Tag der Aussicht – diesmal in Degerschlacht

Tag der Aussicht – diesmal in Degerschlacht

Ein Tag der Aussicht – diesmal bei uns in Degerschlacht

Wir haben es schon immer gewusst: Degerschlacht ist ein Ort mit Aussicht. Wie schön die ist, soll nun auch der Rest der Welt erfahren. Die Stadtmarketing und Tourismus Reutlingen GmbH (StaRT) lädt nun bereits zum 3. mal zum „Tag der Aussicht“ ein und in diesem Jahr steht Degerschlacht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, 5. Oktober 2025 eine geführten Wanderung rund um unser Dorf statt. Die Route fürt in diesem Jahr durch die „reizvolle Umgebung von Degerschlacht – mit beeindruckenden Blicken auf das Albpanoramas“, wie es in der Pressemitteilung heißt.  

Geführte Wanderung durch die „reizvolle Umgebung von Degerschlacht“

Treffpunkt ist um 13:00 Uhr am Ristorante Rovella, Osianderstraße 46, 72768 Reutlingen. Von dort aus startet die Tour nach einer kurzen Begrüßung. 

Die Route führt durch die reizvolle Umgebung von Degerschlacht, vorbei an Wiesen und Feldern, mit weitem Blick auf die Alb und natürlich auf die Achalm. Unterwegs gibt es einen kulinarischen Zwischenstopp beim Obsthof Frech. Hier können die Teilnehmer bei eine rexklusiven Betriebsführung die frischen Produkte aus eigener Erzeugung probieren und so gestärkt die zweite Hälfte der Wanderung locker genießen. 

Pizza und Live-Musik zum Abschluss

Zum Abschluss gibts bei Elio und Alessandro im Sportheim – für die Ortsfremden: Ristorante Rovella – Pizza mit Live-Musik von Fabio Lentini.  

Begleitet wird die Wanderung von erfahrenen Wanderguides des Schwäbischen Albvereins, die spannende Einblicke in Natur, Landschaft und Kulturgeschichte unserer Gegend geben.

Und das Beste: Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung nötig.

Die wichtigsten Infos im Überblick

  • Anmeldung: Online unter https://www.visitreutlingen.de/de/magazin/artikel/tag-der-aussicht-2025 oder in der Tourist-Information am Marktplatz 14 in 72764 Reutlingen (Mo – Sa, 10 – 18 Uhr).
  • Treffpunkt: Ristorante Rovella (Osianderstraße 46, 72768 Reutlingen)
  • Start: 13:00 Uhr
  • Dauer: circa 6 Stunden
  • Anmerkung: Bitte ausreichend Wasser für unterwegs mitbringen. Festes Schuhwerk und gute Kondition von Vorteil

Platz für Ideen

Platz für Ideen

Platz für Ideen

Neulich fuhr ich an der inzwischen in die Jahre gekommenen „neuen“ Ortsmitte vorbei – und da saß tatsächlich ein Mann auf der Bank und las.
Ich glaube, das war das erste Mal, dass ich dort jemanden sitzen sah. Und sofort kam mir der Gedanke: Warum wird dieser Platz eigentlich so selten genutzt?

Als vor vielen Jahren unsere inzwischen eher in die Jahre gekommene „neue“ Ortsmitte entstand, hatten wir uns den Platz ganz anders vorgestellt. Auf den Plänen des Architekturbüros waren Bäume, kleine Ladenzeilen, bunte Fassaden, ein Platz in der Mitte, der zum Verweilen einlädt, eingezeichnet. In den Zeichnungen sah man einen lebendigen Ort, Menschen mit Einkaufstaschen vor Schaufenstern, die bummelten, manche eilig, manche standen mit Nachbarn zusammen, um ein paar Worte zu wechseln.  

„Die Häuser sind ja höher als der Kirchturm!“

Was dann kam, erinnerte eher an eine Steinwüste. Mein Onkel, der mich aus Norddeutschland besuchte, erklärte erschrocken: „Wie könnt ihr denn so was genehmigen? Die Häuser sind ja höher als der Kirchturm!“

Ok, ganz so schlimm ist es eigentlich dann doch nicht. Wir haben uns inzwischen an das Bild gewöhnt. Unser Bäcker, der sich hier niedergelassen hat, kommt nicht nur bei Degerschlachtern gut an. Sich da an einem der Tische vorm Haus auf einen Kaffee zu treffen, ist ein Stück Lebensqualität im Ort. Wer weiterläuft, kommt an einem weiteren kleinen Ladengeschäft vorbei. Hier gibt es schöne Füße und häusliche Pflege. Wer zu Fuß unterwegs ist, sieht gleich daneben ein Büro mit Sportgeräten und alles, was man für Physio und Bewegung braucht. Alles sinnvoll, ja. Aber eigentlich sind das ja eher Nischenangebote, etwas, was man ganz gezielt sucht, nicht Dinge, die man zufällig beim Vorbeilaufen findet. Es läuft ja auch niemand vorbei.

Als ich den Mann da neulich sitzen sah, dachte ich: Warum wird dieser Platz eigentlich nicht angenommen?

Ein bisschen Farbe – ein paar Tische …

Eigentlich könnte man doch etwas draus machen. Er ist zentral gelegen, hat Bänke und Bäume, die im Sommer Schatten spenden. Schatten, der bei Hitze Gold wert ist. Klar, das Ganze wirkt ein bisschen farblos und düster. Aber das ließe sich mit ein bisschen Farbe und vielleicht ein paar bunt blühende Blumen doch ändern. Wie wäre es, wenn man hier vielleicht ein oder zwei (bunte) Tischchen mit passenden Stühlen aufstellen würde? Vielleicht auch einen kleinen Bücherschrank oder etwas ähnlich Attraktives? Statt Büchern vielleicht auch ein paar Gesellschaftsspiele?

Unser nächstes Klappstuhltreffen könnte auch hier stattfinden. Dann könnten die Kindergartenkinder den Hof hinter dem Rathaus weiterhin ungestört nutzen.

„Der Platz ist das, was wir draus machen!“

Wie wäre es, wenn unser Bäcker hier seine Tische und Stühle aufstellen würde? Hier ist viel mehr Platz als vorne bei den Parkplätzen. Und weniger Verkehr gibt es hier auch. Und nicht zu vergessen, im Sommer viel mehr Schatten.

 

Heute Morgen hab ich mir den Platz mal etwas genauer angeguckt. Ganz hinten hinter der kleinen Mauer, vor der die Bank steht und die eigentlich ein wirklich schönes  Dach aus grünen Rankpflanzen hat, ist ein kleiner Durchgang. Dahinter gibt es einen Sandkasten, eine Kinderpicknickbank und sogar ein kleines Fußballtor. Gehört das zu einem der Häuser oder ist es frei nutzbar? Ich stelle es mir schön vor, wenn Eltern vorne gemütlich zusammensitzen, während ihre Kinder dort hinten spielen.

Mein Fazit: Dieser Platz ist doch das, was wir draus machen.
Ein bisschen Farbe, ein bisschen Möblierung, ein bisschen Initiative – und wir hätten einen echten Treffpunkt mitten in Degerschlacht.

Was meint ihr? Hättet ihr Lust, gemeinsam etwas aus dem Platz zu machen?

Offenes Singen in Degerschlacht – Der Termin steht!

Offenes Singen in Degerschlacht – Der Termin steht!

Offenes Singen in Degerschlacht

am 7. November gehts los!

Gerade kam die Zusage: Pfarrerin Stefanie Fritz hat uns das Gemeindehaus für den Abend des

7. November 2025

freigegeben. Damit ist klar – an diesem Tag startet das erste Offene Singen in Degerschlacht!

Die Idee dazu war entstanden, als wir uns bei der Hauptversammlung des Degerschlachter Gesangvereins getroffen hatten. Der Männerchor hatte damals seine Auflösung beschlossen. (wir berichteten)
Irgendwie schade, fanden wir beide. Denn die Degerschlachter singen gern. Warum es mit dem Gesangverein nicht mehr geklappt hat, mag daran liegen, dass die meisten sich heute nicht mehr unbedingt in Vereinen engagieren wollen. Singen ist durchaus im Trend. Aber lieber einfach nur so. Aus Spaß. Ohne, dass man richtig gut singen können muss – sondern einfach, weil es Freude macht. Und auch auf der Basis der Freiwilligkeit. Ohne die Verpflichtung, bei jeder Probe anwesend sein zu müssen.

So etwas mag der Grund gewesen sein. Aber eigentlich ist das nur eine Vermutung. Genau wissen wir es ja nicht.

„Da muss man doch was machen!“

„Da muss man doch was machen“, fand Ute und überlegte. In ihrer Familie spielte Musik immer schon eine große Rolle: Ihr Mann Wolfgang spielt Gitarre, ihre Tochter singt – und Ute selbst geht regelmäßig zum Offenen Singen ins franz K. in Reutlingen oder ins Sudhaus nach Tübingen. „Können wir so was nicht bei uns machen?“, fragte sie mich, als wir nach der Auflösungssitzung des Gesangvereins zusammensaßen.

Sie wusste, dass ich Klavier und Gitarre spiele, früher in Bands gesungen habe, später in Chören – unter anderem auch im Degerschlachter Kirchenchor – und dann eine Chorleiterausbildung abgeschlossen hatte. Ich hatte schon länger den Gedanken, die Degerschlachter irgendwie zum Singen zu bringen. Nicht jeder steht auf Kirchenmusik, und die Eintracht Degerschlacht war ein reiner Männerchor und wollte es auch bleiben.

Wir hatten schließlich einmal ein kleines „Li(k)chörchen“, das sich einmal im Monat bei uns privat zu Hause getroffen hat. Meist waren wir sechs Leute – es hat richtig Spaß gemacht. Dass es nicht mehr wurden, lag daran, dass es keinen öffentlichen Raum für uns gab. Und wer überwindet schon die Hürde, privat bei fremden Leuten zu klingeln und zu fragen, ob er mitsingen darf?

„Ich frag unsere Pfarrerin“

„Ich frag unsere Pfarrerin“, schlug Ute vor. Das Ziel von Stefanie Fritz, die für Degerschlacht und Sickenhausen zuständig ist, sei es ohnehin, das Gemeindehaus viel stärker auch für Veranstaltungen zu öffnen, die keinen kirchlichen Hintergrund haben. Nun hat sie grünes Licht gegeben – und wir dürfen dort am 7. November starten.

Ich hatte vorgeschlagen, unsere Veranstaltung unter das Dach der Ortsgruppe Degerschlacht des Schwäbischen Albvereins zu stellen. So haben wir einen Verein im Hintergrund und müssen nicht alles als Privatpersonen stemmen. Auch der Albvereinsvorstand hat inzwischen zugestimmt.

Wir können los legen

Die Teilnahme, so haben Ute und ich beschlossen, wird zumindest beim ersten Treffen auf jeden Fall kostenlos sein.

🎶 Mach mit beim Offenen Singen!

  • Welche Stücke singen wir?
  • Wie stellen wir Texte und eventuell auch Noten zur Verfügung?
  • Wie gestalten wir den Ablauf?
  • Brauchen wir Playback oder eine Klavierbegleitung?
  • Können wir Getränke und etwas zum Knabbern bereitstellen – und wer übernimmt die Kosten?

Gut zu wissen: Die Teilnahme am ersten Abend ist kostenlos.

👉 Hast du Lust, uns bei den Vorbereitungen oder am Abend selbst zu unterstützen? Dann melde dich gerne bei uns – wir freuen uns über jede Hilfe!

Damit unser erstes Offenes Singen ein voller Erfolg wird, möchten wir wissen, was euch Freude macht. Einfach ausfüllen - alles ist willkommen

Wie alt bist du?

Singst du gerne?

Welche Musikrichtungen singst du am liebsten?

Was wäre dir wichtig beim Offenen Singen?

Würdest du dich einbringen wollen?

Wir freuen uns auf viele Stimmen, Lieblingslieder, neue Begegnungen – und auf ein Singen, das Degerschlacht gut tut!

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Für Rückfragen, Ideen oder Mitmachlust: post@degerschlacht-news.de

Mit dem Albverein zum Schlachtfest nach Wannweil

Mit dem Albverein zum Schlachtfest nach Wannweil

Mit dem Albverein zum Schlachtfest nach Wannweil

„Gutes vom Schwein beim Musikverein“ ist der Slogan des Musikverein Wannweil. Am kommenden Wochenende, 13. Und 14. September 2025 feiert er sein Schlachtfest und die Ortsgruppe Degerschlacht des Schwäbischen Albvereins feiert mit.

Wir treffen uns am Sonntag, 14. September um 10.30 Uhr am Degerschlachter Rathaus zu einem gemeinsamen Spaziergang Richtung Wannweil. Das Fest der Wannweiler findet in diesem Jahr wieder in der Eisenbahnstraße auf dem neu gemachten Parkplatz am Musikerheim statt.

Los geht’s dort um 11:30 Uhr. Wer mag oder nicht so gut zu Fuß ist, kann natürlich auch direkt nach Wannweil kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für unseren Degerschlachter Albverein sind zwei Tische reserviert.

Die Ortsgruppe Degerschlacht im Schwäbischen Albverein freut sich auf Euch.

Die Bank beim Bücherschrank unter der Kastanie …

Die Bank beim Bücherschrank unter der Kastanie …

Die Bank beim Bücherschrank unter der Kastanie …

Der Bücherschrank steht inzwischen schon eine ganze Weile unter der Kastanie. Auch im vergangenen Winter war das schon so. Eine Bank wäre hier schön, dachte ich, schnappte meine Kamera und zog los, um ein Foto zu machen und einen Aufruf auf Degerschlacht News zu starten. Doch als ich um die Ecke der Martin-Knapp-Straße kam, sah ich sie: Die Bank stand schon da.

Bezirksbürgermeisterin Ute Dunkl hatte bereits vor mir den gleichen Gedanken gehabt, wie sie mir abends beim ersten Klappstuhl-Treffen erzählte.

Budget für die Bank?

Sie hatte sich bei der Kirchengemeinde erkundigt. Auch da war man Utes Meinung: Eine Bank, um gleich hier an Ort und Stelle unter der Kastanie zu sitzen und zu schmökern wäre schon. Doch der Kirche fehlte dafür das Budget. Ute setzte sich also dafür ein, dass die Bank von der Gemeinde finanziert werden konnte.  So steht nun die Bank als Eigentum der Gemeinde auf dem Grundstück der Kirche. „Die Konstellation mag ungewöhnlich sein“, schmunzelt Ute, „aber so haben wir einen schönen Platz zum Entspannen unter der Kastanie bei der Kirche.“

Die Bank wird genutzt. „Ich seh oft jemanden dort sitzen und lesen, wenn ich vorbeigehe“, erzählte einer der Gäste aus der Klappstuhlrunde. Genau dafür ist der Platz gedacht: für eine Pause, ein Gespräch oder einfach eine kleine Auszeit mit einem Buch im Schatten der Kastanie.

Literatur aus Degerschlacht – und für jeden Geschmack

Im Bücherschrank findet sich alles: richtig gute Literatur genauso wie leichte Unterhaltung für den Urlaub, Romane für lange Winterabende oder Sachbücher – und sogar Literatur von Degerschlachter Autoren. Für jeden Geschmack ist etwas da. Was mich besonders freut: Auch die ersten Bände der Fantasy-Trilogie des Degerschlachter Autors Michel Ritter ist dabei.

Die Auswahl ist so bunt wie unser Ort. Es gibt für jeden Geschmack etwas, und das Regal lebt davon, dass immer wieder Bücher dazukommen – von Nachbarn für Nachbarn.

 

Büchern von Nachbarn für Nachbarn

Ich denke, ich werde auch mal mein Bücherregal durchforsten und gucken, ob ich etwas habe, was die Degerschlachter gerne lesen könnten. Auch aus meiner eigenen Feder gibt es Bücher, die ich hier zur Verfügung stellen könnte. Manches hat sogar lokalen Bezug wie mein Buch über den Hagelsturm 2013, der unser Dorf damals so heftig getroffen hat (Titel: „Der Tag, als uns der Himmel auf den Kopf fiel…“). Außerdem gibt es von mir auch schon verschiedene Geschichtenbücher, Reiseliteratur und historische Romane. Die kleine Printausgabe mit den besten Artikeln aus dem ersten Jahr „Degerschlacht News – Nachrichten von der Degerschlachter Eule“ ist auch in Arbeit und gehört da vielleicht auch hinein.

Der Bücherschrank unter der Kastanie ist auf jeden Fall mehr als nur ein Möbelstück. Zusammen mit der Bank ist er einfach eins der Dinge, die das Leben in unserem Ort lebenswert macht.