Die Sommerpause ist zu Ende

Die Sommerpause ist zu Ende

Die Sommerpause ist zu Ende

Wir sind wieder da

Von Unterstützung, Klappstuhlfest und jeder Menge neuer Ideen und Projekte

Ich sitze an meinem Schreibtisch am Fenster. Es regnet. Der Sommer ist vorbei. Zeit für Degerschlacht News neu durchzustarten und mit Inhalten zu füttern.
Während der Sommerpause unserer Online-Zeitung wollte ich mir Zeit nehmen für die Projekte, die in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen waren.

Ein Blick hinter die Kulissen

Manchmal braucht man einfach eine Deadline, damit Projekte fertig werden. Letztens hab ich irgendwo auf einem Notizblockeinband gelesen „Manche Dinge würden nie erledigt, gäbt es die letzte Minute nicht.“ Ich weiß, das stimmt. Denn ich erledige Dinge gerne auf den letzten Drücker. Damit meine Projekte also tatsächlich fertig werden, habe ich nun einen Tisch bei der Stuttgarter Buchmesse am 28. Februar 2026 gebucht. Bis dahin soll

  • die Illustration für den ersten Band einer Kinderbuch-Serie als Bilderbuch von Tamara Lubenov entstehen, die sich an Altersgruppe der 2- bis 5-Jährigen richtet fertig sein. Die Heldin der Serie ist Emma und der erste Band heißt „Emma räumt auf“.
  • Außerdem muss bis dahin auch der erste Band meiner Graphic Novel „Alle Raben heißen Prisuch“ fertig sein. Die Idee zu dieser Graphic Novel ist ein sehr persönliches Projekt nach einem Roman, entstanden aus Erinnerungen an die Zeit zwischen 1910 und 1955, die ich in einem Nachlass gefunden hab.

Wenn alles gut geht, nehme ich auch die erste Printausgabe von Degerschlacht News, einer Zusammenfassungen aus den besten Artikeln aus einem Jahr Online-Blättle der Nachrichten von der Degerschlachter Eule, zu der Buchmesse mit. Damit könnte ich vielleicht zeigen, was in einer kleinen Gemeinde wie Degerschlacht möglich ist und vielleicht andere anregen, etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen.

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Dank ans Bezirksamt

Während der Sommerpause hatte das Team vom Bezirksamt die Berichterstattung auf Degerschlacht News übernommen und dafür gesorgt, dass auch während der Ferienzeit wichtige Informationen online waren – über eine Gehwegsperrung, den Umgang mit Fallobst und Baumschnitt oder die Nutzung landwirtschaftlicher Wege. Kurz, sachlich, informativ. Diese Themen möchte ich in den kommenden Wochen wieder aufgreifen – mit kleinen Reportagen, Hintergrundinformationen und Stimmen von Nachbarn und allen, die dazu etwas sagen möchten.

Sommerpause beendet – Neustart mit dem Klappstuhl-Treff

Was mich besonders gefreut hat, war die Ankündigung des ersten Klappstuhl-Treffens Ende August, ein unkompliziertes Beisammensein mit Nachbarn, die ihre Stühle mitbringen, zusammensitzen, reden, Ideen austauschen. Gestern, am Mittwochabend, dem 27. August hat er nun stattgefunden. Es war ein schöner Abend, ein Anfang, und vielleicht der Auftakt zu noch mehr spontanen Begegnungen.

Wir sind zurück …

Wir sind also zurück. Mit Nachrichten, Reportagen, Alltagsgeschichten und immer wieder auch mit kleinen Geschichten aus dem Redaktionsalltag und manchem, was mich persönlich bewegt.

Euch allen ebenfalls einen guten Start nach den Sommerferien wünscht

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Dorffest Degerschlacht 2025 – ein Tag voller Begegnungen

Dorffest Degerschlacht 2025 – ein Tag voller Begegnungen

Dorffest Degerschlacht 2025 – ein Tag voller Begegnungen

Liebe Lesewesen,
was für ein Fest! Wieder einmal konnte man ziemlich deutlich sehen: Die Degerschlachter feiern gern. Und gut. Es ist einfach eine supertolle Dorfgemeinschaft. Ich mag euch sehr und freu mich, hier zu leben – und hier bei euch und mit euch zu Hause zu sein. Das war vor genau 32 Jahren eine der besten Entscheidungen meines Lebens. (Gleich nach der Entscheidung, den Rest meines Lebens mit dem Mann an meiner Seite zu verbringen.)

Von morgens bis abends auf den Beinen

Das Fest war so, wie wir in Degerschlacht eben sind: einfach spitze. Ich war von morgens bis abends auf den Beinen, habe Geschichten gesammelt und am Stand unseres Albvereins mit euch und euren Kindern Buttons gestaltet und gebastelt.

Unser Stand war von Anfang bis Ende umlagert. Peter und Petra haben mehrmals Teig für unsere Crêpes nachgeliefert, es gab jede Menge Gespräche, Zeit für Nachbarn, alte Freunde – und neue Kontakte. Und jetzt bin ich erstmal einfach platt.

Ferien für die Eule

Ab spätestens übermorgen ruhe ich mich dann etwas aus. Und Degerschlacht News macht bis Ende August Ferien. Vermutlich habt auch ihr dann ohnehin andere Dinge im Kopf, als ausgerechnet die Nachrichten von der Degerschlachter Eule zu lesen.

Aber jetzt leg ich mich nochmal ordentlich ins Zeug: Eure Zugriffszahlen über die Suchmaschinen mit dem Begriff „Dorffest Degerschlacht“ sind gestern und vorgestern schier durch die Decke gegangen. Das bedeutet für mich: Ihr wartet jetzt offensichtlich ungeduldig auf das, was ich zu berichten habe.

Geduld – ich bin dran: Rückblick in Wort, Bild und Ton folgt

Ich fang dann jetzt mal an, das Material zu sichten – Bild- und Tonmaterial für Artikel und Podcast rund um unser Dorffest.

Gebt mir ein bisschen Zeit. Ich bin dran. Und ich beeil mich.

Bis dahin verschwindet hinterm Schreibtisch


Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht 🦉

Momentaufnahmen in Bildern

Ich war den ganzen Tag am Stand des Albvereins aktiv – dort wurde gebastelt, gebraten, geredet und viel gelacht. Deshalb ist meine Bildauswahl diesmal ein  bisschen Albverein-lastig. Aber das Dorffest war natürlich ein gemeinsames Fest vieler Vereine und Gruppen, die Degerschlacht mit Leben füllen.

Ob Musikverein, Kleintierzüchter, Narrenvereine, Feuerwehr, Obst- und Gartenbauverein, Schule, Kindergarten, Sportverein oder Kirchengemeinde – alle haben dazu beigetragen, dass dieser Tag so wunderbar wurde.

Habt ihr auch schöne Fotos gemacht?

Und falls ihr selbst noch schöne Fotos gemacht habt oder etwas beitragen möchtet – schreibt mir gern. Ich ergänze den Rückblick oder mach einen kleinen Nachtrag. Degerschlacht lebt von dem, was wir alle gemeinsam einbringen.

Und hier ist eine kleine Auswahl meiner Fotos:

Sprachnachrichten

Sprachnachrichten

Sprachnachrichten

„Man kann über alles reden – nur nicht über fünf Minuten.“
(gehört in einer klugen Rede, behalten fürs Leben)

 

Mögt ihr Sprachnachrichten?

Ich mag sie. Manchmal. Wenn sie von meinem Sohn kommen. Dann freu ich mich, seine Stimme zu hören. Ich würde mich vermutlich auch freuen, wenn sie von meinem Mann kämen. Aber den seh ich eigentlich täglich. Ich vermisse seine Stimme also eher selten.

Sprachnachrichten von Menschen, die mir nahestehen, die ich nicht so oft sehe, genieße ich. Aber da geht es meist nicht um die Inhalte, sondern einfach hauptsächlich um ein echtes Lebenszeichen: Die Stimme eben. Ich höre, wie sie klingt, ob sie glücklich klingt oder eher bedrückt, ob da Begeisterung mitschwingt – oder ob es doch eher Sorgen sind, die den Klang der Stimme prägen.

Aber dann gibt es da noch die anderen Sprachnachrichten. Die von Kunden, Geschäftspartnern. Menschen, die während ihrer Fahrt von irgendwo nach woanders schnell noch Infos zum laufenden Projekt loswerden wollen.

Sprachgeschäfte zwischen Kaffee und Kuchen?

Sprachnachrichten abzuhören ist oft schwierig. Ich finde es unhöflich, Sprachnachrichten abzuhören, wenn andere Leute mit am Tisch sitzen. Außerdem weiß ich ja auch nicht, was der Sprachnachrichten-Sender mir mitteilen möchte. Vielleicht ist es ja auch vertraulich.

 Und dann gibt es noch die Menschen, die ewig lange reden. Manchmal sind es in meiner WhatsApp in diesem Chat dann sogar mehrere Sprachnachrichten untereinander. Weil die Person zwischendurch Pausen gemacht hat.

Da sind sie dann, meine Probleme: Muss ich mir die komplette Viertelstunde Zeit nehmen, um alles anzuhören? Womöglich ist die wichtigste Information am Schluss?

Vorne – Mitte – Hinten? Nochmal!

Und dann war eine wichtige Information am Anfang, eine irgendwo in der Mitte. Und – natürlich – kurz vor Schluss. Leider hatte ich am Ende vergessen, was meine Kundin am Anfang gesagt hat. Hat sie nun gesagt, sie hätte eher am Mittwoch Zeit oder meinte sie, dass Mittwoch der einzige Tag sei, an dem sie keine Zeit hat?

Hör ich mir das Ganze also nochmal an? Ok – sie sagt, der Dienstag passt ihr besser. Aber was war es nun, was sie am Ende der Nachricht gefragt hat? Also nochmal anhören.

Heute Morgen bekam ich wieder so eine Sprachnachricht. Länge: Vier Minuten. Nein, dachte ich. Das hör ich mir jetzt nicht alles an. Es muss doch die Möglichkeit geben, die Sprachnachricht in Text umzuwandeln. Gibt es auch. Aber im Android-Smartphone geht es nur, wenn der Sprachtext in Englisch, Spanisch, Portugiesisch oder Russisch ist. Deutsch ist noch nicht vorhanden.

Ha! Ich hab eine Idee: Ich leite die Sprachnachricht an das iPhone meines Mannes weiter. Da funktioniert es. Auch in Deutsch.

Ich geh dann jetzt lesen.

Sagt Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Fragen. Fakten. Und ein bisschen Matsch vom Spielplatz.

Fragen. Fakten. Und ein bisschen Matsch vom Spielplatz.

Fragen. Fakten. Und ein bisschen Matsch vom Spielplatz.

Mitte Mai fragte jemand in der WhatsApp-Gruppe „Marktplatz Degerschlacht“, was eigentlich mit dem kleinen Spielplatz in der Arnold-Böcklin-Straße los sei. Ich habe mich auf den Weg gemacht, nachgehakt, recherchiert – und Infos bekommen. Dass die dann woanders zuerst veröffentlicht wurden?
Nun ja.
Hier kommt mein persönlicher Blick auf die Geschichte – als kleine Comic-Episode aus dem Redaktionstagebuch.

Viel Spaß dabei wünscht

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

d‘ Lesere, d‘ Leserne, Leseleit ond sonscht ebbes – Gendern uff Schwäbisch

d‘ Lesere, d‘ Leserne, Leseleit ond sonscht ebbes – Gendern uff Schwäbisch

Lesere, Leserne, Leseleit ond sonscht ebbes

Gendern uff Schwäbisch

Liabe Lesere – gendergerecht, ganz ohne Sternchen

Wie spreche ich meine Leser an? Liebe Leser? Liebe Leserinnen? Oder lieber gleich: Liebe Leser*innen, Leser:innen, Leser_innen, LeserInnen, Lesende oder – ganz kreativ – Lesewesen? Ihr merkt’s schon: Die Anrede ist zur Weltanschauung geworden.

Und ja – ich verstehe das. Es gibt mehr als zwei Geschlechter. Auch wenn die Biologie uns hartnäckig nur XX und XY präsentiert – was jemand fühlt, ist für mich real. Und verdient Respekt. Punkt. Ganz egal, was die Chromosomen sagen. Ich persönlich finde: Gefühle sind Fakten. Jedenfalls für den, der sie fühlt. Und das ist mir wichtig. Denn was ist schon „objektiv“?

Was ist schon „objektiv“?

Ihr kennt das doch sicher auch: Man sitzt im Freundeskreis zusammen, war zur gleichen Zeit am gleichen Ort – und jeder erinnert sich an ein anderes Ereignis.  Wir witzen irgendwie alle im selben Kino, aber jeder sieht einen anderen Film. Wahrnehmung ist eben so eine Sache. Und Wahrheit manchmal auch.

Ich will niemanden ausschließen. Wirklich nicht. Nur gefällt mir das mit dem Sternchen einfach nicht. Es sieht aus wie ein Schluckauf im Satz. Auch die anderen Varianten wirken einfach sperrig.

Schwäbisch? Ist von Natur aus schon gendergerecht

„Lesende“? Ganz nett.
„Lesewesen“? Fast poetisch – gefällt mir auch.
Aber eigentlich ist es doch ganz einfach: Denn wir sind hier in Schwaben. Und Schwäbisch ist einfach von alleine gendergerecht.
Ich hab gelernt: Es heißt „die Butter“. Im Schwäbischen? „Der Butter“. Und wenn man’s ganz korrekt ausspricht: „D’r Butter“. Da ist alles drin. Männlich, weiblich, dazwischen, darüber hinaus. Meistens wird ohnehin überall ein „le“ angehängt und dann ist es eh egal.  Alle einbezogen – ohne Diskussion. Dialektisch elegant.

Liabe Lesere – Liabe Leserle

Und so hab ich’s übertragen:
Auf euch.
Auf uns.
Auf alle, die hier mitlesen.

„Liabe Lesere.“ Oder 
„Liabe Leserle.“

Genderneutraler und freundlicher geht’s nicht.

A liabr Gruaß an mei Lese von Eurer Eulalia, dr Eil aus Degerschlacht

Degerschlacht und der Güterverkehr

Degerschlacht und der Güterverkehr

Degerschlacht und der Güterverkehr

Der Güterwahnsinn – und was wir in Degerschlacht tun können

Im Moment sind wir weit weg von Degerschlacht – im hohen Norden, wo ich aufgewachsen bin und wo ein Teil meiner Familie lebt. Zwei Wochen Urlaub, unterwegs mit dem Camper.

Und natürlich denke ich an euch und an zu Hause. Wir wohnen direkt an der Leopoldstraße, als der Hauptdurchgangsstraße. Ja, es gibt eine ganze Menge Verkehr dort. Doch von Lkw-Verkehr sind wir noch weitestgehend verschont, sieht man mal von den Paketlieferdiensten ab.

Noch. Doch das kann sich schnell ändern.

Frachtschiffe, Güterzüge, Lkws ohne Ende …

Wir standen bis gestern auf einem Campingplatz am Rhein. Direkt vor uns zogen Tag und Nacht Frachtschiffe vorbei – schwer beladen, lautlos gleitend, unaufhörlich. Auf der anderen Seite: Bahngleise. Die Schranken an den Bahnübergängen waren öfter unten als oben, weil ein Güterzug nach dem anderen vorbeiratterte. Riesige Kolosse, teils über einen Kilometer lang.

Gestern sind wir dann über die Autobahn von Bonn Richtung Kiel unterwegs gewesen: Die rechte Spur war komplett blockiert. Ein endloser Strom an LKWs, Stoßstange an Stoßstange. Ohne Lücke. Ohne Pause.

Onlinehandel und Rücksendungen?

Ich frage mich: Warum ist das so? Warum wird so unendlich viel transportiert? Und was hat das mit Degerschlacht zu tun?

Mehr, als man denkt. Denn wir alle sind Teil dieses Problems – durch das, was wir kaufen, wie wir konsumieren und woher wir unsere Dinge beziehen. Jeder Klick im Onlinehandel löst einen Rattenschwanz an Transporten aus. Pakete, Paletten, Container – durch ganz Europa, durch die ganze Welt. Und oft wissen wir gar nicht, dass es auch anders geht.

Regionale Alternativen

In Degerschlacht gibt es noch Alternativen: den Biobauern mit Hofladen von Thomas Fuhr in der Käthe-Kollwitz-Straße. Der Metzger kommt von der Schwäbischen Alb, der Bäcker aus Tübingen. Das ist nicht nur regional, das ist persönlich. Und ehrlich gesagt: auch viel schöner.

Ich glaube, genau da fängt es an. Nicht mit großen Verboten, sondern mit kleinen Entscheidungen. Wenn wir weniger von weit her bestellen, weniger zurückschicken, bewusster einkaufen – dann bewegen wir etwas. Und wenn wir darüber reden, andere inspirieren, gute Beispiele sichtbar machen – dann bewegt sich vielleicht noch mehr.

Der Wahnsinn des Güterverkehrs ist menschengemacht. Die Veränderung auch denkt

Eure Eulalia

5 Dinge, die wir auch in Degerschlacht tun können:

  1. Regional einkaufen
    Beim Hofladen, beim Bäcker, beim Metzger – kurze Wege statt langer Lieferketten.
  2. Weniger online bestellen
    Vor allem aus dem Ausland oder mit Expressversand. Lieber bewusst auswählen.
  3. Rücksendungen vermeiden
    Weniger Retouren bedeuten weniger Transporte – und oft mehr Achtsamkeit beim Kaufen.
  4. Teilen, tauschen, reparieren
    Ob Werkzeug, Kleidung oder Bücher – nicht alles muss neu angeschafft werden.
  5. Drüber reden
    Mit Familie, Nachbarn, Freunden. Veränderungen beginnen mit Gesprächen.

    Die rechte Spur der Autobahn wird nicht leerer, wenn wir nur zuschauen – aber vielleicht, wenn wir woanders anfangen.