Der 8. Mai – Erinnerungen an das Kriegsende in Degerschlacht

Der 8. Mai – Erinnerungen an das Kriegsende in Degerschlacht

Der 8. Mai – Erinnerungen an das Kriegsende in Degerschlacht

Heute ist der 8. Mai. Ein bedeutendes Datum, das in allen Medien als Tag der Befreiung gefeiert wird – der Tag, an dem der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, der Neuanfang begann und die Demokratie ihren Weg zurückfand.

Während ich versuchte, mehr über die Ereignisse von damals in Degerschlacht herauszufinden, wurde mir bewusst, wie schwierig es ist, genauere Informationen zu finden. Von hier aus, aus dem Urlaub, konnte ich leider nur wenig recherchieren. Wikipedia gibt an, dass Degerschlacht weitestgehend von den Kriegsfolgen verschont geblieben sei, dass keine Gebäude zerstört wurden. Doch wie war es wirklich?

 Wie war es in Degerschlacht? 

Leider habe ich mein Buch „900 Jahre Degerschlacht“ nicht dabei, das vermutlich mehr über diese Zeit berichtet. Ich erinnere mich jedoch daran, dass die Degerschlachter sich wohl nie wirklich in das Naziregime fügt haben. Sie sollen sich lange dagegen gewehrt haben, was mir immer wieder in den Gesprächen und Erinnerungen begegnet.

Faszinierende Erinnerungen aus dem GEA

Bei einer kurzen Google-Suche fand ich eine Liste mit Gefallenen, darunter viele bekannte Namen – viele, deren Nachkommen heute noch hier leben. Besonders interessant war ein Artikel aus dem GEA vom 18. Mai 2020. Unter dem Titel „Wie Degerschlacht von den Franzosen besetzt wurde“ wurden die Erinnerungen von Werner Steimle-Gruner veröffentlicht. Er erzählt darin von den Erlebnissen der Degerschlachter während der französischen Besatzung, von den Ängsten der Kinder, die sich vor den fremden Soldaten fürchteten, und von der überraschend freundlichen Begegnung mit den Franzosen. Besonders interessant war die Erinnerung daran, wie der Lehrer nicht mehr mit dem Nazi-Gruß, sondern einfach mit „Guten Morgen, Herr Lehrer“ begrüßt wurde.

Der Artikel hat mich sehr berührt und neugierig gemacht. Werner Steimle-Gruner hat seine Erinnerungen sogar in einem Buch mit dem Titel „Erinnerungen und Erlebnisse eines Handwerkers“ veröffentlicht, das ich mir definitiv kaufen werde.

Der 8. Mai ist für mich heute mehr als nur ein historisches Datum. Es ist eine Gelegenheit, innezuhalten und über die Vergangenheit nachzudenken – über das, was war, und darüber, wie diese Ereignisse noch heute in unserem Leben und in der Erinnerung weiterwirken.

Was wisst Ihr über die Zeit? 

Das wüsste gern

Eure

Walpurgisnacht in Degerschlacht – früher war mehr Schabernack

Walpurgisnacht in Degerschlacht – früher war mehr Schabernack

Walpurgisnacht in Degerschlacht – früher war mehr Schabernack

„Es war ruhig bei uns“, so die Meinung all derer, die ich fragen konnte. Damit muss ich mich zufrieden geben. Denn ich war nich da. Ich sitze hier auf meinem Campingstuhl an irgendeinem Campingplatz am Rhein, lasse mir die Sonne auf den Rücken scheinen und schreibe, bevor ich’s mich nachher mit dem Rad auf ins Städthen mache.

Es wurde mir von keinem einzigen Streich berichtet. Nicht einmal einen kleinen Streichalarm soll es gegeben haben. Wie gesagt: So weit ich das weiß.

Keine Streiche?

Eigentlich ist die Walpurgisnacht, also die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, auch bei uns die Zeit für Streiche und heimliche Liebesbekundungen. Um genau zu sein: Eher für Unsinn. Mehr oder weniger witzig. Meist haben sie etwas mit Klopapier und Zahnpasta zu tun. Manchmal ist auch etwas Senf dabei. Nun – wer’s mag ….

Liebesbeweise per Ast und Zweig.

 Ein alter Brauch lebt aber auch noch vereinzelt weiter: Junge Männer stellen ihrer Angebeteten mehr oder weniger große Äste vor die Haustür – oder klemmen sie an die Windschutzscheibe. Ein Freund von uns hat seiner Angebeteten vor ein paar Jahren einen jungen Maibaum vor die Tür gestellt, der größer war als er selbst. Na, wenn das keine Wertschätzung ist. Als ich jung war, hatte ich auch einmal einen kleinen Zweig an der Windschutzscheibe. Leider weiß ich bis heute nicht, wer mir den damals zugesteckt hat. Ist aber eigentlich auch egal. Ich bin sehr glücklich verheiratet. (Aber neugierig wäre ich natürlich schon gewesen …)

Früher war mehr Fantasie

Zahnpasta auf Türklinken und Klopapier in Bäumen gelten mittlerweile leider auch bei uns fast als Standard. Dabei gab es in Degerschlacht auch schon wirklich kreative Streiche: Vielleicht erinnert sich jemand von euch daran? Da wurde die Kirchturmuhr angehalten, weil ihr Glockenschlag so manchem die Nachtruhe stört. Eine besonders einfallsreiche Idee war es, aus dem Schriftzug des damaligen Drogeriemarkts „Schlecker“ kurzerhand den schwäbischen „Schlotzer“ zu machen.

Zahnpasta war aus?

Warum ich in diesem Jahr nichts von irgendwelchen Streichen gehört habe? Vielleicht war einfach für zu wenig Zahnpasta im Haus. Oder Zahnpasta und Klopapier in der Walpurgisnacht sind für die meisten schon so selbstverständlich, dass niemand es mehr für erwähnenswert hält.

Jetzt wünscht euch einen sonnigen Mai mit viel Fantsie


Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

 

 

Poststelle bitte nutzen

Poststelle bitte nutzen

Poststelle bitte nutzen

Wusstet ihr eigentlich, dass wir in Degerschlacht eine Postfiliale haben? Natürlich wusstet ihr das … Oder doch nicht?
Für mich ist das schon seit Jahren selbstverständlich. Und ich – nein wir – waren froh, mit unseren Paketen nach wohin auch immer nur über die Straße gehen zu müssen. Ins Rathaus und dort ins Erdgeschoss. Keinen Parkplatz suchen. Einfach das Paket unter den Arm klemmen – egal ob als Retoure an irgendwelche Online-Händler oder das Päckchen an die Familie zu Ostern und Weihnachten oder einfach nur so und natürlich auch die Post, die per Einschreiben irgendwo hin muss. Abgeben, frankieren lassen – fertig. Und wir können sicher sein, dass die Post ankommt. Jedenfalls kam sie das bisher immer.

Pakete und persönliche Geburtstagskarten

Nicht alles geht eben per Mail am Computer. Manchmal müssen es Originale sein. Irgendetwas mit persönlichen Unterschriften. Oder die Geburtstagskarte, handgeschrieben. So etwas ist einfach persönlicher als irgendein aus dem Internet geladenes Meme, das man per social media verschickt. Und dazu braucht man dann auch eine Briefmarke. Und die gibt es bei der Post ebenfalls. Auch gleich auf Vorrat, wenn es mal etwas mehr sein darf.

Der Kater bleibt hier – meist im Schaufenster

Der Kater – der bleibt aber hier. Er hat sich ohnehin ein viel zu kleines Paket ausgesucht. Das nimmt die Dame an der Post so bestimmt nicht an. Und das ist gut so. Wir wollen ihn nämlich behalten. Wenn ihr ihn vielleicht mal nach seinen Erfahrungen mit Kartons und Paketen fragen möchtet: Wenn ihm danach ist, liegt er im Schaufenster der Leopoldstr. 21. Meistens ist er ziemlich müde, wenn er dort liegt. Aber wenn jemand vorbeikommt und nach ihm sieht, freut er sich. Er spricht dann auch. Wenn man es durchs Schaufenster nicht so gut hören kann – kein Problem. Fragt mich ruhig. Ich erzähl euch dann, was er gesagt hat.

Eine wichtige Einrichtung für unseren Ort

Ach – warum ich das schreibe?
Weil ich eine Notiz im Blättle gelesen habe, in dem das Rathausteam darum bittet doch möglichst viel Gebrauch von unserer Poststelle zu machen. Damit sie bleibt. Sie ist eine wichtige Einrichtung für unseren Ort und trägt dazu bei, den täglichen Bedarf der Einwohner zu decken.

Die Öffnungszeiten sind

  • montags bis freitags 15-17 Uhr
  • Samstags 10-12 Uhr

Bis bald im Postamt

Eure

Ostern kommt immer so plötzlich

Ostern kommt immer so plötzlich

Ostern kommt immer so plötzlich

„Scheint dir auch mal das Leben rau,
sei still und zage nicht;
die Zeit, die alte Bügelfrau,
macht alles wieder schlicht.“

Wilhelm Busch

Ostern kommt immer so plötzlich. Genau wie Weihnachten. Man kann es einfach nicht vorhersehen – und zack, plötzlich ist es da. Und inzwischen kristallisiert sich heraus: Genau dann bin ich krank. Ostern wie Weihnachten. Diesmal also auch.

ChatGPT meint, es liegt an zu wenig Schlaf und zu viel Stress. Dabei war der Stress doch durchweg positiv. Okay – aber Stress bleibt eben Stress. Und ja, es war wenig Schlaf. Aber wenn man vier Tage lang Besuch aus der Schweiz hat, von Verwandten, die man viel zu selten sieht, und wenn dann noch die Kinder kommen …
Na, da geht man halt nicht früh ins Bett.

Ich fürchte, ich werde alt

Ich geb’s ja zu: Acht Personen unter einem Dach machen ganz schön Wirbel. Das sind wir zwei gar nicht mehr gewohnt. Und wenn man alt ist (so wie ich), steckt man das eben auch nicht mehr so leicht weg.

Ich wollte eigentlich so viel mehr machen. Aber wie man’s auch dreht und wendet – so ein Tag hat eben nur 24 Stunden. Mehr gibt’s einfach nicht.

Und nun bin ich mit meiner Osterausgabe eben doch etwas spät dran.

Heute ist Ostersonntag

Aber gerade rechtzeitig – denn heute ist ja erst Ostersonntag. Morgen ist noch ein Ostertag. Und wenn ihr meine Wünsche erst nach Ostern lest, kommen sie trotzdem von Herzen.

Mir geht’s inzwischen wieder gut. Und ganz ehrlich: So unangenehm mein Schnupfen auch war – für ein paar wunderschöne Tage mit besonderen Menschen hat er sich gelohnt. Die Erkältung vergeht. Aber die Erinnerung an diese Begegnungen bleibt.

Es wünscht euch allen ein paar wunderschöne Tage – egal ob an Ostern oder danach.
Eure


Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht

 

 

Chaos und neue Ideen

Chaos und neue Ideen

Chaos und neue Ideen

Was für ein Montag. Cybermontag? So etwas in der Art jedenfalls. Ich hatte mir für gestern die Osterausgabe vorgenommen. Mit Ostergeschichte, Rätsel und vielleicht auch noch eine richtige Reportage. Ein Portrait über einen Degerschlachter Autor.

Notebook gibt den Geist auf

Doch dann gab mein Notebook den Geist auf.

Ich hab versucht, das Ding wieder zum Laufen zu bringen. Mit allen Mitteln, aber ohne Erfolg. Dann nicht dachte ich. Inzwischen war durch meine Hektik ein ziemlicher Kabelwirrwarr unterm Schreibtisch entstanden und ich saß drunter und versuchte, es zu entwirren. Dabei fiel dann die Vorrichtung auseinander, die sämtliche Kabel hinter meinem Schreibtisch zusammenhält.

Schließlich entschied ich mich, es mit meinem Tablett zu versuchen. Das hätte klappen können, aber es hatte keinen Strom.

Inzwischen war ich so weit, alles an digitalem Zeug aus dem Fenster zu schmeißen. Ich wollte zurück zu Füller, Bleistift und Papier. Bitte.

Mit Bleistift und Papier?

Ich schüttete ChatGPT mein Herz aus. Und der antwortete: Warum nicht? Mach doch. Nutz Füller, Bleistift und Papier. Fotografiere es mit dem Handy und lade es hoch.

Die Idee gefiel mir durchaus. Das Chaos als Anlass zu nehmen, mit meinem Projekt Journalismus 2.0 zu beginnen.

 

Allerdings ist das dann doch eine recht aufwändige Geschichte. Und ich hatte doch nur zwei Tage, alles fertig zu machen. Mit Osterbesuch, den Vorbereitungen dafür, einem Geburtstag dazwischen, war die Zeit dann doch leider zu knapp.

Mein mich liebender Ehemann hat mir inzwischen mein Notebook repariert. Ich kann also wieder schreiben. Und zwar digital.

Die Zeit wird knapp

Ich hab mich dann dazu entschieden, jetzt erstmal zu machen, was schnell geht. Und zu hoffen, dass ich das mit meiner Osterausgabe vielleicht doch noch hinbekomme. Irgendwann in den Zwischenzeiten.

Sollte es nicht klappen, wünsch ich euch hier und an dieser Stelle schon mal schöne, sonnige Ostertage mit Ostereiern und allen Lieblingsmenschen.

Eure Eulalia

Ihr seid spitze!

Ihr seid spitze!

Ihr seid spitze!

Liebe Leserinnen und Leser,

Geld ist toll. Aber nicht alles! Deshalb möchte ich mich bei euch ganz herzlich bedanken – nicht nur für die Spenden. Es war ein Versuch. Und eigentlich hab ich nicht damit gerechnet, dass mein Spendenaufruf tatsächlich funktioniert. Hat er aber. Und nicht nur das – ihr habt geschrieben „Mach weiter“, „die Seite ist super“ und „Wow, was du da auf die Beine gestellt hast.“
Und deshalb wird es die degerschlacht-news auch künftig geben. Ich kann ja gar nicht anders. Ich kann euch doch jetzt nicht hängen lassen.

Degerschlacht News 2.0

Ich nehm euch beim Wort und mach weiter.

Vielleicht ein bisschen anders. Vielleicht weniger Artikel. Vielleicht kann ich auch nicht überall dabei sein. Aber ich hab schon jede Menge Ideen für ein Upgrade auf die Version 2.0 der Degerschlacht-News im Kopf.

Meine Ideen reichen aktuell von „Das finden bestimmt alle blöd“ über „einen Versuch ist es wert“ bis zu „Ja, das könnte richtig gut werden“.

 Aber auf jeden Fall ist überall dabei „Ja, das möchte ich gerne machen“ und „darauf hab ich richtig Lust“.

Es bleibt also spannend.

Danke, dass ihr da seid, mich unterstützt und mich bestärkt habt, weiterzumachen.

Sagt Eulalia, die Eulenfrau aus Degerschlacht