsküchle geht an so einem Tag gar nichts.

Eulen und Wildsaua unterwegs im Ort

Und weil es ja bekanntlich auch Kraft kostet, wenn man Schüler und Kindergartenkinder befreien und schließlich das Rathaus übernehmen will, kehrten sie dann nochmal beim Metzger ein, bevor sie sich auf die Socken machten. Die Socken sind allerdings nur symbolisch gemeint, denn weder Eulen noch Wildsauen tragen bekanntlich ja Socken.

Die neue Obereule heißt Lukas Nedele

Nachdem Claudia Fäth 19 Jahre die Degerschlachter Eulen regiert hat, ist nun Lukas Nedele die Obereule.

„Wir hatten bis jetzt viele gute Veranstaltungen in der Region“, erzählt er. Die Eulen seien eine bunte Truppe. Die Altersspanne reicht von einem Jahr bis über 70. Insgesamt sieben Eulen gehören inzwischen zu den weißen Eulen. Sie sind über 50 Jahre alt und tragen als Zeichen ihrer Weisheit ein weißes Häs.

 

Weise Eulen im weißen Häs

Mit dem schmotzigen Donnerstag, der Befreiung der Kinder von Schule und Kindergarten und der Übernahme des Regiments im Rathaus geht es nun zum Endspurt. Am Samstag ist dann hier in Degerschlacht nochmal Kinder- und Hallenfasnet und dann kehrt hier Ruhe ein. Die Narren sind dann an Rosenmontag und Fasnetsdienstag noch auf der Schwäbischen Alb unterwegs, dort wo die Fasnetshochburgen sind und ab Aschermittwoch hat auch sie der Alltag wieder.

Denn wir wissen ja alle:
Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

Unterwegs zur Übernahme

Degerschlachter Narren übernehmen das Rathaus

Degerschlachter Narren übernehmen das Rathaus

Degerschlachter Narren übernehmen das Rathaus

Schlüsse her – Krawatte ab

„Schlüssel her – Krawatte ab!“, forderte Lukas Nedele, der seit diesem Jahr bei den Degerschlachter Eulen die Obereule ist: Zusammen mit den Wildsaua stürmten sie am schmotzigen Donnerstag das Rathaus und hatten ein gemeinsames Ziel: Bürgermeister werden.

Er erklärte Ute Dunkl, die normalerweise im Rathaus die Geschicke lenkt, dass sie bis Aschermittwoch erstmal Pause hat. Jetzt übernimmt der Narrenchor. Und bis Aschermittwoch gelten nur noch Narrengesetze.

„Die Kasse ist leer“, wusste er. Und dass Ute überall sucht und guckt, ob man nicht doch irgendwo noch etwas locker machen kann. „Wir Eulen haben scharfe Augen und sehen genau, wo du versuchst, Geld herzuklauben.“

„Wir Schwaben sparen gern“, erklärte er, fand aber gleichzeitig, an Kultur und Festen zu sparen sei keine gute Idee. „Die braucht der Flecken.“

Eulen und Wildsaua – die alle Tiere des Waldes, die zu Degerschlacht gehören, wollen nun den Ort in eine frohe und bunte Narrenwelt verwandeln:

Eule – huhu
Wildsaua – es grunzet.

13 statt 5 Fragen an Lukas Nedele – weil Fasnet ist.

13 statt 5 Fragen an Lukas Nedele – weil Fasnet ist.

13 statt 5 Fragen an Lukas Nedele – weil Fasnet ist.

 

Frage: Welcher Degerschlachter Narr sollte heute dabei sein?
Antwort: Eulalia. Die mit den Nachrichten. Die Seite Degerschlacht News sind „Nachrichten von der Degerschlachter Eule“. Und die heißt Eulalia.

Frage: Wenn die Eulen heute Nacht nur eine einzige Sache im Rathaus klauen könnten: Die Kaffeemaschine, die Rathauskasse oder den Rathausschlüssel – was nähmen sie mit?
Antwort: Den Rathausschlüssel. Die Kasse ist eh leer und mit dem Schlüssel kommen sie auch an die Kaffeemaschine.

Am schmotzigen Donnerstag stürmten die Degerschlachter Eulen und die Wildsaua das Rathaus – mit einem klaren Ziel: Bürgermeister werden! Wir haben mit Lukas Nedele, der neuen Obereule, gesprochen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Frage: Lukas, Fasnetsküchle oder Berliner?
Antwort: Fasnetsküchle!

Frage: Wann ist für Eulen die Nacht zu Ende?
Antwort: Wenn die Sonne aufgeht.

Frage: „Atemlos durch die Nacht“ oder „An Tagen wie diese“?
Antwort: An Tagen wie diese.

Frage: Kluge Nachteule oder Party-Eule?
Antwort: Beides. Denn kluge Partyeulen haben mehr Ausdauer beim Feiern.

Frage: Welches neue Gesetz werden die Eulen heute als erstes erlassen, wenn sie die Macht im Rathaus übernommen haben?
Antwort: Das Konfettiverbot wird aufgehoben.

Frage: Brauchen Eulen wirklich kein Licht, um nachts nach Hause zu finden?
Antwort: „Nein, brauchen sie nicht. Es reicht sogar ein Auge (Die Masken der Eulen-Häs haben ein offenes und ein geschlossenes Auge. Sie zwinkern also).“

Frage: Bier oder Cocktail?
Antwort: Sekt.

Frage: Wenn Eulen das Rathaus übernehmen: Welches Bild hängt dann über dem Bürgermeistersessel?
Antwort: „Ein Wald im Vollmond. Im Vordergrund die Eule mit dem Rathausschlüssel im Schnabel.“

 

Frage: Pizza bei Elio oder Kaffee und Kuchen in der Bäckerei?
Antwort: „Kaffee und Kuchen.“

Frage: Wen würdet ihr als erstes zum Degerschlachter Ehrennarren ernennen?
Antwort: „Wir werden niemanden herausstellen. Eulen und Wildsaua machen gemeinsame Sache.“

Frage: Welches Gesetz würdet ihr ändern, wenn ihr könntet: Fasnetsküchle statt Steuern oder Fasnet das ganze Jahr?
Antwort: Fasnetsküchle statt Steuern. Wenn das ganze Jahr Fasnet wär, wär es ja nichts Besonderes mehr.

In eigener Sache: Lampenfieber vor der Buchmesse

In eigener Sache: Lampenfieber vor der Buchmesse

– Redaktionstagebuch. Diesmal tatsächlich mehr „Tagebuch“ als „Redaktions -“  

In eigener Sache: Lampenfieber vor der Buchmesse

Lampenfieber vor der Stuttgarter Buchmesse

Oder: Wenn man mit 70 plötzlich kalte Füße bekommt

Geschrieben hab ich schon immer

Geschrieben hab ich ja schon immer. Bisher waren es Bücher – die Geschichte meiner Familie als Roman und Dokumentation, mit Schildkröte und Rabe, weil meine Protagonistin Josefine mit irgendjemandem sprechen musste. Gutenachtgeschichten für meinen Sohn (die Geschichten sind wirklich schön, nur bei der Illustration muss ich noch mal ran). Reiseberichte von meiner Reise zu unseren Patenkindern nach Nepal, und solchen, bei denen wir mit dem Wohnmobil unterwegs waren.

Dann kamen die Bilder

Dann hab nochmal ein Studium als Comic- und Karikaturzeichnerin abgeschlossen, als ich mich gerade aus dem Berufsleben in die Rente verabschiedet hab. Und dann hab ich angefangen zu zeichnen. Eine Graphic Novel mit dem Titel „Alle Raben heißen Prisuch“ – eine gezeichnete Geschichte aus Erzählungen und Aufzeichnungen zwischen zwei Weltkriegen mit Happy End.

Die Buchmesse – und ein Rückzieher

Als ich von der Stuttgarter Buchmesse am 28. Februar gehört hab, dachte ich: Da meldest du dich an. Manchmal braucht man einfach eine Deadline um irgendetwas fertig zu bekommen. Ursprünglich wollte ich gemeinsam mit einer jungen Frau ein Bilderbuch vorstellen. Sie hat geschrieben – ich gezeichnet. Aber die Autorin will es nicht mehr veröffentlichen. Jedenfalls nicht mit meinen Bildern. Und ich darf sie auch nicht verwenden, sagt sie, weil sie aus ihrer Idee entstanden sind.

Alleine – aber nicht mit leeren Händen

Na gut, dachte ich, geh ich halt alleine hin. Ich nehm mit, was ich hab.

Meine Bücher. Und dann noch ein gezeichnetes Bilderbuch über eine Legende der First Nations in Kanada, die ich sehr mag und vorher noch nie gehört hatte. Ich wollte es so einfach wie möglich zeichnen und so kurz wie möglich halten, damit ich es schaffe bis zur Buchmesse. Es ist fertig. Zumindest druckreif. Mit der Technik stehe ich noch ein bisschen auf Kriegsfuß, aber das wird.

Meine Graphic Novel ist auch noch nicht fertig. Ich hab zusammengestellt, was ich bis jetzt hab, und mache einen ersten Band draus. Der ist jetzt auch so gut wie druckreif. Das Cover steht auch schon.

Der Hallenplan – und die Panik

Gestern hab ich den Hallenplan bekommen. Mein Tisch steht ziemlich in der Nähe des Eingangs, gleich beim Catering. Da kommt garantiert jeder vorbei.

Jetzt hab ich Lampenfieber.

Inzwischen hab ich schon jede Menge Bücher für die Messe gekauft. Und sobald ich dann den ersten Band meiner Graphic Novel und das Bilderbuch fertig habe, werden es noch mehr. Was mach ich bloß nach der Messe damit? Was mach ich bloß, wenn mich alle doof finden und merken, dass ich gar nicht zeichnen kann?

Ich könnte die Reste über meine Homepage verkaufen. Und versuchen, ein bisschen Werbung auf Degerschlacht News zu machen. Aber irgendwie ist es auch peinlich. Ich glaub, ich hab einfach kalte Füße. Ich hab Lampenfieber.

Ich bin 70 Jahre alt und alle anderen Aussteller:innen sind garantiert viel jünger als ich.

Aber wisst ihr was? Ich mach’s trotzdem.

Augen zu und durch sagt
Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Haste Töne? Neue Termine für das Offene Singen Degerschlacht

Haste Töne? Neue Termine für das Offene Singen Degerschlacht

Haste Töne? Neue Termine für das Offene Singen Degerschlacht

Es geht los! Die Termine für das Offene Singen Degerschlacht stehen. Ich freu mich sehr – aufs Singen, auf euch und darauf, endlich wieder einen Grund zu haben, mich ans Klavier zu setzen.

Letztes Jahr das erste Offene Singen mit Ute und Wolfgang Dunkl vorzubereiten hat richtig Spaß gemacht. Denn Musik macht gemeinsam einfach mehr Freude. Alleine lässt die Lust bei mir schnell nach. Wie ist das bei euch? Braucht ihr auch Gesellschaft zum Singen? Oder reicht euch die Dusche?

Eure Liedwünsche

Beim letzten Treffen habt ihr mir Vorschläge aufgeschrieben. Manche kenn ich noch nicht, aber bis zum 27. März hab ich ja noch Zeit zum Üben. Auf der Liste stehen bisher: Über den Wolken, Angels, Marmor Stein und Eisen bricht, Stairway to heaven, Abba-Songs, das Degerschlacht-Lied, Engel (Rammstein), Ein Bett im Kornfeld, Yesterday, Mir hoißet alle Hägele und viele mehr.

Schickt mir gerne weitere Wünsche!

Spaß statt Druck

Das Wichtigste: Wir wollen einfach miteinander singen. Ohne Druck, ohne Qualitätsanspruch. Die einzigen, die üben müssen, sind Wolfgang und ich. Wer Lust auf mehr hat: Sprecht mich an, ich bau auch gerne einen Chor mit euch auf.

Die praktischen Infos

Die Evangelische Kirchengemeinde Degerschlacht-Sickenhausen lässt uns den Raum im Gemeindehaus weiter nutzen. Das erste Treffen am 27. März ist für uns kostenlos, danach stellen wir ein Kässle auf – wer mag, wirft einen kleinen Obulus ein. Pflicht ist es nicht.

Ein anderes Bild hatte ich grad leider nicht. Ich hab beim letzten Offenen Singen einfach vergessen, Bilder zu machen. Nächstes Mal bestimmt. Versprochen!

Alle Termine findet ihr im Veranstaltungskalender, wo ihr euch auch anmelden könnt (muss aber nicht sein). Vor jedem Termin gibt’s nochmal eine Erinnerung über GEA, Blättle, die Kästen und den Newsletter.

Bis dahin freut sich auf euch
Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht