Gau – Gäu – GAU

Gau – Gäu – GAU

Gau – Gäu – GAU

Heute Morgen habe ich eine Veranstaltung angekündigt. Vom Lichtenstein-Gau des Schwäbischen Albvereins. So weit, so normal. Worüber ich gestolpert bin, ist das ist das Wort „Gau“. Lichtentsein-Gau. Früher, als ich noch Chöre geleitet habe, gehörten die auch zum Schwäbischen Sängerbund. Zum Lichtenstein-Gau.

Bei dem Wort schüttelts mich.

Geschichtsunterricht oder Verein?

Bevor ich hier runter nach Süddeutschland kam, kannte ich den Begriff nur aus dem Geschichtsunterricht in der Schule. Seitdem ist es in meinem Kopf ganz fest mit dem Nationalsozialismus verknüpft.

„Lässt du dich nun zum Gauführer wählen?“, fragte Martin zu meiner Chorleiterzeit im Lichtensteingau des Sängerbunds grinsend.

Nein. Lass ich nicht. Auch nicht in den Lichtenstein-Gau des Albvereins. Der Begriff hat für mein einfach ein G’schmäckle.

Ja, ich weiß: Das Wort ist viel älter als der Nationalsozialismus. Schon im 19. Jahrhundert wurden regionale Zusammenschlüsse von Vereinen als „Gaue“ bezeichnet. Und wir kennen Allgäu, Breisgau oder Chiemgau.
Manchmal habe ich auch Leute sagen hören: „Bei uns im Gäu.“ Oder haben sie sogar  „bei uns im Gau“ gesagt?

„Bei uns im Gäu“

Die Vereine, bzw. deren übergeordneten Verbände, die sich hier in der Region im vorletzten Jahrhundert gegründet haben, heißen nun eben auch „Gau“.

Geht es nur mir so, dass mir der Begriff im Halse stecken bleibt? Was verbindet ihr mit dem Begriff „Gau“?

Das fragt sich heute

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

 P.S.:Bei Google hab ich übrigens noch eine andere Bedeutung für „GAU“ gefunden: Die Abkürzung für den „größten anzunehmenden Unfall“ in der Kerntechnik. Das macht es irgendwie nicht besser für mich 😉

Und ich sach noch: Digitalisierung hat auch ihre Schattenseiten

Und ich sach noch: Digitalisierung hat auch ihre Schattenseiten

Und ich sach noch: Digitalisierung hat auch ihre Schattenseiten

Donnerstagmorgen, 6:30 Uhr. Mein Handy piept. Ich war ja schon wach. Sonst hätte ich es vermutlich gar nicht gehört.

Die Meldung: Das BSI warnt: Es gibt eine PHP-Sicherheitslücke. Alle Webseiten, die PHP verwenden, seien gefährdet.

Webseiten gefährdet

Natürlich verwende ich mit Degerschlacht News PHP. Ohne läuft hier gar nichts.

Wie schnell muss ich reagieren? Sofort. Hieß es auf den relevanten Plattformen.

Gut. Ich schäle mich aus dem Bett. Das hat mir auch gerade noch gefehlt. Das Katerchen ist seit gestern krank und macht mir ziemlich große Sorgen. Deshalb hatte ich ohnehin schon schlecht geschlafen und dann auch noch das.

Was kann passieren?

Was kann passieren, wollte ich von meinem persönlichen mich liebenden IT-Fachmann meines Vertrauens wissen. Die Seite kann gehackt werden. Fake-Meldungen könnten dort eingestellt werden, die Seite könnte Schadsoftware an jeden Besucher versenden. Persönliche Daten und Bankzugänge, je nachdem, welche Dienstleistungen die Seite bereitstellt, könnten abgegriffen werden.

Gestern waren bereits einige Seiten nicht mehr erreichbar, weil die Betreiber einfach auf Nummer Sicher gehen wollten. Die Stadt Reutlingen hat ihre Seite heute ebenfalls vom Netz genommen.

Die Webseite der Stadt Reutlingen ist offline

Das ist dann eben wohl die Schattenseite der Digitalisierung. Dazu hatte ich doch schon mal etwas geschrieben. Hier ist der Link dazu.

Ich hab Degerschlacht News jedenfalls inzwischen geprüft, nötige Sicherheitsupdates eingespielt und ein regelmäßiges automatisiertes Backup eingerichtet und kann euch nur empfehlen, das für eure Seiten auch zu tun oder euch gegebenenfalls an euren Hoster oder Webdienstleister zu wenden und eure Seiten auch entsprechend prüfen zu lassen, ob alles ok ist.

Degerschlacht News ist sicher – erstmal.

Wir sind hier also auf der sicheren Seite.

Erstmal.

Für immer? Das weiß man nicht.

Aus meiner Erfahrung aus der Zeit, als ich noch aktiv in der IT-Branche war, kann ich sagen: Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht.

Aber Backups helfen.

Damit nichts passiert, wenn etwas passiert.

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Rübengeister im Kopf

Rübengeister im Kopf

Rübengeister im Kopf

Jetzt habe ich einen Rübengeist im Kopf. Einen kleinen, der in Degerschlacht wohnt und gern gruselig wäre. Wie er heißt? Keine Ahnung. Wie er aussieht? Weiß ich auch noch nicht. Das sollen sich die Kinder ausdenken. Dabei hatte ich doch diesmal einen ganz einfachen Plan.

Eigentlich wollte ich diesmal nur etwas vorlesen

Eigentlich wollte ich es mir diesmal richtig einfach machen. Weil ich ja auch noch ein bisschen Vorbereitung für die Buch Alb Kids am 22. November auf dem Tisch habe.

Ich dachte mir, ich lese einfach etwas vor. Etwas über Rübengeister, Gespensterchen. Eine spannende Geschichte. Eine lustige Geschichte. Eine zum Mitmachen, wie zum Beispiel „Buh“, die Geschichte des Gespensterchens, das sein „Buh“ verloren hat. Es versucht es mit dem „Huh“ von der Eule, aber das ist nicht gruselig genug.

In meinem Kopf entsteht ein Rübengeist

Doch schon während ich das hier schreibe, entsteht in meinem Kopf eine neue Geschichte. Von einem Degerschlachter Rübengeist. Der ist auch nicht gruselig. Und probiert allerhand aus, um möglichst viele Leute zu erschrecken. Manchmal erschreckt sich tatsächlich jemand. Die Kinder aber nie. Weil die sehr mutig sind. Und weil sie ganz genau wissen, dass sich vor dem kleinen Degerschlachter Rübengeist eigentlich niemand fürchten muss, weil …

Wir machen das zusammen

Ja, und dann dachte ich: Genau so mache ich’s. Ich lasse euch erzählen. Wir machen das zusammen. Wir denken uns die Geschichte gemeinsam aus.

Der kleine Degerschlachter Rübengeist braucht zuerst einen Namen. Und dann überlegen wir uns, wie er aussieht. Wie eine Rübe? Hat er Füße? Natürlich hat er Füße. Sonst könnte er ja gar nicht laufen und sich verstecken. Und Arme hat er auch. Und natürlich Augen, Nase, Mund und Ohren.

Oder?

Die Kinder denken sich aus, wie er aussieht und ich zeichne.
Und dann erzählen wir gemeinsam seine Geschichte.

Danach seid ihr dran: Ihr bastelt euer eigenes kleines Bilderbuch.

Ich zeig euch, wie das geht

Wie das geht? Das zeige ich euch.

Vielleicht bring ich außerdem doch noch die Bilderbücher mit, die ich gezeichnet und geschrieben hab. Und die gezeichneten Entwürfe dazu. Vielleicht. Weil ich noch nicht sicher bin, ob ich mich traue, euch zu zeigen, was ich sonst so mache.

Und wer weiß: Vielleicht wird aus der gemeinsamen Rübengeistgeschichte am Ende auch ein Bilderbuch. Jetzt braucht der kleine Kerl aber erst einmal einen Namen.

Auf den Samstag mit euch im Gemeindehaus freut sich

Eure Eulalia, die Eule aus Degerschlacht, die diesmal für den Degerschlachter Albverein da ist.

Der „Eierlikör“ ist schon unterwegs

Der „Eierlikör“ ist schon unterwegs

Der „Eierlikör“ ist schon unterwegs

Der Eierlikör ist weg. Erst gestern hatte ich das Buch in den Bücherschrank gebracht, nachdem ich die Buchbesprechung geschrieben und veröffentlicht hatte. Ich finde ohnehin, Bücher sollten weitergegeben werden. Sie sind nicht dafür gemacht, irgendwo im Regal einzustauben bis sie von Motten zerfressen werden. Bücher möchten einfach gelesen werden.

Bücher müssen gelesen werden

Ja und der Eierlikör steht jetzt schon wieder irgendwo auf einem Nachttisch, auf dem Tischchen neben dem gemütlichen Lesesofa, im Garten, im Urlaub vielleicht irgendwo am Strand – wer weiß das schon.

Das nächste liegt schon auf meinem Tisch

Und ja – ich werde mein Versprechen wahr machen. Das nächste Buch liegt schon auf meinem Tisch: „Reutlinger Blues“, ein Schwabenkrimi von Werner Kehrer, erschienen im Oertel + Spörer Verlag. Ich hab es auf der letzten Buch Alb im Juni mitgenommen. Der Titel hat mir gefallen. So viel sei gespoilert: Die Geschichte auch 😉

Und wenn ich damit fertig bin und eine kleine Buchbesprechung darüber veröffentlicht hab, landet auch das wieder im Bücherschrank unter der Kastanie bei der Kirche.

Viel Spaß beim Schmökern wünscht

Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

Eierlikör unterm Kastanienbaum

Eierlikör unterm Kastanienbaum

Eierlikör unterm Kastanienbaum

Was im Bücherschrank unter dem Kastanienbaum an der Kirche steht, könnte künftig auch in Degerschlacht News landen. Der „Eierlikör“ macht den Anfang. Ich lese. Und Degerschlacht News bekommt eine Unterhaltungsseite.

Aber ich fang mal von vorne an.

Ein „Herzensprojekt“. Ja, irgendwie schon.

Degerschlacht News ist – wie die KI-Texter sagen würden – mein „Herzensprojekt“. Irgendwie scheinen KIs dieses Wort zu mögen.

Na ja, ich find es ein bisschen zu dick aufgetragen. Aber in diesem Fall passt es vielleicht.

Und weil das Ganze viel Arbeit macht und ich nicht nur kein Geld dafür bekomme, sondern auch noch Geld dafür ausgebe, hab ich entschieden: Ich mach einfach die Themen, die ich mag. Schreib über die Dinge, die ich spannend finde. Und wähle aus, was mir selbst am meisten Freude macht.

Dass ich gern schreibe, weiß ja inzwischen jeder. Und ja – ich lese auch gern.

Ich hatte mir schon vor einiger Zeit überlegt, ob ich nicht auch einen Unterhaltungsteil anbieten soll. Für Kinder. Für Erwachsene. Aber bisher war das einfach nur eine Idee.

Post vom Buchverlag

Dann landete eine Mail von einem Buchverlag in meinem Postfach: Ob ich eine Rezension auf meiner Seite veröffentlichen könnte. Es ging um „Eierlikör – eine Krimikomödie“. Und ich dachte mir: Okay. Mach ich. Und dann sehen wir weiter.

Der Verlag hat mir das Buch kostenlos geschickt. Das ist schön, denn schließlich ist Degerschlacht News auch kostenlos. (Für alle. Außer für mich 😉)

Und wenn mir hin und wieder ein Verlag eins seiner Bücher für eine Besprechung zuschickt, kann ich auch mal etwas anderes lesen als meine eigenen Bücher. Gut, das kann ich ohnehin: Im Bücherschrank steht genug Lesestoff. Da stehen zwar auch Bücher von mir. Aber die brauch ich ja nicht zu lesen. Die kenn ich schon.

Vom Bücherschrank auf die Unterhaltungsseite

Und da hatte ich die Idee, wie ich mit den Buchbesprechungen in Degerschlacht News auch die Kurve zum lokalen Bezug bekomme: Jetzt kommt erst der „Eierlikör“ und dann mach ich mich an die Bücher aus dem Bücherschrank und stell euch eins nach dem anderen daraus vor.  Und natürlich auch die Bücher von Degerschlachter Autoren. Ich weiß, hier gibt es außer mir mindestens noch einen. Oder zwei … und wer weiß, vielleicht sind da sogar noch mehr, von denen ich nichts weiß. Also, solltet ihr euch angesprochen fühlen – schickt mir eure Bücher.

Oder schickt mir Ideen zu Büchern, von denen ihr denkt, dass es sich lohnt, sie zu lesen. Der Bezug zum Ort entsteht dann dadurch, dass es eure Vorschläge sind.

Aber jetzt liest erstmal weiter im Eierlikör

Eure

Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Dieser Punkt geht an mich …

Dieser Punkt geht an mich …

Dieser Punkt geht an mich …

Oh – nein! Wie blöd kann man sein? Wenn ich schon mal mit dem Auto unterwegs bin. Jetzt hab ich einen Punkt in Flensburg. Und das, obwohl ich ja tatsächlich meistens eher mit dem Rad unterwegs bin. Auch zum Einkaufen.

Aber fangen wir mal von vorne an.

Wenn ich schon mal mit dem Auto unterwegs bin…

Heute war ich eben mit dem Auto unterwegs. Zu meiner fast 100-Jährigen Schwiegermutter. Und die wohnt in Gönningen. Na ja, die Entfernung schaff ich normalerweise auch mit dem Rad. Ok – auf dem Hinweg brauch ich ein kleines bisschen Motorunterstützung. Da, wo es von Pfullingen nach Gönningen geht. Da geht es ewig lang bergauf.

Aber gut. Auch das hätte ich gehabt. Ich hab ja so ein leichtes Rad, das eigentlich fährt, wie ein normales, aber wo man bei ewigen Bergaufstrecken oder mit Gegenwind auch schon mal ein bisschen Motorschub zuschalten kann. Das ist dann wie mit Rückenwind.

Aber wie gesagt, ich war halt mit dem Auto unterwegs.

Auf dem Rückweg wollte ich einkaufen. Wenn ich schon mal unterwegs bin. Brauch ich nicht extra los, dachte ich. Und fahr also am Freibad rechts ab, über die Gustav-Schwab-Straße zu diesem Knoten zur Konrad-Adenauer Straße hoch.

Plötzlich mitten in der Polizei-Großkontrolle

Und da ging es nicht weiter. Oder zumindest nur sehr sehr schleppend. Auf Höhe Bösmannsäcker stand eine handvoll Polizisten verstreut und winkten Autos raus auf den Festplatz. Da waren viele Parkbuchten gekennzeichnet. Jede Menge Polizisten, Autos, Menschen, die vor und neben ihren Fahrzeugen standen, ein paar Zelte vom THW und auch da viele Menschen, Tische und Bänke.

Spannend, dachte ich. Wobei, wenn Polizei im Spiel ist, ist es ja selten etwas Gutes.

Hab ich schon gesagt? Mich zogen sie eben auch raus.

Parkplatz Nummer 7

Ich sollte auf den Parkplatz mit der Nummer 7 fahren, weil ja sonst alles voll war.

Hab ich dann auch gemacht. Und eigentlich hab ich alles richtig gemacht. Ich fand mich sehr vorbildhaft. Mit allem. Angechnallt, fahrsicheres Auto, geblinkt, wenn es etwas zu blinken gab und überhaupt. Ich bin eine sehr umsichtige und vorsichtige Fahrerin.

Die Kontrolle verlief dann auch unspektakulär. Ich sollte meine Papiere zeigen. Die wurden überprüft und der Polizist wünschte mir eine gute Fahrt.

 

Mit dem Handy in der Hand

Ich fand das alles aufregend. So aufregend, dass ich unbedingt ein paar Fotos davon machen wollte, um meinem Lieblingsehemann zeigen zu können, was ich heute erlebt hab. Das Fahrzeug rollte. Im Schritttempo. Und ich hatte das Handy in der Hand.

Der Polizist, der am nächsten bei mir stand schüttelte den Kopf und sagte: „Wie kann man nur so dämlich sein …!“ (Er hatte ja Recht) „Wenn 50 Polizisten um einen herum stehen mit dem Handy am Steuer zu fotografieren.“

Äh – ja. Man kann. Also ich kann. So dämlich sein. Ich hab nämlich.

„Geben Sie Ihr Fehlverhalten zu?“, fragte er. Ich gab. Zerknirscht.

Und dann nochmal: Fahrzeugpapiere. Personalausweis. Adresse, Telefonnummer.

Alkohol,Drogen und eine verdächtige Oma mit altem Auto

Warum denn dieses ganze Aufgebot hier, wollte ich dann wenigstens wissen.

„Aus gegebenem Anlass“, sagte der Mann. „Alkohol- und Drogenkontrolle.“

Alkohol und Drogen? Ich? Wie kommen die denn darauf, ausgerechnet mich im Oma-Alter rauszuziehen. „Na ja“, sagte der Mann, „Ihr Auto ist ja schon ein bisschen ungewöhnlich.“ Na ja, da hat er wohl Recht.

Es ist 27 Jahre alt und wunderschön.

Und irgendwie hat das was: Ich. Verdächtigt des Alkohol- oder Drogenkonsums …

Darauf erstmal … mh – einen Schluck Cola vielleicht …?

Was auch immer – ich bin bereit für den Feierabend.

Eure Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht.

Was mich nun erwartet:

    • Das Vergehen: Die Nutzung eines Mobiltelefons bei laufendem Motor (selbst im Schritttempo oder beim Rollen) ist laut § 23 Abs. 1a StVO strikt untersagt.
    • Die Quittung: Das kostet aktuell standardmäßig 100 Euro Bußgeld plus Gebühren und Auslagen (meistens landet man dann bei ca. 128,50 Euro) sowie genau 1 Punkt im Fahreignungsregister (FAER) in Flensburg.
    • Kein Fahrverbot: Solange ich „nur“ fotografiert hab und keine konkrete Gefährdung oder gar ein Unfall vorlag, bleibt es bei dem einen Punkt. Mein Führerschein ist also immerhin nicht in Gefahr – die Fahrten zur Schwiegermutter sind weiterhin gesichert!