Die Bank beim Bücherschrank unter der Kastanie …

Die Bank beim Bücherschrank unter der Kastanie …

Die Bank beim Bücherschrank unter der Kastanie …

Der Bücherschrank steht inzwischen schon eine ganze Weile unter der Kastanie. Auch im vergangenen Winter war das schon so. Eine Bank wäre hier schön, dachte ich, schnappte meine Kamera und zog los, um ein Foto zu machen und einen Aufruf auf Degerschlacht News zu starten. Doch als ich um die Ecke der Martin-Knapp-Straße kam, sah ich sie: Die Bank stand schon da.

Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl hatte bereits vor mir den gleichen Gedanken gehabt, wie sie mir abends beim ersten Klappstuhl-Treffen erzählte.

Budget für die Bank?

Sie hatte sich bei der Kirchengemeinde erkundigt. Auch da war man Utes Meinung: Eine Bank, um gleich hier an Ort und Stelle unter der Kastanie zu sitzen und zu schmökern wäre schon. Doch der Kirche fehlte dafür das Budget. Ute setzte sich also dafür ein, dass die Bank von der Gemeinde finanziert werden konnte.  So steht nun die Bank als Eigentum der Gemeinde auf dem Grundstück der Kirche. „Die Konstellation mag ungewöhnlich sein“, schmunzelt Ute, „aber so haben wir einen schönen Platz zum Entspannen unter der Kastanie bei der Kirche.“

Die Bank wird genutzt. „Ich seh oft jemanden dort sitzen und lesen, wenn ich vorbeigehe“, erzählte einer der Gäste aus der Klappstuhlrunde. Genau dafür ist der Platz gedacht: für eine Pause, ein Gespräch oder einfach eine kleine Auszeit mit einem Buch im Schatten der Kastanie.

Literatur aus Degerschlacht – und für jeden Geschmack

Im Bücherschrank findet sich alles: richtig gute Literatur genauso wie leichte Unterhaltung für den Urlaub, Romane für lange Winterabende oder Sachbücher – und sogar Literatur von Degerschlachter Autoren. Für jeden Geschmack ist etwas da. Was mich besonders freut: Auch die ersten Bände der Fantasy-Trilogie des Degerschlachter Autors Michel Ritter ist dabei.

Die Auswahl ist so bunt wie unser Ort. Es gibt für jeden Geschmack etwas, und das Regal lebt davon, dass immer wieder Bücher dazukommen – von Nachbarn für Nachbarn.

 

Büchern von Nachbarn für Nachbarn

Ich denke, ich werde auch mal mein Bücherregal durchforsten und gucken, ob ich etwas habe, was die Degerschlachter gerne lesen könnten. Auch aus meiner eigenen Feder gibt es Bücher, die ich hier zur Verfügung stellen könnte. Manches hat sogar lokalen Bezug wie mein Buch über den Hagelsturm 2013, der unser Dorf damals so heftig getroffen hat (Titel: „Der Tag, als uns der Himmel auf den Kopf fiel…“). Außerdem gibt es von mir auch schon verschiedene Geschichtenbücher, Reiseliteratur und historische Romane. Die kleine Printausgabe mit den besten Artikeln aus dem ersten Jahr „Degerschlacht News – Nachrichten von der Degerschlachter Eule“ ist auch in Arbeit und gehört da vielleicht auch hinein.

Der Bücherschrank unter der Kastanie ist auf jeden Fall mehr als nur ein Möbelstück. Zusammen mit der Bank ist er einfach eins der Dinge, die das Leben in unserem Ort lebenswert macht.

Leitungsarbeiten und eine Straßensperrung

Leitungsarbeiten und eine Straßensperrung

Leitungsarbeiten und eine Straßensperrung

Die Baustelle in der Jerg-Wurster-Straße in Degerschlacht entwickelt sich sichtbar. Hier entstehen derzeit drei Doppelhäuser mit insgesamt sechs Wohneinheiten. Seit Dienstag ist die Straße zwischen den Hausnummern 5 und 9 gesperrt. Noch bis zum 27. Juni sollen hier Leitungen verlegt werden, die eine Straßensperrung nötig machen.

„Alles verläuft bisher planmäßig“

Das Bauvorhaben wird von der Firma Weisenburger betreut. Bei unserem Gespräch mit der Bauleiterin Beatrix Mex machte sie einen sehr zufriedenen und entspannten Eindruck. Zum voraussichtlichen Fertigstellungstermin konnte sie allerdings noch nichts sagen. „Die Arbeiten laufen aber bisher planmäßig“, erklärte sie.

Nur ein kleiner Abschnitt

Die Straßensperrung betrifft zwar nur einen kurzen Abschnitt, in dem in dem Strom-, Telekom- und Wasserleitungen und was sonst noch dazu gehört, verlegt werden. Aber zumindest am Dienstagmorgen sorgte die Sperrung bei einigen Autofahrern für Verwirrung. Sie bogen ab, kamen bis an den Bauzaun und mussten wenden. Man konnte sehen, dass eine Pflegedienstfahrerin aus der Veit-Stoß-Straße eigentlich gleich Richtung Betzingen abbiegen wollte, zunächst ziemlich unwirsch hinter ihrem Lenkrad reagierte und dann wendete.

 

Zusätzliche Hinweisschilder?

Wer aus Richtung Leopoldstraße kommt, kann das Durchfahrt-verboten-Schild zwar zumindest von weitem erkennen. Aus Richtung Osianderstraße ist die Beschilderung dagegen nicht ganz so gut einsehbar. Mehr Klarheit könnten hier zusätzliche Hinweisschilder vor der Einmündung schaffen – um Irrfahrten und Wendemanöver im gesperrten Bereich zu vermeiden.
Eigentlich ist ja nur ein kleines Teilstück der Straße gesperrt. Eine Umleitungsempfehlung gibt es nicht. Das wäre auch ziemlich schwierig. Man mag den Verkehr schließlich nicht offiziell durch Parlerstraße oder Schwindstraße und Andreas-Schlüter-Straße schicken. Die Straßen sind viel zu eng und würden für die Anwohner zu einer echten Belastung.

Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen

Ob die Sperrung zu mehr Verkehr auf der Leopoldstraße führt, lässt sich schwer sagen – hier ist ohnehin meist viel Betrieb. In der Parlerstraße waren bereits am Dienstagmorgen sehr viel mehr Fahrzeuge zu sehen als sonst. Es scheint, als würden viele Autofahrer versuchen, diesen Weg als Ausweichroute zu nutzen – was aufgrund der engen Fahrbahn zwar nachvollziehbar, aber problematisch ist.

Die Sperrung soll voraussichtlich am 27. Juni aufgehoben werden.

Offenes Singen in Degerschlacht

Offenes Singen in Degerschlacht

Offenes Singen in Degerschlacht

Die Planungen laufen

Ein Offenes Singen für alle, ganz ohne Noten und Verpflichtungen, mit Liedtexten auf der Leinwand und Songs quer durch alle Genres – von Volksliedern bis Rockklassikern – das war die Idee, die nach dem Ende des Degerschlachter Gesangvereins entstanden ist. Jetzt wird sie Realität: Ab Herbst soll im Gemeindehaus Degerschlacht gesungen werden – ohne Verein, Noten oder sonstigen Verpflichtungen. Dafür brauchen wir eure Liedwünsche – und vielleicht jemanden, der Lust hat, uns auf dem Klavier oder der Gitarre zu begleiten!

 Singen verbindet – auch ohne Verein und Notenblatt

Früher, vor langer Zeit, als ich noch jung war, hab ich als Sängerin mit Jazz, Folk und Rock auf der Bühne gestanden – später in Reutlingen dann als Chorleiterin mit dem Sängerkranz auch Volkslieder und klassisches Liedgut gesungen. Singen? Ich mag es immer noch. Es fühlt sich einfach schön an. 

Damals, nach meiner Chorleiterausbildung, hatte ich überlegt, in Degerschlacht etwas auf die Beine zu stellen – ein kleines Gesangsensemble, ein lockerer Chor vielleicht. Aber ohne neutralen Raum, ohne Geld, ohne Technik war das alles schwierig. Ich glaube, ich habe das nie richtig öffentlich gemacht. Wir haben dann einfach im kleinen privaten Kreis bei uns zu Hause angefangen zu singen – mehr oder weniger regelmäßig.

Und irgendwann ist diese Runde eingeschlafen.

 Jetzt wird’s wirklich offen – für alle!

 Als sich Ende letzten Jahres der Degerschlachter Gesangverein – ein reiner Männerchor – auflöste, entstand eine Lücke. Und eine neue Idee. Beim Gespräch mit Ute Dunkl, unserer Ortsvorsteherin, kam der Gedanke auf: Warum nicht ein Offenes Singen für alle in Degerschlacht? Ute war begeistert. 

Unverbindlich, ohne Anmeldung, ohne Notenkenntnisse – einfach singen, was Freude macht. Die Texte erscheinen auf der Leinwand, es gibt Karaoke-Begleitungen oder – wenn sich jemand findet – vielleicht sogar eine Live-Begleitung mit Klavier oder Gitarre. (Wenn du dich angesprochen fühlst: Melde dich gern!)

„Ich kümmer mich um den Raum“, versprach Ute, die eben selber gerne singt.  

Die musikalische Bandbreite ist offen: Rock, Pop, Volks- und Wanderlieder, Soul, Jazz, Schlager – erlaubt ist, was gefällt. (Rap wird vermutlich schwierig, aber wer weiß …)

 Start nach den Sommerferien

 

Dank der Unterstützung der Kirchengemeinde dürfen wir das Gemeindehaus nutzen – ein riesiges Dankeschön dafür! Der erste Termin ist für nach den Sommerferien geplant. Sobald er feststeht, informieren wir euch natürlich.

 

Damit wir gut planen können, möchten wir wissen:

  • Was möchtet ihr singen?
  • Welche Genres gefallen euch?
  • Habt ihr konkrete Liedwünsche?
  • Möchtet ihr euch einbringen – musikalisch oder organisatorisch?

Dafür gibt es ein kleines Onlineformular, das ihr ganz unkompliziert ausfüllen könnt.

 

Damit unser erstes Offenes Singen ein voller Erfolg wird, möchten wir wissen, was euch Freude macht. Einfach ausfüllen - alles ist willkommen

Wie alt bist du?

Singst du gerne?

Welche Musikrichtungen singst du am liebsten?

Was wäre dir wichtig beim Offenen Singen?

Würdest du dich einbringen wollen?

Wir freuen uns auf viele Stimmen, Lieblingslieder, neue Begegnungen – und auf ein Singen, das Degerschlacht gut tut!

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Für Rückfragen, Ideen oder Mitmachlust: post@degerschlacht-news.de

Startschuss für Erschließung gefallen – Pflegeheim weiter ungewiss

Startschuss für Erschließung gefallen – Pflegeheim weiter ungewiss

Startschuss für Erschließung gefallen – Pflegeheim weiter ungewiss

Baugebiet Leiblstraße/Leopoldstraße: Startschuss für Erschließung gefallen – Pflegeheim weiter ungewiss

Bericht aus dem Urlaub – für Degerschlacht News telefonisch zusammengetragen

Formaler Beschluss ebnet Weg für neues Baugebiet

Der Grundsatzbeschluss zur Erschließung des Baugebiets an der Leiblstraße/Leopoldstraße  wurde am Montagabend vom Bezirksgemeinderat einstimmig verabschiedet. Damit ist ein wichtiger formaler Schritt getan, um das geplante Neubaugebiet – in dem unter anderem auch das dringend benötigte Pflegeheim für Degerschlacht und Sickenhausen entstehen soll – überhaupt realisieren zu können.

BWS GmbH übernimmt Umsetzung

Daniel Schmid, Fachgebietsleiter der neu gegründeten BWS GmbH, stellte das Projekt vor. Die BWS wird auch mit der Umsetzung der Erschließung beauftragt. Einigkeit herrschte im Gremium darüber, dass für private Bauherren keine zusätzlichen Erschließungskosten entstehen dürfen – ein klares Signal an künftige Bauplatzbesitzer.

Baubeginn ab Frühjahr 2026 geplant

Für diese kann es nun konkret werden: Ab Frühjahr 2026 sollen die Erschließungsarbeiten beginnen. Der tatsächliche Baubeginn für private Häuslebauer wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 möglich sein.

 

Pflegeheim lässt weiter auf sich warten

Noch offen ist hingegen der Zeitplan für das geplante Pflegeheim. Zwar sei ein Investor gefunden, so das Bezirksamt auf Anfrage der Degerschlacht News, doch fehlt nach wie vor ein Betreiber. Hier macht sich der bundesweite Fachkräftemangel deutlich bemerkbar: Ohne ausreichend Pflegepersonal kann auch das modernste Heim nicht betrieben werden. Die Nachfrage jedenfalls ist groß – nicht nur beim Bezirksamt, sondern auch bei uns in der Redaktion häufen sich die Anfragen aus der Bevölkerung.

In eigener Sache

Diesen Artikel habe ich – ausnahmsweise – telefonisch recherchiert und von unterwegs verfasst. Auch im Urlaub lasse ich Degerschlacht nicht aus den Augen. Danke für Ihr Verständnis!

Sonntagskrimi diesmal am Freitag – Cybercrime Teil 3

Sonntagskrimi diesmal am Freitag – Cybercrime Teil 3

Kriminalität in Degerschlacht:

Sonntagskrimi diesmal am Freitag – Cybercrime Teil 3

Erst heute war im GEA zu lesen: Die Webseite der Stadt Stuttgart war Opfer eines Cyberangriffs und war für 2 Tage lahmgelegt worden. 

Doch wenn eine Webseite gehackt wurde, ist das meist nur der Anfang. Der Hacker hat oft dann auch die Möglichkeit, auch auf das Firmennetzwerk zuzugreifen.

Das Thema Cybercrime ist also nach wie vor aktuell.

Im dritten und letzten Teil unseres Erfahrungsberichts gibts ein Happy-End. Der Erpresser erklärt, wie er in das System dringen konnte und gibt Tipps, wie man weitere Angriffe vermeiden kann.

Ein Sonntagskrimi – 3. Teil

DER SONNTAGSKRIMI

CYBERCRIME – LETZTER TEIL

Der Erpresser kam per Mail

Vor einer Woche hatte ein Hackerteam mit einem Erpressungstrojaner alle Systeme der Machjetztwas GmbH lahmgelegt. Telefon und Internet waren ebenfalls betroffen. Der Betrieb stand weitestgehend still. Inzwischen sind die Daten entschlüsselt und die Systeme wiederhergestellt. Heute kam die Mail mit dem „Report“, auf den wir seit Tagen gewartet haben

ÜBER EINE INFIZIERTE MAIL INS SYSTEM

„Ich hab dir eine Mail weitergeleitet.“ Der Gatte sah mich an und strahlte.
Eigentlich wollte ich grad etwas ganz anderes tun. Da war noch das Zertifikat, das eingebunden werden musste. Herr Kunde brauchte Zugangsdaten, weil er seine Webseite künftig selber pflegen wollte und dann war da noch der Shop, bei dem ich eigentlich noch ein paar Änderungen programmieren sollte.

Eigentlich.

Aber jetzt stand der Mann da neben mir und wartete darauf, dass ich die Mail öffnete, las, was er mir da zugedacht hatte.

DER REPORT DES HACKERS

„Report“ stand im Betreff.

Da war er also, der Report des Hackers, die Infos darüber, wie er in die Systeme der Machjetztwas GmbH kommen konnte.

Eigentlich hatte ich ganz andere Themen für meinen aktuellen Newsletter vorbereitet. Um die Installation von Windows 1 sollte es gehen. Eigentlich hatte der Kollege Windows 11 installieren wollen. Über den Verkehr in unserem Dorf und ob Homeoffice da helfen könnte, wollte ich ebenfalls schreiben.

Aber nun ist da der Bericht. Und ich weiß, dass Euch unser alles rund um unseren Cyberkrimi der vergangenen Woche aktuell viel mehr interessiert, als jedes andere Thema. Sogar Katzenvideos können da vermutlich nicht mithalten.

Diese Themen müssen also warten.

„WIR SIND ÜBER EINE INFIZIERTE E-MAIL IN IHR NETZWERK EINGEDRUNGEN“

Ich öffne nun die Mail.

„Wir sind über eine infizierte E-Mail in Ihr Netzwerk eingedrungen“, steht da.

Der Hacker empfiehlt: „Geben Sie also zunächst allen Ihren Mitarbeitern strenge Anweisungen zu Sicherheitsmaßnahmen.“

Meine Rede seit langem: Die Hacker werden immer geschickter mit Ihren Fake-Emails. Wie schnell klickt man auf eine Rechnung im Anhang, wenn einem der Absender bekannt vorkommt. Oder auf eine Bewerbung, wenn man tatsächlich gerade neue Mitarbeiter sucht. Die Seiten, die Mails, sehen oft täuschend echt aus. Deshalb ist das der wichtigste Punkt, an dem man Ansetzen muss: Mitarbeiter schulen und sensibilisieren. Ihnen Tipps geben, wie sie Fakemails besser erkennen und sich – und damit das Unternehmen – besser vor Schadsoftware schützen können.

ÄHNLICHE TIPPS VON HEISE WIE VON „UNSEREM“ ERPRESSER

Gerade heute hatte ich einen wirklich hilfreichen Link bei Heise online entdeckt:

E-Mail-Konto gehackt: Was Sie jetzt tun muessen

Die Tipps des Heisedienstes sind denen vom Erpresser der Machjetztwas GmbH sehr ähnlich. Vermutlich kennen sie dort „unseren“ Hacker ebenfalls. Schließlich war er schon bei einer Reihe anderer ziemlich großer Unternehmen und Organisationen erfolgreich.

    Vor einer Woche hatte ein Hackerteam mit einem Erpressungstrojaner alle Systeme der Machjetztwas GmbH lahmgelegt. Telefon und Internet waren ebenfalls betroffen. Der Betrieb stand weitestgehend still. Inzwischen sind die Daten entschlüsselt und die Systeme wiederhergestellt. Heute kam die Mail mit dem „Report“, auf den wir seit Tagen gewartet haben

    ÜBER EINE INFIZIERTE MAIL INS SYSTEM

    „Ich hab dir eine Mail weitergeleitet.“ Der Gatte sah mich an und strahlte.
    Eigentlich wollte ich grad etwas ganz anderes tun. Da war noch das Zertifikat, das eingebunden werden musste. Herr Kunde brauchte Zugangsdaten, weil er seine Webseite künftig selber pflegen wollte und dann war da noch der Shop, bei dem ich eigentlich noch ein paar Änderungen programmieren sollte.

    Eigentlich.

    Aber jetzt stand der Mann da neben mir und wartete darauf, dass ich die Mail öffnete, las, was er mir da zugedacht hatte.

    DER REPORT DES HACKERS

    „Report“ stand im Betreff.

    Da war er also, der Report des Hackers, die Infos darüber, wie er in die Systeme der Machjetztwas GmbH kommen konnte.

    Eigentlich hatte ich ganz andere Themen für meinen aktuellen Newsletter vorbereitet. Um die Installation von Windows 1 sollte es gehen. Eigentlich hatte der Kollege Windows 11 installieren wollen. Über den Verkehr in unserem Dorf und ob Homeoffice da helfen könnte, wollte ich ebenfalls schreiben.

    Aber nun ist da der Bericht. Und ich weiß, dass Euch unser alles rund um unseren Cyberkrimi der vergangenen Woche aktuell viel mehr interessiert, als jedes andere Thema. Sogar Katzenvideos können da vermutlich nicht mithalten.

    Diese Themen müssen also warten.

    „WIR SIND ÜBER EINE INFIZIERTE E-MAIL IN IHR NETZWERK EINGEDRUNGEN“

    Ich öffne nun die Mail.

    „Wir sind über eine infizierte E-Mail in Ihr Netzwerk eingedrungen“, steht da.

    Der Hacker empfiehlt: „Geben Sie also zunächst allen Ihren Mitarbeitern strenge Anweisungen zu Sicherheitsmaßnahmen.“

    Meine Rede seit langem: Die Hacker werden immer geschickter mit Ihren Fake-Emails. Wie schnell klickt man auf eine Rechnung im Anhang, wenn einem der Absender bekannt vorkommt. Oder auf eine Bewerbung, wenn man tatsächlich gerade neue Mitarbeiter sucht. Die Seiten, die Mails, sehen oft täuschend echt aus. Deshalb ist das der wichtigste Punkt, an dem man Ansetzen muss: Mitarbeiter schulen und sensibilisieren. Ihnen Tipps geben, wie sie Fakemails besser erkennen und sich – und damit das Unternehmen – besser vor Schadsoftware schützen können.

    ÄHNLICHE TIPPS VON HEISE WIE VON „UNSEREM“ ERPRESSER

    Gerade heute hatte ich einen wirklich hilfreichen Link bei Heise online entdeckt:

    E-Mail-Konto gehackt: Was Sie jetzt tun muessen

    Die Tipps des Heisedienstes sind denen vom Erpresser der Machjetztwas GmbH sehr ähnlich. Vermutlich kennen sie dort „unseren“ Hacker ebenfalls. Schließlich war er schon bei einer Reihe anderer ziemlich großer Unternehmen und Organisationen erfolgreich.

     

    1. Testen Sie Ihre Sicherheitssysteme gegen Angriffe von außen regelmäßig. Versuchen Sie sowohl von extern als auch von intern unberechtigt auf die Systeme zuzugreifen.
    2. Setzen Sie EDR-Systeme (Endpoint Detection and Response Systeme) ein. 

    Anm. der Redaktion: EDR-Systeme überprüfen die Systeme in Echtzeit auf böswillige Aktivitäten und melden sie sofort an den Administrator

    1. Überprüfen Sie die Gruppenrichtlinien, schränken Sie Domänen- und lokale Administratorrechte für bestimmte Benutzer ein.
    2. Verbessern Sie Ihr DLP-Softwaresystem.

    Anm. der Red.: Ein DLP-Softwaresystem – Data Loss Prevention Software – soll Ihre Daten nachhaltig vor Verlust schützen.

    Das wars. Keine Zeile, kein Wort mehr als nötig.

    KEIN FREUND GROSSER WORT

    Und auch der Polizist, der uns die Zeilen des Erpressers hat zukommen lassen, scheint kein Freund großer Worte zu sein.

    „Mit freundlichen Grüßen“ stand da. Mehr nicht.

    Das wars.

    Die Systeme der Machjetztwas GmbH sind neu aufgebaut, die Daten verfügbar, der Betrieb läuft wieder. Der Erpresser hat erreicht, was er wollte und uns freundlicherweise mitgeteilt, dass er über eine Benutzer-Email die IT der Machjetztwas GmbH geentert hat.

    Damit müssen wir uns dann nun wohl zufriedengeben.

    DIE GRUNDLEGENDEN EMPFEHLUNGEN DES ERPRESSERS FÜR IHR NETZWERK

    Grundlegende Empfehlungen zum Netzwerk gibt der Erpresser uns auch:

    1. Verbessern Sie Ihre E-Mail-Filterrichtlinien
    2. Vergeben Sie bessere Passwortrichtlinien
    3. Richten Sie einen Schutz gegen Angriffe wie „Pass-the-Hash“ und „Pass-the-Ticket“ ein.

    Anm. der Red.: Bei einer „Pass-the-Hash“-Attacke erfasst der Angreifer Anmeldeinformationen von einem Konto und authentifiziert sich damit an einem anderen Computer im Netzwerk.
    Mit „Pass-the-Ticket“-Attacken werden die Passwörter im System angemeldeter Benutzer ausgespäht. Das funktioniert am besten, wenn sich der User nicht sauber aus dem System ausgeloggt hat.

    1. Aktualisieren Sie alle Ihre internen Systeme auf die neuesten Versionen
    2. Überprüfen Sie Ihre Netzwerkstruktur und setzen Sie Firewalls ein, mit denen Sie Filterrichtlinien vergeben können.
    3. Blockieren Sie Kerberoasting-Angriffe

    Anm. der Redaktion: „Kerberoasting“-Angriffe haben zu tun mit Passwörtern für Service-Konten. Die werden oft zentral gespeichert und machen die Systeme damit angreifbar.

    1. Testen Sie Ihre Sicherheitssysteme gegen Angriffe von außen regelmäßig. Versuchen Sie sowohl von extern als auch von intern unberechtigt auf die Systeme zuzugreifen.
    2. Setzen Sie EDR-Systeme (Endpoint Detection and Response Systeme) ein. 

    Anm. der Redaktion: EDR-Systeme überprüfen die Systeme in Echtzeit auf böswillige Aktivitäten und melden sie sofort an den Administrator

    1. Überprüfen Sie die Gruppenrichtlinien, schränken Sie Domänen- und lokale Administratorrechte für bestimmte Benutzer ein.
    2. Verbessern Sie Ihr DLP-Softwaresystem.

    Anm. der Red.: Ein DLP-Softwaresystem – Data Loss Prevention Software – soll Ihre Daten nachhaltig vor Verlust schützen.

    Das wars. Keine Zeile, kein Wort mehr als nötig.

    KEIN FREUND GROSSER WORT

    Und auch der Polizist, der uns die Zeilen des Erpressers hat zukommen lassen, scheint kein Freund großer Worte zu sein.

    „Mit freundlichen Grüßen“ stand da. Mehr nicht.

    Das wars.

    Die Systeme der Machjetztwas GmbH sind neu aufgebaut, die Daten verfügbar, der Betrieb läuft wieder. Der Erpresser hat erreicht, was er wollte und uns freundlicherweise mitgeteilt, dass er über eine Benutzer-Email die IT der Machjetztwas GmbH geentert hat.

    Damit müssen wir uns dann nun wohl zufriedengeben.

    Fantasy aus Degerschlacht

    Fantasy aus Degerschlacht

    Fantasy aus Degerschlacht

    „Arrandur“ ist eine dreiteilige Fantasy-Saga. Es stammt aus der Feder des Degerschlachter Autors Michel Ritter. Im Januar hatte er den ersten Band der Trilogie „Die Schattenarmee“ bei Amazon veröffentlicht. Bis heute hat er bereits 300 Exemplare verkauft. Ritter lebt mit seiner Familie in Degerschlacht und hat alles, wirklich alles selbst auf die Beine gestellt – von der ersten Idee über die Ausarbeitung der Geschichte bis zur Gestaltung des Umschlags und dem ganz persönlichen Marketing, ganz ohne professionelle Hilfe.

    Geschichten am Küchentisch

    Michel Ritter schreibt zu Hause am Küchentisch. Meist auf dem Handy. Der zweite Band ist inzwischen in Arbeit und soll im August erscheinen.

    Das Mittelalter, historische Romane und Fantasyliteratur haben ihn seit jeher fasziniert. Geschichten aus diesem Genre hat er immer schon gern gelesen. Der Wunsch, sie selbst zu schreiben, war immer da. „Aber bis dahin hat es irgendwie nie gepasst“, erklärt er. Da waren der Job und die Familie. Inzwischen sind die Kinder ein bisschen größer und er hat den Arbeitsplatz gewechselt. Und hatte den Kopf frei für seine Geschichten.

    Fünf Königreiche und ein junger Held

    Arrandur ist ein Land mit fünf Königreichen. Die Wälder Barandils gehören dazu, das fruchtbare Melvor, das raue Kanaros, die kalten Berge Norfjälls und die stürmischen Küsten Trissos. Wo genau die Königreiche liegen, darüber gibt eine Karte im Buch Aufschluss. In der Geschichte geht es um Kriege, Magie, mystische Wesen und Legenden großer Helden. Im ersten Band „Die Schattenarmee“ entdeckt der 16-jährige Bauernjunge Fynn außergewöhnliche Kräfte. Er trifft Albrecht, den Berater des ungeliebten Königs und gemeinsam spielen sie schließlich eine Rolle im Kampf um das Überleben der Menschheit.

    Spannung – auch für den Autor

    Michel Ritters Ideen entstehen beim Schreiben. „Ich bin selbst gespannt, wie die Geschichte weiter geht“, gesteht er. Ein Konzept hat er nicht. Er lässt sich von seinen Einfällen überraschen. „So bleibt es auch für mich spannend“, sagt er augenzwinkernd.

    Ermutigung aus dem Freundeskreis

    Dass die Geschichte nicht nur ihn selbst, sondern auch seine Leser fesselt, davon zeugen nicht nur die Rezensionen auf Amazon. Bevor er sein Buch veröffentlicht hat, gab er es zunächst Kollegen und Freunden zum Lesen. „Die Rückmeldungen waren durchweg begeistert“, erzählt er. Das gab ihm Sicherheit und er veröffentlichte den ersten Band seiner Trilogie.

    Im Bücherschrank mit persönlicher Notiz

    „Ein Exemplar mit einem kleinen persönlichen Anschreiben habe ich auch in den Bücherschrank an der Kirche gestellt“, erzählt er. Er erzählt darin, wer er ist, dass er in Degerschlacht lebt und ihm der Ort sehr ans Herz gewachsen ist. „Ich hab mich gefreut, dass es immer wieder für eine Zeit aus dem Regal verschwindet“, freut er sich. „Das zeigt doch, dass es gelesen wird.“

    Vom Norden ins Schwabenland

    Michel Ritter ist in Hamburg geboren und war drei Jahre alt als er mit seinen Eltern ins Schwabenländle kam.

    In Degerschlacht wohnt er mit seiner Familie inzwischen seit gut 16 Jahren. Die ersten acht Jahre war die alte „Krone“ in der Martin-Knapp-Straße, Ecke Käthe-Kollwitz-Straße ihr Zuhause. Als der Hagelsturm 2013 in Degerschlacht ziemlich viel Schaden angerichtet hatte, waren Michel und Anne Ritter gerade auf ihrer Hochzeitsreise. Und natürlich hatte das Unwetter auch an der „Krone“ Spuren hinterlassen.

    Seit 2018 haben sie nun ihr eigenes Häuschen in der Martin-Knapp-Straße, ein Stückchen weiter in Richtung Schule. „Wir fühlen uns hier einfach wohl“, strahlt der Fantasy-Autor.

    Die Schattenarmee geht ins Ohr

    Die Geschichte um Fynn und Albrecht in Arrandur geht weiter – nicht nur in Buchform, sondern demnächst auch als Hörbuch. Michel Ritter freut sich über die neue Zusammenarbeit: „Dass ein professioneller Sprecher von sich aus auf mich zukam – das war für mich ein echtes Highlight.“

    Arrandur – Die Schattenarmee auf Amazon